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31. Mai 2011

L’Aber Wrac’h

Eine kurze Anmerkung vor dem eigentlichen Tagebucheintrag: Leider kann ich keine mails abschicken!!! Also nicht wundern, wenn ich mich zwar hier im Blog melde, aber nicht auf emails antworten kann!!

Es regnete und stürmte, kalt war es auch. Zeit für Computerarbeit. Noch waren wir in der Nähe von Brignogan, so fuhren wir zum Leuchtturm, denn wir wollten und von Claudine veranschieden. Sie war leider nicht da. Gunter und ich schrieben am Bericht, sichteten Fotos, schrieben mails und machten sogar eine CD für den Versand fertig. Die Kinder schrieben an ihren Texten, Noah machte mit Amy Mathe. In den Regenpausen machten wir ein paar Fotos der wellenumtosten Felsen.

 

Sturm in Brignogan

Sturm in Brignogan

 

Leuchtturm in L'Aber Wrac'h

Leuchtturm in L'Aber Wrac'h

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30. Mai 2011

Brignogan 2

Ich finde es hoch interessant, an Orte, wie den Leuchtturm von Pontusval zu kommen, den man schon vorher ausgiebig fotografiert hatte, und der einer der attraktivsten bretonischen Landmarken ist. Wir schauen hier also mehr nach außergewöhnlichen Sichtweisen und Lichttstimmungen. Ich war mehrmals schon kurz nach 6:00 Uhr morgens unterwegs, doch spielte da die Flut nicht mit. Im besten, weichen Morgenlicht, lagen die massigen Felsen wie gestrandete Wale im Sand, von Wellen weit und breit nichts zu sehen. So praktizierte ich erstmals bei Sonnenaufgang meine Atemübungen, die mir Antonio in der Feldenkraispraxis in Schwabenheim beigebracht hatte.

 

 

 

Am Stand von Brignogan

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29. Mai 2011

Brignogan – Muscheln und Schnecken, nicht nur im Museum!

24.- 26. Mai, Brignogan

Im Museum

Im Museum

Einer unsere Lieblingsstrände überhaupt ist beim Leuchtturm Pontusval in Brignogan. In der aktuellen Terra schrieben wir, wie schon hier im Blog berichtet, einen langern Artikel über die Bretagne. Ich berichtete über unsere Freundin Odile, die wir hier im Jahr 2009 kennenlernten. Sie starb leider im letzten Jahr. Odiles Zwillingsschwester Claudine, mit der ich immer mal wieder Emails schreibe kommt aber auch immer mal wieder nach Brignogan, um hier das Meer zu genießen. Wir trafen zeitgleich ein, was für ein Zufall! Die Sonne schien, das Meer war tiefblau, die Wellen rollten herein, diesen Strand haben wir noch nicht oft bei so herrlichem Wetter erleben können. Den Fotoapparat liesen wir trotzdem erstmal in der Tasche. Liessen den Strand und das Meer auf uns wirken, besuchten Claudine, redeten mit Alan, der hier sein Boot stationiert hat. Mit den kleinen Wörterbüchern versuchen wir etwas ins Französisch rein zu kommen. Vor vielen Jahren hatten Gunter und ich einige VHS Kurse für Franzöisch besucht, die Sprache jedoch nie angewendet und somit all das mühsam gelernte wieder vergessen – in meinem Fall fast zu 100 %, leider! Trotzdem möchte ich auf Menschen zugehen, denn ohne Leute lernt man das Land nicht richtig kennen. Im Jahr 2009 hatten wir auch nette Menschen im lokalen Museum für Muscheln kennengelernt. Mit Claudine vom Museum hatte ich auch Emails ausgetauscht, was dank Google Translator sogar ganz ohne weitere Sprachkenntnisse wunderbar funktioniert:-) Da das Museum die ganze Zeit geschlossen war, blieb mir nichts anderes übrig, als zum Telefon zu greifen. Die Kommunikation ohne die Hilfe von Händen und Füßen war wenig ergiebig, doch wir packten es, uns zu verabreden. Wir planten ein Treffen abends gegen 18:00 Uhr.

