Tag 4 der Schweden-Radtour. Ein Ruhetag

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Am vierten Tag unserer Tour wachten wir wieder irgendwann zwischen 6 und 7 Uhr auf. Wir frühstückten, ich inspizierte die Räder, wie packten das Zelt zusammen – die übliche Routine. So wirklich viel Lust auf eine weite Strecke hatten wir allerdings an diesem Tag nicht. Das lag zum einen daran, dass wir keine Idee hatten, auf welchen Wegen wir um den Vättern-See herum kommen würden, und zum anderen an dem fiesen Wind. Jeder, der sich gelegentlich auf zwei Rädern bewegt, weiß: Wind ist der schlimmste Feind des Radfahrers. Jeder Hügel und jeder Berg hat irgendwo einen Gipfel, und dann wird man für das ewige Bergaufradeln mit einer netten Abfahrt belohnt. Wind allerdings hat kein absehbares Ende, und außerdem ist es auch nirgends garantiert, dass man mach drei Stunden Gegenwind auch mal irgendwann Rückenwind bekommt (der kommt so selten vor, dass er unter Radfahrern fast den Status eines Fabelwesens hat).

So hielten wir uns an den Radweg, oder besser: an die Radrouten-Schilder an der Landstraße, und fuhren nur die 30km nach Motala. Dafür brauchten wir geschlagene drei Stunden, denn der Wind war an diesem Tag wirklich nicht zum Spaßen aufgelegt. An einer Haltebucht am Straßenrand legten wir eine Essenspause ein, es gab Zimtröllchen mit Bananen, und an einem Straßenspiegel machten wir ein Selbstportrait. Wirklich spektakulär war die Landschaft nicht, denn es hing ein unschöner, grauer Wolkenteppich drüber.

Selbstportrait im Straßenspiegel

Selbstportrait im Straßenspiegel

Immerhin waren die Radrouten erstklassig ausgeschildert

Immerhin waren die Radrouten erstklassig ausgeschildert

In Motala, einer größeren Stadt an Schwedens zweitgrößtem See, dem Vätternsee, machten wir uns dann auf die Suche nach einem Campingplatz. Wir durchquerten die Stadt (ohne Probleme, im Gegensatz zu unserer Erfahrung mit Norrköping) und fanden auf dem Weg eine Pizzeria. Wir hatten Hunger, außerdem waren wir auf der Tour noch nicht Essen gegangen, also überlegten wir nicht lange. Die Pizzen waren sehr groß, aber recht dünn.

Nach der leckeren Mahlzeit fanden wir recht bald den Campingplatz. Es war zwar erst 3 Uhr, doch wir waren für den Tag genug gefahren. Ich fuhr nochmal in die Stadt, um etwas Essbares einzukaufen, dann machten wir uns noch einen schönen Rest vom Tag. Neben dem Zeltplatz lag ein Fußballplatz, dort wurde tüchtig trainiert.

Am Vätternsee. Wie man sieht war es recht windig

Am Vätternsee. Wie man sieht war es recht windig

Am Yachthafen von Motala

Am Yachthafen von Motala

Autor: Esra

Ist der älteste Sohn seiner Eltern und hinterlässt überall Fahrradspuren.

6 Kommentare

  1. Vätternsee, da kommen bei mir Erinnerungen hoch. Ich war da vor einer Ewigkeit mal mit den Pfadfindern, leider hab ich keine Ahnung mehr wo genau…
    Ans Fahrradreisen hab ich mich noch nicht herangetraut bisher und daher lese ich euere Berichte mit großem Interesse. Daher auch an dich ein Dankeschön für die tollen Berichte und Bilder.
    Claudia

    • Ich kann dir das Radreisen nur ans Herz legen! Wir hatten davor auch keine Ahnung vom Radreisen, aber in Schweden und Dänemark war es viel einfacher als gedacht. Definitiv eine meiner Lieblings-Reisemethoden! 🙂

  2. hallo Esra, ich kann mir gut vorstellen, daß Radfahren bei dem Wetter kein Vergnügen macht. So ein Ruhetag tut ja auch mal ganz gut. Am Yachthafen von Motala gab es ja auch eine Menge zu sehen.
    lg edeltraud

  3. Hi Esra,

    das Selbstporträt im Spiegel ist ja lustig. Auf so eine Idee kommst auch nur Du 😉
    Aber in einem muss ich Dir widersprechen; Du schreibst :“Wind ist der schlimmste Feind des Radfahrers“, das stimmt nur bedingt. Es geht noch schlimmer: Wind und Starkregen dazu. Da überlege selbst ich, ob ich das Fahrrad mal stehen lasse;-)

    LG Ursula

  4. Hallo Esra,

    ich war bisher 3* am Vättern – jedes Mal Regen. Jetzt kann man sich was denken.
    War ja eine spannende Reise, die ihr da hattet!
    LG Gabi

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