Ein fotogener, grauer Tag – Wasserfall und Wellen

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Der Himmel war bedeckt, alles grau, kein Sonnenstrahl traf auf die Erde. Aber Regentropfen kamen auch keine unten an. Bornholm ist sehr vielfältig und gerade für solche Tage gibt es Regionen, die sich fotografisch lohnen. Wir suchten einen der Wasserfälle heraus – und zwar den Stavehøl Wasserfall im Norden der Insel. Was wir nicht erwartet hatten, war die Schönheit des Tals. Auf Bornholm gibt es sogenannte Spalttäler. Wenn man dran vorbeifährt sieht das erst mal nach nichts Besonderem aus.

Der Wasserfall Stavehøl

Läuft man jedoch auf einem Wanderweg hinein, wird es genial. So geschah es auch mit uns. Wir parkten das Wohnmobil mitten in den Feldern, da standen ein paar Bäume am Rand eines herbstlich umgepflügten Feldes. Wir folgten den Schildern zum Wasserfall und der Wanderweg ging plötzlich hinab und zwischen die Bäume, immer tiefer ins Tal. Wir fühlten uns wie in einer anderen Welt. Vom Wind war nichts mehr zu hören, der Bach gurgelte munter, Vögel zwitscherten, die Bäume verströmten einen waldigen Geruch, der Pfad war nicht mehr brav und eben, nein, jetzt ging es über Stock und Stein im wahrsten Sinne des Wortes. Wir waren allein im Tal und mit dem Wasserfall. Wirklich beeindruckend war der nicht, aber, wie gesagt das Tal, das war es!

WasserfallWasserfall

Wasserfall – cirka vier Meter hoch!

Bäume und kleiner Bach

Bäume und kleiner Bach

Der Bach im Tal

Der Bach im Tal

Wir verbrachten mehrere Stunden dort. Fotografierten das Bächlein, die Kinder erkundeten die Region und kletterten auf umgefallenen Bäume. Das laute Rauschen der wilden Wellen und das Einheitsgrau des Tages hatten wir gegen Waldesruhe und das Grün der Farne und Bäume eingetauscht.

Heligdom Klippen im regnerischen Wetter und mit großen Wellen

Der große Vorteil einer eher kleinen Insel – ich sollte vielleicht klein und kompakten Insel schreiben, denn Öland war sehr lang und alle Wege waren dort weit gewesen – ist es, dass wir schnell den Kontrast finden konnten. Vom ruhigen, beschaulichen Wald fuhren wir in wenigen Minuten zu den Heiligdom Klippen. Es war wie gesagt eh bewölkt, da würde es so gar nichts machen, dass die mittags eher im Schatten liegen. Schatten war überall. Aber, die Wellen, die wüteten noch immer und das wollten wir uns nicht entgehen lassen.

Wellen an den Heiligdom Klippen

Wellen an den Heiligdom Klippen

Am Strand

Am Strand

große und kleinere Felsen

große und kleinere Felsen

Wanderung entlang der Küste Bornholms

Wir wanderten entlang der Klippen, schauten von oben hinunter auf das Meer und die Wellen. Vom Museum aus liefen wir, bis der Wanderpfad sich allmählich dem Meer näherte und wir auf einem steinigen Strand mit Blick zu den Klippen standen. Auch dort verbrachten wir einige Stunden: diesmal der Urgewalt der Natur ausgesetzt. Die Wellen rauschten auf die Felsen zu, die Gischt sprühte und der Wind blies uns ins Gesicht. Genial! Wir fotografierten, Noah und Amy jonglierten mit Steinen und dann saßen wir einfach nur in den Steinen zusammen und staunten.

Amy und Noah jonglieren

Amy und Noah jonglieren

Aua, der Finger ist doch zwischen zwei Steinen gelandet

Aua, der Finger ist doch zwischen zwei Steinen gelandet

Gabi nach dem Fotografieren

Gabi nach dem Fotografieren

Auch wenn die Wolken den ganzen Tag drohend über uns hingen, es blieb trocken. Aber nur, bis der Regen gegen Abend dann doch vom Himmel fiel. Es regnete sich ein. Wir hatten unsere Dosis frische Luft und Natur intus, so suchten wir einen Campingplatz, um zu duschen und die Batterien des Mobils aufzutanken. Dort ließen wir es gemütlich angehen und lauschten den Rest der Nacht dem Trommeln der Regentropfen auf dem Dach des Mobils.

Gabi

hier schreibt Gabi

Ich liebe das Reisen, die Fotografie und meine Familie!
Am besten - alles zusammen!

Autor: Gabi

hier schreibt Gabi Ich liebe das Reisen, die Fotografie und meine Familie! Am besten - alles zusammen!

5 Kommentare

  1. Gabi, Du siehst richtig glücklich aus ! Aber auch kein Wunder bei der herrlichen Landschaft die Euch wieder mal umgibt…..
    Dieses Tal würde ich nur zu gerne auch mal erkunden…..sieht irgendwie so verwunschen aus.
    Ganz liebe Grüsse an Euch alle von einer doch etwas neidischen Ricarda 🙂

  2. Hallo,

    kann Ricarda nur zustimmen. Das letzte Bild sagt mehr als 1000 Worte. Freue mich sehr für euch, dass ihr eine so tolle Reise habt. Genießt noch die Zeit, der Herbst kommt mit Gewalt. Hoffentlich bleibt das Wetter noch einige Zeit gut.

    LG Ursula

  3. Ich wusste gar nicht, wie vielseitig diese Insel ist. Sie ist soeben in meiner imaginären Liste zu besuchender Orte ein Stückchen weiter nach oben gerückt… 😉

    Ich wünsche euch noch eine tolle Zeit dort!

    LG
    Jürgen

    • Jürgen – Du musst unbedingt nach Bornholm. Die Insel wird Dir gefallen! Ganz sicher.

      Hi Ursula und Ricarda – Das Tal war fantastisch und die Wellen an der Küste auch. Die Zeit an diesem Strand war berauschend 🙂
      An den Strand wäre ich gern noch mal hingegangen, wir schafften es aber nicht. Beim nächsten Mal….
      liebe Grüße

      Gabi

  4. Hallo Gabi,
    wiedereinmal tolle Bilder!!! Die Bezeichnung „Dänemarks höchster Wasserfall“ weckt natürlich Erwartungen. Ihr hattet aber schon Glück mit dem Wasserstand. In heißen Sommern fallen nur noch einzelne Tropfen herunter. 😉
    Ansonsten ist es wirklich erstaunlich, welch fremde Welten sich in diesen kleinen Tälern auftun, die man von deren Kante kaum erkennen kann.

    Hilsen
    Andreas

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