Leuchttürme im Süden Norwegens

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Wir entschieden uns, zwei Leuchttürme, die zwar auf Inseln standen, doch vom Festland aus zu sehen waren, vor die Linse zu nehmen. Durch engen Gassen fahrend erreichten wir die Bunkeranlagen vor dem Møkkalasset Fyr. Die Bunkeranlagen waren irgendwie faszinierend und beängstigend zugleich. Esra lief mit meiner Taschenlampe durch die Gänge, in große Hallen hinein und er quetschte sich durch festgerostete alte Türen. Ich machte derweil mit dem Teleobjektiv Aufnahmen vom kleinen, unscheinbaren Leuchtturm auf den Schäreninseln. Zahlreiche Sportboote waren auf dem Wasser, das Brummen der Motoren hallte weit durch die Landschaft, ansonsten war es sehr friedlich.

Møkkalasset Fyr

Møkkalasset Fyr

Gewundene, enge Strassen führten  uns zum Lyngør Fyr, der auch auf einer vorgelagerten Insel liegt. Jetzt hatte das abendliche Licht eine magische Qualität erreicht. Wir staunten, genossen den Anblick der die feinen, weissen Holzhäuser, die auf den Felsen direkt am Wasser standen. Hier kosten die Ferienhäuser soviel wie ein „normales“ Haus, und es ist verboten, das ganze Jahr über hier zu wohnen. Von einem Auswanderer erfuhren wir, dass die Hausbesitzer der Inselhäuser für den Winter Leute suchen. Man können dann kostenlos darin wohnen, oft wäre es aber tagelang schwierig, wegen schlechtem Wetter von der Insel wieder weg zu kommen. Das hört sich für uns trotzdem gut an. Leider fand ich auf die Schnelle keinen Ansprechparter.
Wie liefen entland der Holzstege um einen guten Blick auf den Leuchtturm zu bekommen. Wirklich kreativ war die Fotosession nicht, weil der kirchenähnliche Leuchtturm nur mit längster Telebrennweite aufzunehmen war.   Es fährt zwar ein Wassertaxi zur Insel, aber nur zu den normalen Geschäftszeiten, wir waren leider zu spät.

Vom Steg aus blickten wir auf große Quallen, sahen den Fischen zu, entdeckten Seescheiden und noch viel meer!!
Wir übernachteten auf dem Parkplatz am Hafen, und schliefen uns am nächsten Morgen mal richtig aus. Dann rückten wir der Unterwasserwelt mit der GoPro auf den Leib. Das war fantastisch.
Auf einem wieder äußerst engen Weg, den ich gerne vermieden hätte, schlichen wir nach Risør. Den Leuchtturm am Hafenausgang fanden wir sofort, doch das Licht war mittäglich langweilig, dafür wollten wir nicht ewg in der Hitze herumwandern. Stattdessen rückten wir den Quallen im Hafenbecken auf den Leib. Leider setzte unsere GoPro dem Treiben ein schnelles Ende, weil die Batterie wieder mal leer war. Viel Kapazität hat sie wirklich nicht, uns sollte besser vor jedem Einsatz voll geladen werden.

Der Hafen von Kalvøysund

Der Hafen von Lyngor

Die Reicherts wandern auf dem Steg

Die Reicherts wandern auf dem Steg

Lyngør Fyr

Lyngør Fyr

Ja, und ich habe es geschafft, für Euch einen kurzen Film hochzuladen. Leider können wir die Filme noch nicht bearbeiten und auch das Schneiden ist sehr mühsam am langsamen Notebook, aber: ich denke, es reicht für einen ersten Eindruck 🙂

Von Risør machten wir uns frühnachmittags auf den langen Weg über Oslo nach Løten wo wir norwegische Homeschooler besuchen wollen.
Die Fahrt dauerte  fünf Stunden, dabei passierten wir zahlreiche Mautstellen an denen die Norweger kräftig an uns verdienten. Wir haben uns keinen Autopass besorgt, werden aber an den Mautbrücken registriert. Die Rechnungen dürften sich deshalb daheim irgendwann im Briefkasten einfinden. Die ganzen Mautgebühren werden wohl für den vierspurigen Ausbau der E6 verwendet, dafür sprengen die Norweger ganze Berge weg, oder  bohren neue Tunnel.
Geschlaucht durch die anstrengende Stop-and-Go-Fahrt in Oslo fanden wir nach einigem Suchen endlich unser Ziel. Mary empfing uns mit einer super leckeren Fischsuppe. Wir erzählten danach noch bis fast 11:00 Uhr, krochen in unsere Betten und verbrachten eine ruhige Waldnacht.

Gabi

hier schreibt Gabi

Ich liebe das Reisen, die Fotografie und meine Familie!
Am besten - alles zusammen!

Autor: Gabi

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5 Kommentare

  1. Schade, daß es mit dem Wassertaxi zum Lyngor Fyr nicht mehr geklappt hat……aber ich hatte schon fast vermutet, daß um diese Jahreszeit die Boote nicht mehr so oft fahren.
    Trotzdem habt ihr ja eine ganz schöne Fotoausbeute errungen ! Und der kurze Film kann sich doch auch sehen lassen !

    Noch kurz zum Internet – ich hoffe ja sehr, daß sich das Problem mittlerweile gelöst hat. Habe bisschen in Foren recherchiert, aber die meisten Touristen kaufen entweder den Stick von Netcom oder Telenor, oder bringen den vom Discounter aus Deutschland mit, was für Euch ja nun nicht mehr durchführbar ist.
    Doch probiert es einfach nochmals mit einem Netcom-Stick aus, im Großen und Ganzen waren alle Touris sehr zufrieden damit, sogar auf den Lofoten hätten sie tolle Verbindung gehabt. Einfach im Laden vor Ort gleich testen…..
    Drück Euch die Daumen !

  2. wow, danke Ricarda.
    Morgen werden wir einfach nochmal in den Laden gehen und fragen!
    Ansonsten klappt ja die Verbindung schon mal!

    Vielen lieben Dank.

    Gabi & gang

  3. Den kleinen Leuchtturm kenne ich, habe ihn mehrmals fotografiert. Es ist eine schöne Küste, hat aber einen Nachteil. Man kommt an vielen Stellen nicht ran, weil sehr viel Gelände privatbesitz ist. Wir haben uns ein Boot geliehen, um an eine Stelle (wo ich unbedingt hin wollte) ranzukommen. Dort war auch ein kleiner Leuchtturm, von Land aus keine Chance.

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