Erwin Hymer Museum in Bad Waldsee und warum „Lonely Planet“ nur ein Missverständniss war

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Den Tipp mit dem Hymer-Museum haben wir am Bodensee bekommen, als die Sonne farbenfroh hinter dem Horizont verschwand. Gabi war am Strand mit Leuten ins Gespräch gekommen, die wir vorher als Silhouette gegen den Sonnenuntergang fotografiert hatten.

Das Erwin-Hymer-Museum in Bad Waldsee

Das Hymer-Museum in Bad Waldsee liegt zwischen Ravensburg und Ulm, ziemlich genau auf unserer Rückfahrroute, da war die Entscheidung schnell getroffen, da fahren wir vorbei.
Schon von weitem fällt uns der rechteckige Stahlkasten mit der Glasfront auf. Er ist einem Caravan-Fenster nachempfunden und wirkt so ein bißchen wie ein Puppenhaus mit mehreren Stockwerken, in das man von außen reingucken kann.
Das Innere ist luftig und weiträumig gestaltet. Über 80 Wohnanhänger und Reisemobile sind thematisch und chronologisch aufgereiht.

Am Anfang gab es richtig coole Ideen

Wir folgen den Wegweisern und staunen über die teils skurrilen Ideen und den Erfindungsreichtum, der ersten Wohnwagenbauer. Da gibt es Hubdächer, Sonnenterassen, Slideouts, Zeltkonstruktionen, absenkbare Böden und und und…
Vom Minianhänger bis zum 12 Meter langen amerikanischen Airstream können wir alles besichtigen, wenn auch nicht betreten. Zu jedem Ausstellungsstück gibt es Informationstafeln. Darauf sind nicht nur technische Einzelheiten vermerkt, viel besser gefallen uns die abenteuerlichen Reisebeschreibungen, speziell aus den Anfangszeiten des mobilen Reisens. Die Geschichten um den Hippie-VW-Bus und Indien, oder die mit dem Tuktuk von Thailand über die Seidenstraße nach Deutschland sind absolut faszinierend, individuell und noch von keinem Reisebüro oder Abenteueragentur durchgeplant gewesen.

Am Eingang des Hymer Museums, da laufen dann in der Tür die packenden Wohnmobil Besitzer

Am Eingang des Hymer Museums, da laufen dann in der Tür die packenden Wohnmobil Besitzer

Dethleffs Wohnauto - Deutschlands erstes Wohnwagen

Dethleffs Wohnauto – Deutschlands erstes Wohnwagen

Das Erwin Hymer Museum

Das Erwin Hymer Museum

Zündapp Janus

Zündapp Janus

Innenansicht des Mikafa Student Spezial

Innenansicht des Mikafa Student Spezial

Mikafa Reisemobil Deluxe - das Wohnmobil für äußerst wohlhabende Personen kostete 1959 unglaubliche 42500 DM. Es wurden nur 12 Fahrzeuge gebaut, von denen heute noch 7 existieren!

Mikafa Reisemobil Deluxe – das Wohnmobil für äußerst wohlhabende Personen kostete 1959 unglaubliche 42500 DM. Es wurden nur 12 Fahrzeuge gebaut, von denen heute noch 7 existieren!

Volkswagen T1 - Ex-Behördenfahrzeug. Ein echte Hippie Fahrzeug! Es fuhr 1977 nach Indien, Sri Lanka und Nepal, befindet sich im Zustand, wie er im Jahr 2000 von seiner letzten großen Fahrt "nur" nach Afghanistan zurückkam!

Volkswagen T1 – Ex-Behördenfahrzeug. Ein echte Hippie Fahrzeug! Es fuhr 1977 nach Indien, Sri Lanka und Nepal, befindet sich im Zustand, wie er im Jahr 2000 von seiner letzten großen Fahrt „nur“ nach Afghanistan zurückkam!

Von wegen Rentnerschaukeln

Das hat wirklich nichts mit gemütlichem Rentnerschaukeln zu tun, wie die Caravaning-Szene heutzutage von Spöttern öfters bezeichnet wird.

Von wegen „Lonely Planet“

Besonders gefällt uns die Story von dem Londoner Paar Tony und Maureen Wheeler, die 1972 in ihrem Austin Minivan durch ganz Asien nach Australien reisten. Sie kamen mit nur 27 Cent in der Tasche in Sydney an. Dort tippten sie ihre Tagebücher ab und verkauften Kopien, so war der erste alternative Reiseführer geboren: „Across Asia on the Cheap“. Die beiden gründeten daraufhin einen Verlag, dessen Name auf einem Missverständnis beruht, Tony mochte den Song „Space Captain“, worin Joe Cocker vom „Lovely Planet“ singt. Tony verstand aber „Lonely Planet“. Und so heisst ihr Verlag halt „Lonely Planet“.

 

Expertise Icon Chrome - "Tuk Tuk" eine Autorikscha, die große Entferungen zurücklegte. Zwei Abenteurer fuhren damit nachdem sie mit dem Rad um die halbe Welt geradelt waren, von Thailand über due Seidenstraße  und über Afrika zurück nach Deutschland. Sie legten 37410 km zurück und kamen damit ins Huiness Buch der Rekorde!

Expertise Icon Chrome – „Tuk Tuk“ eine Autorikscha, die große Entferungen zurücklegte. Zwei Abenteurer fuhren damit nachdem sie mit dem Rad um die halbe Welt geradelt waren, von Thailand über due Seidenstraße und über Afrika zurück nach Deutschland. Sie legten 37410 km zurück und kamen damit ins Huiness Buch der Rekorde!

Wohnmobilisten waren Schriftsteller, Reisefotografen und Künstler

Uns ist ebenfalls angenehm aufgefallen, dass etliche der Pioniere des Caravanings als Schriftsteller, Reisefotografen oder Künstler gewirkt haben. Theo Rockenfeller, Heinrich Hauser und Arist Dethleffs mit seiner Frau Friedel Edelmann sind bekannte Beispiele. Sie hatten einfach eine freiere, flexiblere Art des Reisens gewünscht, um ihren Wirkungskreis zu erweitern. Das ist auch exakt der Grund, warum wir viel mit dem Reisemobil unterwegs sind.

 

Weltreise

Unser Rundgang durch die Halle wird von vier riesigen Fotohintergründen unterbrochen. Wir verkleiden uns mit den bereitliegenden Accessoires und lassen und von der fest installierten Kamera fotografieren. Wir haben unseren Spaß und Fake-Urlaubsfotos aus Venedig, aus Mexiko, den U.S.A. und von irgendeinem Strand. Die haben wir uns hinterher von der Hymer-Homepage heruntergeladen.

Den Artikel findest Du in ähnlicher Form auch bei Web.de, 1un1.de und gmx.de
 
Mit Dank an das Erwin Hymer Museum, welches uns eingeladen hat!

Gabi

hier schreibt Gabi

Ich liebe das Reisen, die Fotografie und meine Familie!
Am besten - alles zusammen!

Autor: Gabi

hier schreibt Gabi Ich liebe das Reisen, die Fotografie und meine Familie! Am besten - alles zusammen!

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2 Kommentare

  1. Hallo,

    Danke für diesen interessanten Bericht. Wusste nicht, dass es dieses Museum gibt, aber, sollte ich mal in der Nähe sein, werde ich dort hin gehen.

    Liebe Grüße
    Ursula

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