Das Dörfchen Arnager – unscheinbar einzigartig

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Das Wetter am Sonntag Nachmittag war wenig feierlich. Eine dünne graue Wolkendecke lag vor der Sonne und tauchte alles in ein tristes, melancholiches Licht. Ein paar Kilometer südöstlich von Rønne, hinter dem Flughafen von Bornholm, fuhren wir zum Fischerdörfchen Arnager. Eigentlich ganz unspektakulär und mit seinen ungefähr 150 Einwohnern auch nicht gerade lebhaft, wenn da nicht ein paar interessante Fakten wären.

1. Arnager hat die längste Holzbrücke Dänemarks, wenn nicht sogar die längste Skandinaviens. Weil der küstennahe Hafen permanent versandete, entschlossen sich die Arnager Fischer, den Bootshafen inselförmig nach draußen ins Meer zu verlegen. Der Zugang erfolgte über die 200 Meter lange Holzbrücke. Übrigens gibt es einen weiteren solchen Inselhafen in Snogebæk, mit allerdings kürzerer Holzbrücke.

Noah auf der Holzbrücke zum Hafen

Noah auf der Holzbrücke zum Hafen

Boote im Hafen

Boote im Hafen

Unter der Holzbrücke

Unter der Holzbrücke

Eine Langzeitbelichtung der 200m langen Holzbrücke von Anager

Eine Langzeitbelichtung der 200m langen Holzbrücke von Anager

Eine Langzeitbelichtung der 200m langen Holzbrücke von Anager

Eine Langzeitbelichtung der 200m langen Holzbrücke von Anager

2. Kurz hinter dem Strand steigen steile Kalksteinklippen bis zu 20 Meter in die Höhe. Diese Klippen laden nicht unbedingt zum Klettern ein. Sie wirken eher bröckelig, wie aus Millionen kleiner Kalkbrocken zusammengewürfelt.

markante Steilküste

markante Steilküste

erstaunliche Pflanzenkraft

erstaunliche Pflanzenkraft

Auch auf Kalkstein kann noch was wachsen

Auch auf Kalkstein kann noch was wachsen

3. In den 90er Jahren wurden im Lehmboden östlich des Dorfes Fußabdrücke von Dinosauriern entdeckt. Die größten dieser Dinofüße waren 45 cm lang. Die haben wir leider nicht besucht.

4. Arnager ist das älteste Dorf auf Bornholm. Das bedeutet zwar nicht, dass es uralt ist, denn schon eine ganze Weile vorher siedelten die Bornholmer Bauern kreuz und quer auf der Insel. Halt als Einzelkämpfer, und nicht in Dörfern organisiert.

5. Nördlich von Arnager liegt ein Hünengrab aus der Jungsteinzeit, also zirka 5000 Jahre alt. Solche Gräber werden von den Dänen Jættestue genannt, was Riesenstube bedeutet.

Wir schauten uns an dem trüben Tag nicht alles an. Wir liefen nur am Strand entlang, warfen einem verspielten Hund Steinchen und schlenderten über und unter der langen Holzbrücke. Es war entspannend und duftete wie fast überall nach modrigem Tang, also so richtig meerig.

ein gutgelaunter Spaniel

ein gutgelaunter Spaniel

wie von Farben übergossen

wie von Farben übergossen

Ich fand mein Herz am Strand

Ich fand mein Herz am Strand

Gabi

hier schreibt Gabi

Ich liebe das Reisen, die Fotografie und meine Familie!
Am besten - alles zusammen!

Autor: Gabi

hier schreibt Gabi Ich liebe das Reisen, die Fotografie und meine Familie! Am besten - alles zusammen!

2 Kommentare

  1. Trotz trübem Wetter habt ihr sicherlich einen herrlichen Tag verbracht. Klingt auf jeden Fall interessant und die Bilder lassen auch darauf schließen…..
    Das Herzbild hat’s mir angetan 🙂
    Liebe Grüsse

  2. Hi,

    beeindruckende Aufnahmen. Kann verstehen, dass euch das Herz zum Abschied schwer wurde.
    Mit zwei Ausstellungen zur gleichen Zeit wird es euch bestimmt nicht langweilig.
    Wünsche gutes Gelingen.

    LG Ursula

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