Plage de Kerel, Wanderung entlang der Küste

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Der Blick aus dem Fenster zeigte alles grau in grau, was uns recht war, wir wollten mal länger schlafen:-)  Auch, wenn die Insel recht klein erscheint, die Küste ist vielfältig. Zudem sehen die einzelnen Strandabschnitte je nach Wetter und Gezeitenstrand wieder völlig anders aus. Wir besuchten erstmal den Supermarkt in Le Palais, denn es war Samstag und wir wollten die Vorräte für’s Wochenende aufstocken. Danach fuhren wir auf den engen Gassen zum Plage Kerel. Am liebsten wäre ich ja eine Stunde vor dem niedrigsten Strand der Ebbe da gewesen, nur hatten wir irgendwie zu lange getrödelt.

Leuchtturm in Sauzon

Leuchtturm in Sauzon

Die Fußfischer machten sich schon auf den Heimweg. Auf dem Parkplatz zogen sich gerade zwei Herren die hohen, wasserdichten Fischerhosen aus, die Eimer waren schon im Kofferraum verstaut. Natürlich sprach ich sie an:-) Meine Familie wollte schon Reisaus nehmen, denn solche Gespräche enden sehr oft in einem kulinarischen Desaster! Das hatten wir schon oft, dass wir irgendetwas Rohes fast noch lebendiges essen mußten. Ja, und so endete es auch hier. Die beiden Franzosen hatten Seeigel gesammelt, einen ganzen Eimer voll. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie man die essen kann. So durften wir das jetzt direkt versuchen. Ein Seeigel wurde aufgeknackst mit dem Messer, die Gedärme beiseite geschoben, am Rand lag so eine gelblich, hubbelige Masse. Die bekam ich auf die Hand. Das wären die Eier des Seeigels, Seeigelkaviar also. Hmm, also rein in den Mund – salzig, glibbrig, so wie alter Seetang riecht und schlucken. Naja, einmal reicht:-) Der Rest der Familie kam auch nicht drum herum, jeder bekam ein wenig des Seeigelkaviars:-) Ja und hinterher war doch jeder begeistert. Wir hatten es probiert und können nun von uns behautpten, dass wir mutige Seeigelkaviar Esser sind.

Ebbe

Ebbe

Flut

Flut

Der Strand war lang, sehr lang. Aber nicht längs der Wasserlinie sondern nach hinten ausgedehnt. Das wäre bei einer schnell hereinlaufenden Flut nicht ungefährlich. Wir erkletterten schließlich den Wanderweg oberhalb des Strandes, die Jungs blieben an einer Stelle sitzten und ließen die Kamera laufen, damit wir später sehen könnten, wie schnell die Flut tatsächlich hereinlaufen würden. Wir erwanderten derweil die Küste und es war sehr anstrengend. Es ging nur und sehr steil auf und ab. Wir kamen mächtig ins Schwitzen, glücklicherweise knallte die Sonne nicht so stark wie gestern. Trotzdem zogen wir alle Pullover aus. Der Küstenabschnitt begeisterte uns genauso, wie er es wohl mit Monet gemacht hatte. Die Farben, das Zusammenspiel von Fels und Meer, einfach fantastisch.

Felsen und Wellen

Felsen und Wellen

Gabi und Amy fotografieren

Gabi und Amy fotografieren

abends am Pointe de Poulains

abends am Pointe de Poulains

Küste

Küste

Abends zog es uns wieder zum Pointe de Poulains. Gunter und die Jungs waren müde, ich war voller Energie und konnte mich nicht vom Meer lösen. Ich fühle mich so wohl, wenn ich fotografierend an der Küste wandeln kann, da finde ich kein Ende:-) So zog ich zusammen mit Amy nachts nochmal los und lief nach Sauzon hinein. Jetzt war Flut, die Boote schaukelten im Hafen. Nur eine einzige Pizzeria hatte geöffnet. Alles war friedlich.

Sauzon

Sauzon

 

Gabi

hier schreibt Gabi

Ich liebe das Reisen, die Fotografie und meine Familie!
Am besten - alles zusammen!

Autor: Gabi

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1 Kommentar

  1. Hallo Gabi!

    Die Küstenfotos schauen gigantisch aus. Vor alle mit der Strömung wirken die Bilder fast unwirklich schön. Toll gemacht!

    Liebe Grüße
    Marco

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