 

Gunter als Gourmet

Gunter als Gourmet

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28. Mai 2011

Roscoff 2

Boote im Hafenbecken

Boote im Hafenbecken

20. Mai – Roscoff

 

Ich lief morgens gleich mit den Kindern in die Stadt, denn ich wollte das Zentrum für Tang besichtigen. Da gab es auch Angebote in Englisch und Deutsch. Gunter wollte derweil versuchen, die Sim Karte für das Internet fit zu bekommen. In einem McDonalds hatten wir Internet gehabt und Infos dazu heruntergeladen.

Wir erreichten in stahlendem Sonnenschein das Tang Zentrum, hatten unterwegs die ganzen Thalasso Institute gesehen. Im Zentrum gab es viele Fotos von Algen und Tang und dem Leben im Meer, ein netter Herr sprach Deutsch, er erzählte uns, dass es durch die Thalassozentren eine sehr große Nachfrage an Tangprodukten in Roscoff gab. Im Laden konnte man also Lebensmittelergänzuungsmittel aus Algen und Tang, und viele Pflegemittel für die Haut kaufen. Wir sahen uns einen Film an, leider doch nur auf französisch. Ich kaufte eine grünen Tee mit Tang, der sehr lecker schmeckt. Wir liefen dann nach einem weiteren Rundgang durch die Stadt zurück zum Mobil. Es war Ebbe, so liefen wir nicht entlang der Straße zurück zum Mobil, sondern quer durch die Bucht. Das tat so gut, barfuß im warmen Sand mit relativ warmem Wasser. Amy und ich versuchten uns im Tigergang (liefen schleichend auf den Zehenspitzen) und hatten viel Spaß.

Ein anderer Womo-Fahrer hatte uns den Tipp gegeben, es mal im Fährhafen mit der Übernachtung zu versuchen – da hätte man einen guten Blick auf den Hafen und die Boote im Hafenbecken. So fuhren wir nach dem Mittagessen dorthin auf die andere Seite von Roscoff. Tatsächlich war am Fährhafen ein großzügig bemessenes, asphaltiertes Areal für Womo- und Caravan-Übernachtungen reserviert. Dummerweise fiel der Blick von da direkt auf die ein- und auslaufenden Fähren nach Irland. Die Versuchung, einfach zu buchen und mitzufahren war enorm.

Trotzdem schafften wir es, bei schönstem Wetter in die Stadt zum Bootshafen zu laufen um ein paar sonnige Stunden fotografierend zu verbringen. Ein älterer Mann suchte nach Muscheln, während sein English Setter ausgelassen im Affentempo eine Runde nach der anderen im trockenen Hafenbecken drehte. Nach geschätzten 50 km Laufstrecke fand er einen verrotteten Fisch, in dem er sich ausgiebig wälzte. Die Flut kam währenddessen wieder herein, die stundenlang trockenliegenden Boote fingen wieder an, auf dem Wasser zu schaukeln, der Mann packte seine Beute und den streng duftenden Hund ins Auto, und im Hafen regte sich Betriebsamkeit. Neben der Bilderbeute brachte Gabi noch einen Sonnenbrand auf Nase und Nacken mit zurück, Gunter einen auf dem Kopf, wo die Haare nicht mehr so dicht stehen.

 

Hund und Herrchen nach einem langen Tag im Watt

Hund und Herrchen nach einem langen Tag im Watt

 

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27. Mai 2011

Roscoff 1

 

Sonnenuntergang in Roscoff

Sonnenuntergang in Roscoff

 

Da einige Richtung Osten fahrende Reisemobilisten berichtet hatten, die Stellplätze in Roscoff wären wieder benutzbar, entschlossen wir, diesem romantischen Städtchen einen Besuch abzustatten. Doch der Platz bei der Chapelle du Saint Barbe war, wie im letzten Herbst, für Womos nicht mehr zu benutzen und die Service-Säule entfernt. Westlich von der Innenstadt fanden wir nach einigem Herumirren in engen Sträßchen den neu eingerichteten Stellplatz an der Bucht bei Laber. Der Nachteil: mehr als drei Kilometer Fußmarsch bis zur Innenstadt. Einfach! Mike mit dem roten Bus hatte sich auch schon eingefunden und wir luden ihn zum Abendessen-Resteverwerten ein. Wir hatten frischen Fisch und Reis.

