Wolkenhimmel – Pferdeschlittentour

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Heute hatten wir einen interessanten Himmel, Esra rief, als er unterwegs war zum Actionfilm Drehtag, den letzten heute. Noah war froh, denn ihm fiel das Filmen bei minus 10° ohne Handschuhe schwer. Mit Handschuhen kann er die Canon SX20 nicht bedienen.

Magnus kam ins Kaffee Reichert (unser interner Scherz), ich machte mich gerade für den Ausflug mit Kamera fertig. Vor dem Haus traf ich zwei freundliche Nachbarn und kam ins Gespräch, das war sehr nett. Ich brauche die Gespräche mit Leuten, damit mir selbst Sachen klar werden, das merkte ich heute wieder. Hierauf  lief ich zum See um die schönen Wolken zu genießen, aber ich bekam da den Himmel nicht wirklich gut auf das Foto. Und weit raus lief ich heute nicht, denn der hohe Schnee auf dem Eis machte mich unsicher. In den Fußspuren sammelte sich an einigen Stellen Wasser und ich traute dem Eis nicht. Maria meinte zwar, es wäre fest genug, aber da bin ich lieber vorsichtig. Ich hatte mich extra nicht mehr so warm angezogen, weil das Laufen im hohen Schnee so anstrengend ist, und trotzdem war es mir noch zu warm. Nur die Hände frieren einem ab. An einer Stelle brach ich ein und landete bis übern Kopf mit Schnee bedeckt im zugewehten Graben. Uff, erschrocken war ich, aber im Schnee fällt man zum Glück weich.

Als ich die Kamera für einen Zeitraffer rausstellte, spielte der Drahtauslöser nicht mit. Zweimal streikte er und so fehlten mir wichtige Bilder. Aber, wie ich es erwartet hatte, gab es einen super Sonnenuntergang. Und da war ich ohne Jacke und Handschuhe draußen um den Zeitraffer zu checken. Brrrr, da froren mir sehr schnell die Finger ab.

Sonnenuntergang im Scheunenfenster

Sonnenuntergang im Scheunenfenster

atemberaubender Sonnenuntergang

außergewöhnlicher Sonnenuntergang

Abends wurde von Österaker eine Pferdekutschentour angeboten. Die Jungs finden Pferde uncool, kommt wohl, weil die weiblichen Klassenkameraden immer nur Pferde malten?! Jedenfalls ist Amy Pferdefreundin und sie wollte anfänglich auch nicht mit. Sie meinte, es wäre zu kalt. Aber wir rüsteten uns sehr gut aus, doppelte Socken, doppelte Handschuhe, Wolldecke, Handwärmer und Skihosen, natürlich Jacken:-) Wir kamen bei der ersten angebotenen Tour unter, tranken Glögg  = Glühwein vor der Fahrt. Amy bekam eine Fackel und war ganz stolz. Ich unterhielt mich unterwegs mit Aurora.  Nach der Rückkehr gab es belegte Brote und warme Brühe, als Nachtisch Schokolade und Bonbons.

Zurück am Auto war die Windschutzscheibe vereist. Ich kratzte alles frei, während die anderen schon einstiegen, dann muß ich mich beeilen, sonst gefriert es innen, wenn 5 Leute drinnen warten. Also, schnell kratzen, dann rein und schwubs war es wieder vereist. Eine dünne Eisschicht, die aber die Sicht dick behinderte. In der Luft lag Nieselregen, und das bei minus 9 °C, schon seltsam. Ich wartete eine Weile, bis der Lüfter Effekt zeigte, aber wir fuhren trotzdem mit relativ schlechter Sicht die zwei Kilometer nach Hause.   Ohne funktionierende Scheibenwaschanlage kann man das Fahren ganz vergessen. Interessant, was ein schwedischer Winter so alles zu bieten hat.

Pferde in der Nacht

Pferde in der Nacht

und los geht die Kutschfahrt

und los geht die Kutschfahrt

Ein Ausflug mit der Pferdekutsche – ein Text von Amy

Am Anfang wollte ich eigentlich nicht zu den Pferdekutschen gehen, da ich dachte es würde zu kalt werden.

