Sneglehuset – Thyboron

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Kalter Wind wehte uns schon früh um die Ohren. Wir hatten heute vor, dass „Sneglehuset“ in Thyboron anzusehen, und vielleicht nochmal zum Leuchtturm von Bovbjerg zu fahren.  Es dauert immer etwas, bis wir morgens alle fertig sind, aber es eilte auch nicht, weil das Museum erst gegen 11:00 Uhr öffnen würde. Das schafften wir dann auch ohne Probleme. Auf der Hinfahrt merkten wir den Wind, der Schnee wehte über die Straße und häufte sich an bestimmten Stellen auch ziemlich auf. Wir fuhren an all den schönen Stränden vorbei, würden sie ja gerne noch erkunden, jedoch läd das Wetter zur Zeit so gar nicht zum Verweilen im Freien ein. Beißender Wind, ja, den hatten wir. Es tat weh, stechender Schmerz vor allem im Gesicht. Die anderen Körperteile hatten wir in Extra-Lagen Kleidung versteckt. Noch eine Schicht paßte drauf, aber mehr geht nicht mehr, denn dann können wir uns nicht mehr bewegen.

Esra, Amy und Noah im Sneglehuset

Esra, Amy und Noah im Sneglehuset (Für Frank – nicht, dass wir unsere Kinder verstecken würden:-)

Schon der Weg vom Parkplatz zum Schneckenhaus war anstrengend, wir waren innerhalb der paar hundert Meter schon kräftig durchgekühlt. Gingen dann auch alle sofort hinein ins schmucke Muschel-Häuschen. Leider gab es nur einen Ausstellungsraum, der zwar mit zahlreichen Exponaten gefüllt war, jedoch blieben alle unsere Fragen erst mal unbeantwortet. Der ausgiebige Tee- und Kaffeegenuss  vom Frühstück forderte seinen Tribut, wir sehnten uns erst mal nur nach einer Toilette. Es gab dummerweise keine. Wir waren uns deshalb einig, dass die 140 DKK Eintritt zu viel waren. Nun, es ist schon in Ordnung, dass das Haus mit den Eintrittsgeldern erhalten wird, denn es ist eine Augenweide. Doch wir waren erstmal enttäuscht, weil es drinnen nicht mehr viel mehr zu sehen gibt. Die Hauptattraktion ist die Aussenfassade.

Auf der Suche nach einer Pinkelmöglichkeit endeten wir schließlicham Strand. Die Wellen knallten mächtig herein. Etwa 100 Bunker vom 2. Weltkrieg verzieren den Strand noch zusätzlich in beide Richtungen. Im trüben Licht des bedeckten Tages wirkte das alles extrem trist. Natürlich waren die Toiletten geschlossen, saisonal oder kältebedingt. Wir pinkelten dann am Strand im Wind  – auch mal ein Erlebnis!

Bei den Windrädern im Fjord hielten wir noch kurz an, am Horizont ein Chemiewerk. Die Stadt fanden wir insgesamt zu industriell und nicht wirklich interessant. Auf dem Rückweg hatte der Wind die Straßen weiter zugeweht. Wir verweilten nicht mehr am Leuchtturm oder an einem Strand, sondern sehnten uns nach der warmen Wohnung und was deftigem zum Essen. Warme Wohnung? Das Feuer war natürlich runtergebrannt. Der Wind weht auch im Haus durch die Ritzen. Also, wieder Feuermachen und das Essen vorbereiten.

Unsere beiden Damen hatten noch nie Bean Burritos probiert, die wir oft und gerne essen. So machten wir dann kulinatirsche Expeditionen und wurden dabei so satt, dass wir sogar nachmittags alle müde in die Betten sanken. Ein Mittagschlaf hat auch mal was.

Abends würfelten Edeltraud, Heidemarie und Amy, die Männer spielten Schach und ich schaute mir die  Waltons im Internet an. Später beendeten wir den Abend mit einem gemeinsamen Film.

Gabi

hier schreibt Gabi

Ich liebe das Reisen, die Fotografie und meine Familie!
Am besten - alles zusammen!

Autor: Gabi

hier schreibt Gabi Ich liebe das Reisen, die Fotografie und meine Familie! Am besten - alles zusammen!

4 Kommentare

  1. Hi Gabi,

    hier gibts noch mehr Menschen, die die Bean Burritos nur dem Namen nach aus euren Berichten kennen.
    Die gabs doch auch in Schweden. Stand das was genaueres dabei?
    Wär doch was für die Serie „Esra erklärt uns die Welt“.
    Wie schweinekalt ist es bei euch? Wir haben jetzt ( 9Uhr ) -16° und eisigen Wind .
    Wenn man eure Bilder anschaut, sieht man aber, dass es euch richtig gut geht 😉 Wir müssen wohl keine Angst haben, dass ihr einfriert.

    Alles Gute

    Ursula

  2. Hi Ursula,

    na dann mußt Du ja mal kommen, dann bekochen wird Euch zur Abwechslung:-) schmecken lecker die Burritos:-)
    Nein, Du brauchst Dir keine Gedanken machen. Wir heizen hier fleißig, der Ofen frisst das Holz gerade so weg…Wir dachten schon, wir hätten genug Holz gekauft, heute machten wir bereits den letzten Sack auf.
    Heute werden wir mal nach Esbjerg fahren. Nicht an den Strand…
    liebe Grüße
    Gabi

  3. Hallo Gabi,
    wie schön wieder mit euch unterwegs seien zu dürfen!!
    Wann schreibt Ezra mal wieder einen Artikel? Sein Stil und seine Weltsicht sind genial!
    Viele liebe Grüße von
    Michaela aus Halle/W.

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