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26. Mai 2011

Cancale und etwas trübes Wetter

Morgens weckte uns eine große Herde Schafe, die über die Wiese herfielen, und sich an den Mobilen rieben. Esra und ich liefen zum Mt St Michel obwohl es wirklich weit war. Das Licht war klasse, der kalte Wind hatte nachgelassen, so fingen wir erstmals fast an zu schwitzen! Ich machte nur ein paar Fotos, hatte hier ja schon sehr oft fotografiert. Doch fand ich in den schönen Mohnblumen ein bisher neues Motiv, wir waren bisher nur im frühen Frühjahr und späten Herbst hier gewesen, also keine Blumen. Die Touristenmassen, die da einströmten waren gewaltig, da hatten wir schon wesentlich ruhigere Tage erleben dürfen. So entschlossen wir uns nicht nochmal auf den Berg zu laufen. Wir machten uns also weiter auf den Weg gen Westen. Sehr weit fuhren wir allerdings nicht. In Cancale fanden wir oben auf dem Hügel einen Platz, etwas außerhalb, für Wohnmobile. So weit schien es nicht zu sein in den Hafen dieser für die Austern berühmten Stadt. Es sah fantastisch aus von oben herab, das Meer so blau, die Boote so wunderschön strahlend weiss, der Mt St Michel weit am Horizont und Blumen überall. Wir parkten also und liefen hinunter in die Stadt, schauten uns all die Austernbänke an und die Restaurants mit den interessanten Preisen. Weit ab unseres Budgets. Gunter bezweifelte eh, ob er von so klibberigem Zeugs satt werden würde:-)

Austernbänke von Cancale

Austernbänke von Cancale

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26. Mai 2011

Mt St Michel und nette Gespräche mit Schotten:-)

Beim Einkaufen von Lebensmitteln suchten wir auch gleichzeitig nach einer Sim Karte, damit wir Internet bekommen. Wir fanden einen Handy Laden und fanden schließlich einen Laden, der auch Sim Karten verkaufte. Es dauerte und dauerte bis wir sie endlich unser eigen nennen konnten. Dann versuchten wir das Ding auch online zu bekommen, doch es funktionierte nicht. Ein USB Stick für’s Internet würde uns extra 69 Euro kosten. Und wir haben ja einen Internet Stick. Das mit dem Internet scheint viel komplizierter zu werden als gedacht. Wie dumm!

Wir hatten eigentlich vor gehabt, bis nach Erquy zu fahren aber da das mit dem Internet so lange gedauert hatte blieben wir doch vorm Mt St Michel. Wieder war die Flut, weil Vollmond, extrem hoch. So wurden Wohnmobile weit hinter dem Klosterberg auf eine Wiese umgeleitet. Das sparte uns auch die 12 Euro Parkgebühr. Wir sahen ein schottisches Wohnmobil und parkten direkt daneben – wir lieben Schottland, würden vielleicht nette Gesprächspartner finden? So war es dann auch. Wir stiegen aus, schauten um die Ecke und schwätzten:-) Stundenlang, und als es uns zu kalt wurde setzten wir uns ins Mobil unserer neuen Bekannten und plauderten noch stundenlang weiter. Die Reise scheint wirklich unter dem Motto: „wir lernen Leute kennen“ zu stehen. Schließlich erblickten wir einen knuddeligen roten Bus, der hatte in St Valery schon mal neben uns geparkt. Der angehende Lehrer dazu heißt Mike und er gesellte sich zu uns ins schottische Mobil im dem wir gespannt Tom dem Fensterputzer zuhörten. Ah, das Schottisch tat unseren Ohren gut und Tom und Lindas Stories waren sehr hörenswert.