Gabi fragte mich am Abend und ich meinte das ich nicht wollte, doch sie schaffte es mich zu überreden und ich hoffte das ich vielleicht eines der Pferde streicheln dürfte.Damit es uns nicht kalt wurde in den Kutschen zogen wir lange Unterwäsche an und auch noch zwei paar Socken und Handschuhe übereinander.Dann stiegen wir in unser Auto, doch nur Gabi und ich gingen, da wir noch platz im Auto hatten nahmen wir noch unsere Freunde Maria, Aurora, Ari und Aron mit.

Die Fahrt verging schnell und es dauerte nicht lange bis die Kutschen kamen und alle aufsteigen konnten. An jede der Kutschen waren zwei Pferde angespannt und jede Kutsche war mindestens 5 Meter lang und 2 Meter breit, dazu hatten sie kein Dach und anstatt Sitzen nur Decken die über das Holz gelegt worden waren das unten zwei Schienen hatte.Jeder hatte eine Decke dabei die er sich über die Beine legen konnte, um nicht kalt zu werden.

Dann bekamen manche Leute (darunter auch ich) Fackeln die die Kutschen leuchten liesen.Wir fuhren langsam los und ich sah wie die Lichter des Dorfes sich langsam entfernten und lies die Füße einfach über den Rand der Kutsche hängen wie die meisten anderen es auch taten.Einmal blieb die Kutsche hängen und wir mussten absteigen, dann als wir wieder darauf sprangen setzte sich Gabi leider auf die Decke die ich und sie geteilt hatten und da sie nicht mehr aufstehen und sie unter sich herausziehen konnte war nur die halbe Decke frei und ich musste ohne sie auskommen.

Ein paar Kinder die neben uns saßen, sangen Weihnachtslieder und sahen zu wie ihre Fackeln langsam abbrannten.Am Ende des Ausflugs war noch etwas von meiner Fackel übrig und ich steckte sie in den Boden um freie Hände zu haben da ich jetzt die Pferde streicheln durfte.Die Tiere hielten still und nach einer Weile ging ich weg um etwas von dem Essen zu nehmen das es hier gab (Sandwiches).Wir sprachen noch eine Weile bis wir dann schließlich wieder nach Hause gingen.

Gabi

hier schreibt Gabi

Ich liebe das Reisen, die Fotografie und meine Familie!
Am besten - alles zusammen!

Autor: Gabi

hier schreibt Gabi Ich liebe das Reisen, die Fotografie und meine Familie! Am besten - alles zusammen!

7 Kommentare

  1. Aber hallo so eine Schlittenfahrt ist lustig. Ja da muss man sich warm einpacken, denn man sitzt ja doch recht ruhig wären der Fahrt. Eine Gaudi bei dunkelheit und mit so vielen netten Mensch.
    Das Gespräch suchen mit Menschen ist auch sehr, sehr wichtig, und vieles ist dann nicht mehr so fremd. Man lernt nie aus und bei Gesprächen kommt man sich ja auch näher.
    Die Spiegelung des Sonnenunterganges im Fester finde ich super genial, weiter so…
    lg edeltraud

  2. Eure Schwedenblog verfolge ich mit interesse.
    Fakel-fahrten sind bekannt in den nordische Laender und wenn man schon mal da ist sollte es auch miterlebt werden. Grosse Klasse.
    Fotografieren mit Eisfinger ist ja auch kein verknuege denke ich. Eure Bilder sind ein fach klasse !!!!!
    Mach so weiter.
    Hiermit auch ein gute Rutsch in’s neue Jahr von uns gewuenscht.
    Gruss Toni

    • HI Tony
      Schreib mal öfters hier:-) Da freuen wir uns….
      Ja die Schlittenfahrt war wirklich schön. Manchmal wird man etwas faul und will nicht raus bei der Kälte, aber, wenn man mal angezogen ist geht’s:-) Und da ich ja auch immer wieder was berichten möchte, raffe ich mich auf.
      Feiert schön ins neue Jahr.
      Liebe Grüße
      Gabi

  3. Hi Gabi,

    so viele Erlebnisse und Eindrücke. Aus den Blog-Einträgen könntest du direkt ein Buch machen „Mein Winter in Schweden“. Die Themen Auswandern und Auslandsaufenthalte sind doch gerade in. Zumindest ein Bildband mit kleinen Geschichtchen, das wär doch was.

    Liebe Grüße

    Ursula

    • Liebe Ursula

      Ja, eine gute Idee:-) Mal sehen, wie wir das umsetzen können. Bildbände sind nicht so billig, sonst wäre book on demand eine Idee.
      Liebe Grüße Gabi

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