2. April – Cote Sauvage – nach Penmarch

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Graswellen

Wellen aus Gras und ein Zaun, der auch bei Wind still hält

Und wieder waren wir sehr erstaunt, dass uns blauer Himmel empfing am Morgen. Welch ein Glück, wenn man bedenkt, wie viel es geregnet hatte in den letzten Tagen. Da hatten wir bisher doch gute Bedingungen für Wanderungen und Fotografie gehabt. Ich verbrachte ein paar Stunden mit Amy und Noah am Strand. Die Wellen rollten immer noch wunderschön in die Bucht. Ich machte zu viele Fotos. Das Meer war aber so wild, dass fotografieren schwierig war, denn die Gischt war überall und das Meer schien fast überzukochen. Alles war weiss vor Schaum, die Wellen waren nicht mehr so schön geformt, sondern sahen aus wie überkochende Milchsuppe. Fast schon zu wild das Ganze. Schön, dass die Strände immer wieder anders aussehen und man sich immer wieder auf neue Situationen einstellen muß. Dann bleibt das Leben und die Fotografie spannend:-) Den Kids wurde es bald zu kalt, Gunter und ich fotografierten noch eine Stunde, dann beschlossen wir weiterzufahren.

Wir fuhren Richtung Pointe de Trevignon. Leider wurden wir da von Womoverbostschildern überfallen, was mich frustrierte. Ich hätte gern kurz den Hafen angesehen, aber wir durften auf km langer Stecke nicht mal Halten. Ich war so frustriert, dass ich nicht mal Lust hatte den Strand zu erkunden, als wir endlich einen Womoparkplatz gefunden hatten. Amy und Noah verbrachten ein, zwei Stunden am Strand während wir philosophierten, vor allem über die Übel in der Gesellschaft. Und ich überlegte ernsthaft, ob es noch Sinn macht, mit dem Mobil unterwegs zu sein? Wahrscheinlich sitzt bei mir der Werkstatt Schock von vor der Abreise noch zu tief. Das ist mir zur Zeit alles zu viel!

Wir fanden schließlich zwei Stellplätze für Mobile, man kann also nicht mehr selbst entscheiden, was man ansehen möchte, sondern muß danach gehen, wo man parken kann! Das ist fotografisch und auch touristisch ein Spaßkiller! Ein sehr großer sogar. Und die Bretagne war immer so schön mit Mobil. Wahrscheinlich ist es einfach zu viel geworden mit den Mobilen? Ich kann die Anwohner verstehen, aber ich denke trotzdem, dass jeder das Recht haben sollte sich das Meer anzusehen. In der Vorsaison ist ja fast gar nichts los, da könnte man doch die Parkplätze öffnen? Es ist so frustrierend, wenn man an sehr großen, absolut leeren Parkplätzen vorbeifährt und selbst nicht mal halten kann:-(

Für uns ist eine Reise mit dem Wohnmobil die eizige Chance ans Meer zu kommen. Denn kurze Reise mit 5 Leuten, und die Kids zählen ja bis auf Amy alle schon als Erwachsene, mit Hotel, Zug oder Flugzeug, können wir uns nicht leisten. Ein kleineres Mobil geht leider auch nicht. Wir hatten mal dran gedacht, auf einen VW Bus umzusteigen, aber es ist sinnlos, viel zu eng für uns. Was an diesem Tag am frustrierendsten war: die Häuser waren alle für den Winter geschlossen. Nur die Reichen können sich die Häuser am Meer leisten. Und die meisten Häuser werden nur als Sommerresidenz genutzt!! FRUST!

Amy und Noah am einsamen Strand

Amy und Noah am einsamen Strand

Wellen

Wellen

dicke Wolken, wilde Wellen

dicke Wolken, wilde Wellen

alter Bunker

alter Bunker – das Meer wird früher oder später aufräumen damit….

Also, genug gemeckert, wir machten uns auf den Weg nach Penmarch. Und fuhren direkt zum Plage de la Torche, denn da hatten wir immer die schönsten Wellen bisher. Und auch heute war das so. Nur waren die Wellen noch höher und wilder als bisher. Keine Surfer waren im Wasser, das war zu gefährlich und zu wild. Außerdem ging die Flut wieder ganz hoch, bis zur Düne. Regenschauer peitschten immer wieder über die Region, das zauberte Regenbögen und dramatische Stimmungen, machte uns aber hie und da auch mal naß. Als es zu heftig wurde machten wir uns auf den Weg ins Mobil. Dort angekommen schien die Sonne wieder. Also gingen wir nochmal los und fotografierten eine Weile und als wir zurück ins Mobil kamen stellten wir fest, dass die Toilette mal wieder entleert werden mußte. Na gut, hier wissen wir, wo es eine Station gibt, nämlich an der Kläranlage. Im Sturm war das Leeren nicht so einfach, weil die Kacke überall herumgeweht wurde und auch der Eimer mehr als einmal durch die Luft flog.

