Von Vågsøy nach Namsos – und „Ein Stein fällt ins Wasser“

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Leider war der Morgen wieder trüb, die Wolken zogen es aber vor, sich nicht über uns zu entleeren. Wir verließen Vågsøy, die Brücke war ohne Sturm plötzlich angenehm zu fahren.
Wir nahmen die E39 Richtung Alesund, auf den Fährfahrten taten sich grandiose Aussichten auf Bergpanoramen  mit farbkräftigen Booten auf. Kurz vor Alesund machten wir einen kurzen Abstecher zu den Devold Fabrikken, einer Sammlung von Outlet-Stores, wo es günstige Wollwaren zu kaufen gibt. Meine einzige wollene lange Unterhose löst sich durch andauernde Benutzung fast auf, jetzt war die Zeit, sie durch eine neue zu ersetzen.

Ein Roadtrip zum Genießen

Das Wetter hatte sich inzwischen von grau und bedeckt auf sonnig umgestellt. Jede Kurve, jeder Hügel eröffnete neue Aussichten. Das Abendlicht hüllte die Berge, Fjorde und Brücken in intensives rotorangenes Licht. Wir kennen Norwegen seit vielen Jahren und müssten mittlerweile an diese Grandiosität gewöhnt sein. Landschaft und Licht – besser als hier kann es wohl nicht werden!
Es war schon dämmrig, da fanden wir auf der Halbinsel Tingvoll einen Platz an einem einsamen Sandstrand. Ein Bauer verteilte gerade Gülle auf dem benachbarten Feld. Oh welch intensiver Geruch nach Landluft. Hier werden alle Sinne beansprucht 🙂

Bäume am Fjord

Bäume am Fjord

früh morgensfrüh morgens

früh morgens

Wir liefen den Strand entlang, seicht schwappte das klare Fjordwasser auf die Felsen. Baumstämme, die an riesige Skelette erinnerten, säumten das Ufer. Die müde Sonne verschwand gerade hinter den Bergen in der Ferne. Ein kleines Auto fuhr klappernd über die hölzerne Schwenkbrücke, bremste und wendete wieder. Vier junge Männer, die sich als deutsche und österreichische Studenten entpuppten, quollen aus dem Fahrzeug. Ob wir hier übernachten würden? Ja, das hatten wir vor.  „Na dann gesellen wir uns zu euch“ meinte einer der Vier. Die Jungs bauten in Ufernähe ein kleines Zelt auf, sie sammelten Holz und machten es sich kurz daruf Würstchen grillend am Feuer gemütlich.
Die Dämmerung wich tiefdunkler Nacht, über uns erstreckte sich gut sichtbar die Milchstrasse. Klar funkelten die Sterne bis hinunter zum Horizont.
Ich fotografierte das Mobil und die vom flackernden Feuer beschienenen Bäume. Ein leichter Nordlichtschimmer zeigte sich am nördlichen Horizont. Die Nacht war ruhig und erholsam, trotz Landluft.

Lagefeuer und SterneLagefeuer und Sterne

Lagefeuer und Sterne

Wir tranken morgens gemeinsam einen Kaffee mit den vier Studenten und erfuhren dabei einiges über Auslandstudiensemester in Norwegen. Das Studium in Trondheim würde, wenn es von Erasmus organisiert ist, nichts kosten. Die Professoren seien freundlich, sie würden den neuen Studenten sogar die Stadt zeigen. Die Zimmerpreise wären allerdings hoch, aber das Studentenheim bezahlbar.

Die Studenten bauen das Zelt wieder ab

Die Studenten bauen das Zelt wieder ab

Wir verbrachten wieder ewige Zeit auf der Straße, es geht langsam voran auf Norwegens Küstenwegen. Doch bietet die Fahrt zahlreiche traumhafte Aussichten und viel Abwechslung. Sonst fahren wir ja meist durch Schweden. Da geht es schneller, ist aber auch viel langweiliger.

In Trondheim verließen wir kurz den lebhaften Verkehr und suchten einen Netcom-Laden auf, der uns die seltsamen Meldungen auf unserem Internet-Stick enträtseln konnte. Der Shop in Arendal hatte uns tatsächlich eine Telefonkarte fürs Internet angedreht, die dafür nur bedingt geeignet war, dafür teurer. Jedenfalls bekam es der junge Verkäufer schnell hin, unser Guthaben auf den letzten verfügbaren Netcom-Internetstick zu transferieren, jetzt haben wir endlich störungsfreies, schnelles Internet, wenn Mobilfunk erreichbar ist.
Der Tag, der sonnig begann, trübte sich gegen Abend wieder etwas ein. Als wir auf die RV 17 kamen fiel das Licht am Wohnmobil aus – aber, darüber hatte ich bereits berichtet.

Hier noch ein kurzes Filmchen von einem Stein, der ganz zufällig direkt vor der Kamera ins Wasser fällt 🙂

Gabi bei der Arbeit

Gabi bei der Arbeit

Esra und die GoPro

Esra und die GoPro

 Übersichtsseite Norwegenreise 2013

Die Route von zwei Tagen:


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Gabi

hier schreibt Gabi

Ich liebe das Reisen, die Fotografie und meine Familie!
Am besten - alles zusammen!

Autor: Gabi

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5 Kommentare

  1. Ihr seid zu beneiden ! Einfach gemütlich die Küste hochfahren, an wunderschönen Plätzen anhalten und die herrliche Natur genießen…..freut mich für Euch, daß Ihr dies alles so genießen könnt !
    Das Bild vom Lagerfeuer unterm Sternenhimmel ist wunderbar !
    Muß mich nur wundern, warum alle (also neulich auch Eure Bekannte in Oslo) so einfach ein Lagerfeuer entfachen……denn eigentlich ist es doch erst ab 15.09. wieder erlaubt. Es sei denn es handelte sich um so einen Einweg-Grill, den kann man auch im Sommer benutzen.

    Auf alle Fälle, weiterhin eine super Zeit und Gute Fahrt !

    • Hi Ricarda,

      da habe ich tatsächlich auch dran gedacht…
      Bei Mary war es ja im Garten. Die Jungs machten das Feuer auf dem steigigen Strand. Einen Einweggrill hatten sie aber auch dabei.

      Mir gefiel das Feuer als Fotomotiv sehr gut.

      liebe Grüße

      Gabi

  2. Oh Mann, welche Farbenpracht! Ihr seid echt zu beneiden. Die RV 17 ist eine tolle Stecke und bei diesem Wetter noch schöner:-)

    Fahre gedanklich mit 😉

    LG Ursula

  3. Schön, dass wir mit euch reisen dürfen. Ich freue mich jedesmal, wenn mein RSS-Feed- Reeder wieder einen neuen Eintrag anzeigt. Die Filmchen find ich witzig zwischendurch. Man bekommt völlig neue Einblicke in die Dinge.

    Ach ja, der Leuchtturmkalender kam übrigens gut an bei der Beschenkten. Er wird einen Platz im Büro bekommen. Ich hoffe sie vergisst dann das Arbeiten nicht 😉
    Habt weiterhin Spaß.

  4. Hi Ursula und Claudia,
    wir freuen uns immer, wenn Ihr auch mit uns reist 🙂
    Ursula, das Wetter ist eher gemischt. Mal regnet es zwei Tage am Stück, dann haben wir wieder ein paar Stunden lang Traumwetter. Da wir bei dem guten Wetter mehr fotografieren, sieht das im Blog wohl richtig positiv aus 🙂

    liebe Grüße

    Gabi

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