Der Möwe Verzweiflung

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Am Strand bei Prerow hatten wir auf einer Wanderung die Freude, einer verzweifelnden Möwe beim vergeblichen Versuch zuzusehen, eine kleine Flunder zu fressen. Denn für die arme Möwe war die Flunder mitnichten klein, sondern viel zu groß. Sie wollte einfach nicht durch den Schnabel und durch die Speiseröhre passen.

Anfangs war die Möwe noch stolz mit ihrem gigantischen Fang umherstolziert, damit ihn auch jeder bestauen möge. Mit einer den Seevögeln vorbehaltenen „Eleganz“ watschelte sie die Wasserlinie auf und ab, traute sich aber nicht, uns zu nahe zu kommen. Das Angeben und Herumprotzen funktionierte wunderbar;  wir sahen sie und machten Fotos. Doch das eigentliche Fressen, das wollte auf den ersten Anhieb nicht klappen. Auf den Zweiten auch nicht. Möwe blieb stehen und schien kurz nachzudenken. Sie spuckte den Fisch aus und nahm in anderstherum wieder in den Schnabel, doch was beim ersten Mal nicht passt, passt auch dannach nicht.

Oder doch? …

 

Schau, ich hab 'nen Fisch!

Schau, ich hab ’nen Fisch!

Nicht kompatibel

Nicht kompatibel

Sie schmeißt ihn hin

Sie schmeißt ihn hin

Verdammnt!!

Verdammnt!!

Der Kleine wirkt mit Absicht desinteressiert

Der Kleine wirkt mit Absicht desinteressiert

Sie gab nicht auf!

Sie gab nicht auf!

Irgendwann hatte die das Flossenvieh südlich des Schnabels, und für einen kurzen Moment sah es auch fast so aus, als ob sich nun endlich der kleine Möwenmagen damit herumzuschlagen haben würde.

…aber nein, die Speiseröhre passte nicht! So ging das nun die ganze Zeit weiter, und Gabi und Gunter konnten in Ruhe Bilder machen. Das Wort „Aufgeben“ war definitiv nicht im Wortschatz dieses Vogels vertreten (anderseits kann man das über jedes Wort sagen…. doch über „Aufgeben“ besonderst!) Irgendwann nahmen auch andere Strandbewohner den invinite loop in der Möwenhirnprogrammierung wahr und sahen sich die Sache näher an. Ein winziger Strandläufer kam angeflizt und heimste sich sofort einen Haufen hasserfüllter Blicke von der Möwe ein. Er umtänzelte sie und wollte ihr allem Anschein nach die Flunder streitig machen, was wir sehr amüsant fanden.

Es dauerte eine Weile bis es allen (außer der Möwe, natürlich) langweilig wurde. Der Strandläufer wurden von einer riesigen Qualle abgelenkt (jeder mag Pudding!) und wir gingen weiter unseres Weges. Ich frage micht, wie lange die Möwe es noch probiert hat, und ob es ihr irgendwann gelungen ist…..

Gabi

hier schreibt Gabi

Ich liebe das Reisen, die Fotografie und meine Familie!
Am besten - alles zusammen!

Autor: Gabi

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3 Kommentare

  1. … und denkt auch mal einer an den armen Fisch?????

    Nein, ehrlich, schöne Geschichte. Da geht man gleich mit mehr Elan an die Arbeit (hoffentlich bin ich heut nicht der Fisch…)

    Euch und allen Lesern einen schönen Tag und euch einen sonnigen, fotoreichen Tag, soll ja wieder schön werden heute an der Küste.
    LG Gabi

  2. Wirklich eine schön erzählte Geschichte eures Jungautoren;-) Wenn er noch erklärt, was mit “ invinite loop “ gemeint ist, kann er einige Bildungslücken schließen.

    Er darf gerne öfter berichten ( und damit seine Mutter entlasten :-)) )

    LG Ursula

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