Über Umwege fanden wir dann den Stellplatz fast direkt am Meer. Da die Sonne noch in den tiefhängenden Wolken hing und diese rosa färbte, lief ich noch schnell los um ein paar letzte Fotos zu machen während Gunter mit den Kindern im warmen Mobil das Essen zubereitete. Ich bestaunte die Wellen, so hoch hatte ich sie an dieser Küste noch nie gesehen. Ein paar Fotos mit bunten Wolken waren noch möglich, dann war die Sonne ganz verschwunden und die Wellen knallten ohne besondere Lightshow immer weiter an die Felsen. Ich freute mich im Mobil auf die warme Suppe.

Gabi

hier schreibt Gabi

Ich liebe das Reisen, die Fotografie und meine Familie!
Am besten - alles zusammen!

Autor: Gabi

hier schreibt Gabi Ich liebe das Reisen, die Fotografie und meine Familie! Am besten - alles zusammen!

3 Kommentare

  1. Hallo Gabi,

    triffst du eigentlich besondere Vorkehrungen an der Kameraausrüstung, wenn du bei Sturm (oder Regen) fotografierst? Oder ist deine Ausrüstung spritzwassergeschützt? Oder ist das eh egal, weil die Kameras von sich aus schon viel vertragen?

    Grüße
    Michael

    • Hi Micha

      Danke für Deine Anmerkung.
      Ich habe zwar so ein Regencape für die Kamera, nutze es aber nur, wenn ich länger im Regen fotografieren will. Das geht ja sowieso nur, wenn es nicht windig ist. Denn sonst wir die Linse nass. In der Regel hält die Kamera schon ein wenig Spritzwasser aus. Wenn es vom Meer kommt bin ich natürlich ein wenig vorsichtiger, dann wasche ich es mit einem feuchten Lappen ab, wegen dem Salz. Aber meine Kamera muß das schon aushalten, ich liebe es bei Sturm zu fotografieren. Hauptproblem ist, dass ich nur sehr sehr ungern die Objektive wechsle, wenn es zu sehr stürmt. Das schränkt mich manchmal sehr ein. Zum Teil habe ich zwei bodies, damit ich ein Weitwinkel und ein Telezoom nutzen kann. Ich habe aber festgestellt, dass ich zu viel Weitwinkel nutze und da ist es auch gut, wenn man sich auf eine Linse festlegen muß. Das schult das Sehen!
      Liebe Grüße

      Gabi

  2. Hallo Gabi,

    ich freue mich jedes mal sehr, wenn wieder ein neuer Blogeintrag über eure Bretagne-Reise kommt!! Die Bilder sind wie immer wunderschön!

    Schade, dass ihr am Pointe de Trévignon nicht halten durftet, das ist wirklich ärgerlich. Es ist so schön dort.

    Das ist ja unsere Lieblingsecke, wir waren in den Pfingstferien wieder in Névez auf dem Camping de l’Océan am Plage de Raguenéz.

    Dort gibt es in der näheren Umgebung sogar 2 Wohnmobilstellplätze direkt am Meer.
    Einen am kleinen Hafen (eher eine Bootsanlegestelle) an der Ile Raguénez, von dort sieht man bis zum Pointe de Trévignon. Von dort zu Fuß am Meer entlang auf dem GR34 in knapp einer Stunde erreichbar, vielleicht auch etwas länger je nachdem wie viel Fotostopps man einlegt ;o) …

    Dann gibt es noch einen Stellplatz oberhalb vom Plage de Raguenéz (am östlichen Strandteil – Plage de Tahiti genannt) beim öffentlichen Parkplatz mit Toilette.
    Von diesem Platz hat man einen traumhaften Blick aufs Meer mit den Inseln.
    Auf beiden Stellplätzen haben etwa 10 Mobilheime Platz.
    Vom Plage de Raguenéz aus führt eine besonders schöne Wanderstrecke des GR34 bis nach Port Manech mit immer wieder tollen Ausblicken und Fotomotiven!

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