Nun war es schon fast 22:00 Uhr und wir hattten noch nichts Warmes gegessen. Also noch was kochen, wenigstens Pellkartoffeln mit Quark. Wir luden Mike ein und beendeten dann den Abend nach etwa 2 weiteren Stunden des Witzeerzählens von Esra und Amy bei uns im Mobil. Und ich hatte doch wirklich gar kein Foto gemacht an diesem Tag, und das obwohl das Licht eigentlich gut gewesen wäre……

Mt St Michel und Schilder

Mt St Michel und Schilder

 

 

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25. Mai 2011

Carteret, Normandie

Wir entschieden uns nicht noch einen Tag zu bleiben, denn es gab nicht allzuviel zu sehen. So machten wir uns auf den Weg nach Carteret. Dort fanden wir den Leuchtturm auf der Höhe, parkten dort aber nicht, denn es war für Wohnmobilisten verboten dort zu übernachten. Doch dann fanden wir unsere Nachbarn von gestern im Hafen wieder. Dort parkten wir nahe den Dünen und genossen die Sonne während wir das Gespräch von gestern fortführten. Später erwanderten wir den langen Strand, genossen die hohen Wellen und den kleinen Leuchtturm auf der Mole. In der Stadt betrachteten wir die Segelboote und die kleinen Läden, die glücklicherweise schon geschlossen hatten.

Am Abend liefen wir nochmal die Mole entlang, der Wind blies uns Sand auf den Kopf und in die Ohren. So sandige Ohren hatte ich übrigens noch nie.

Es war trübe am morgen, also länger liegen bleiben. Nach dem gemütlichen Frühstück und ein paar gemeinsamen Spielen mit unseren Nachbarn machten wir uns auf den Weg. Wir mußte wieder einkaufen.

 

 

Carteret

Carteret

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24. Mai 2011

15. Mai, Arromanches

Am 15. Mai fuhren wir schließlich weiter Richtung Westen. Wir fanden in Arromanches einen kostenlosen Stellplatz in der Stadt und es war gegen 13:00 Uhr gerade noch ein Platz frei. Dummerweise füllten wir nicht direkt Wasser auf, und kaum hatten wir eingeparkt, war der Tank ganz leer. Nun, wir konnten es nicht riskieren, wegzufahren um frisches Wasser zu füllen, also mußten wir ohne Wasser auskommen. Geht auch mal:-)

Direkt fanden wir wieder nette Gesprächspartner. Zwei deutsche Ehepaare, eins aus Aachen und eins aus Hannover. Wir erfuhren wieder viel über das Reisen mit dem Mobil, lernten etwas über die für uns noch unbekannten Regionen in Spanien und Südfrankreich. Dann liefen wir in die Stadt und an den Strand. Schauten die Panzer an, lasen alle Infos über D-day am 6. Juni 1944. Wir kauften ein kleines Buch im Laden und lasen das dann direkt im Mobil. Esra und Amy schrieben zusammen einen Text darüber.

Bis zum Abend unterhielten wir uns wieder im Freien, tranken einen Kaffee (zu spät für mich, wie ich in der schlaflosen Nacht später bedauerte) und bräunten uns in der Sonne. Ich lief abends zusammen mit Amy nochmal Richtung Strand. Bestaunte die Stände bei Flut, eigentlich gab es keine Stände mehr zu sehen, so hoch war das Wasser. Es war nah an Vollmond. Wir liefen bis zur Steilklippe am anderen Ende des Ortes, standen hoch über dem Meer und dachten daran, wie sich die Soldaten gefühlt haben mußten, als sie hier im Krieg waren und so viele Kameraden sterben sahen.

 

Amy, Noah und Esra vor dem Bunker am Strand, Arromanches

Amy, Noah und Esra vor dem Bunker am Strand, Arromanches

 

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23. Mai 2011

Normandie – Sonne und kalter Wind

Wir haben noch immer kein mobiles Internet, sind bei Freunden online. So werde ich nun einfach mal ein paar Tage unseres Reiseberichtes so nach und nach “automatisch” online stellen:-)

Hier also die Tagebucheinträge:

Gunter und Esra schauen sich die Delikatessen an

Gunter und Esra schauen sich die Delikatessen an

Wir fuhren am 12. Mai gen Westen. Hatten wie immer bis zuletzt mit den Fotos gearbeitet, noch welche verschickt, an Wettbewerben teilgenommen. Noch hatte ich nicht alle Fotos von unserem skandinavischen Winter gesichtet und von Raw entwickelt. Da steckt noch sehr viel Arbeit drinnen, wir waren den Winter über fotografisch sehr aktiv. Bald werde ich damit beginnen meine Multimedia Show zu verbessern, denn noch nie hatten wir so viele verschiedene Nordlichter gesichtet, und so schöne Schneelandschaften über einen so langen Zeitraum genießen dürfen.

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