Wandern an der Küste, ein großer Sandspielkasten mit Leuchtturm, eine Rundkirche und Steinzeichnungen auf Bornholm

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Der Morgen empfing uns mit Sonnenschein. Und Sonnenschein ist nach einem Regen – auch, wenn er hautsächlich in der Nacht gefallen war – umso besser.  Wir sprangen also schnell raus, und liefen ungewaschen und mit knurrenden Mägen zum Strand.

Der Küstenpfad von Sandkås nach Allinge war ein fotografischer Spaziergang, den wir sehr genossen. Die Felsen lagen frisch gewaschen vom nächtlichen Regen strahlend und glänzend im weichen Licht des Morgens. Das Meer war noch etwas aufgebracht vom gestrigen Sturm, die Luft war aber ruhig. Ja, das sind die Momente, die die Fotografen glücklich machen! Und das bereits vor dem Frühstück!

Felsige Küste am frühen Morgen

Felsige Küste am frühen Morgen

Auf dem Wanderpfad

Auf dem Wanderpfad

Gabi in der Pfütze

Gabi in der Pfütze

Auf dem Wanderpfad zwischen Sandkase und Allinge, Bornholm

Auf dem Auf dem Wanderpfad zwischen Sandkås und Allinge, Bornholm

Blick nach Allinge und die Schonsteine der Räuchereien

Blick nach Allinge und die Schonsteine der Räuchereien

Unsere Teenager waren tatsächlich schon wach und am Frühstückstisch als wir zwei Stunden später ankamen. Das Kaffeewasser war allerdings wieder kalt geworden. Wir frühstückten gemütlich und viel, was nötig war, denn der Tag würde anstrengend werden. Sonniges Wetter soll man nutzen!

Zuallererst besuchten wir die Steinzeichnungen aus dem Bronze Zeitalter auf dem Hügel von Madsebakke. Mich faszinierte schon das Licht, die Bäume und die von Gletschern geschliffenen Felsen. Doch dann fanden wir die ca. 3000 Jahre Zeichnungen. Da kommt man schon mal ins Überlegen. Wie das früher wohl hier war? Was das für Menschen waren? … Wir kontemplierten und genossen und fotografierten natürlich. Damit Du das auch hier sehen kannst!

Felszeichnungen, Bornholm

Felszeichnungen in Madsebakke , Bornholm

Ein Baum auf Bornholm

Ein Baum auf Bornholm

Ols Kirke, eine der vier Rundkirchen auf Bornholm

Danach besuchten wir die schönste der vier Rundkirchen, die Ols Kirke in der Nähe von Allingen. Ich hatte ehrlich gesagt eigentlich wenig Lust auf Kirchen, doch das änderte sich ziemlich schnell. Schon von außen sah das Bauwerk aus dem 12. Jh unglaublich schön aus. Die Kirche ist sehr „massig“, sie ähnelt einer Burg und als solche wurde sie in früheren Zeiten auch genutzt. Aber über die historischen Hintergründe wird Noah bald was schreiben – mir fehlt dazu die Zeit. Noahs Text über die Rundkirche von Østerlars.

Die Rundkirche Ols Kirke, Bornholm

Die Rundkirche Ols Kirke, Bornholm

Das Dach der Runkirche von Innen

Das Dach der Runkirche von Innen

Der Treppenaufgang der Ols Kirke, Bornholm

Der Treppenaufgang der Ols Kirke, Bornholm

Sie sieht aus, wie eine Festung, die Ols Kirke, Bornholm

Sie sieht aus, wie eine Festung, die Ols Kirke, Bornholm

Detail der Ols Kirke, Bornholm

Detail der Ols Kirke, Bornholm

Detail der Ols Kirke, Bornholm

Detail der Ols Kirke, Bornholm

Im Innern der Ols Kirke, Bornholm

Im Innern der Ols Kirke, Bornholm

 

Ich lief mit Noah in die Kirche hinein. Der Eintritt kostete 10 Kronen pro Person und eine Broschüre holten wir noch zusätzlich. Die ersten Meter unserer Besichtigung waren ja noch „normal“, es sah halt aus, wie in einer Kirche, nur rund!

Besichtigung der Ols Kirke

Doch es ist möglich, die Kirche bis unter das Dach zu besichtigen und das taten wir natürlich. Die Treppe hinauf ist sehr eng. Die Stufen sind so steil und eng, dass sie aus Dreiecken gebaut sind, immer versetzt. Wir mussten beim Hochsteigen aufpassen, wie unsere Füße auf die Stufen passten und wir nutzten das Seil zum Festhalten. Es wurde jedoch noch enger, als wir die niedrige Tür passierten und plötzlich war es fast ganz dunkel. So stiegen wir hinauf und standen schließlich im ersten Stock auf einem Boden, der wie ein Wanderpfad  – und nicht mal ein Guter – aussieht. Nun, könnten man ihn sehen!  – wir fühlten ihn mit den Füßen und holprig ist er. Es ging noch weiter hinauf. Nur das Licht eines Fensters beleuchtet das Innere des Gebäudes. Es ist wirklich klasse! Oben bestaunten wir das Dachgebälk, auch im schummrigen Licht. Es war sehr ruhig, Noah und ich waren ganz allein!  Ja, die Rundkirche ist was ganz Besonderes. So ähnlich, wie die Stabkirchen in Norwegen. Sollte man mal gesehen haben!

Der höchste Wasserfall Dänemarks – der Døndalen

Danach fuhren wir, weil es auf dem Weg lag, zum höchsten Wasserfall Dänemarks, dem Døndalen. Die Wanderung dauerte etwas länger, leider, denn im Sonnenschein wollten wir eigentlich lieber am Meer sein. Außerdem waren die Pfade vom gestrigen Regen so richtig schmatzig matschig. Wir quälten uns also durch den Matsch, verliefen uns noch ein wenig, genossen dabei das saftige Grün, und hie und da auch Rot der Wälder. Dabei lauschten wir dem gurgelnden Wasser des kleinen Bachs, nur in der Ferne hörten wir das Rauschen des Wasserfalls.

Über Umwege, mit fetten Klumpen Matsch an den Schuhen, standen wir plötzlich vor ihm: DEM Wasserfall. So beeindruckend sah er gar nicht aus. Außerdem konnten wir durch all den Bewuchs im Tal kaum einen ungestörten Blick auf ihn werfen. Überall standen Bäume und Hecken im Weg. Wir taten uns etwas schwerer mit der Fotografie als am Tag zuvor.

Trotzdem war das hier wieder eine wunderbare Wald-Bach-Stimmung. Auf dem Rückweg verliefen wir uns und standen plötzlich auf einem Acker. Quer über das matschige Feld liefen wir zur Straße und unserem Mobil. Jetzt mussten wir erst mal Schuhe putzen! Insgesamt war es traumhaft, nur ließen wir uns vom guten Wetter etwas hetzen.

Ich habe übrigens meine neuen Wanderschuhe bereits eingelaufen. Bornholm eignet sich gut dazu und ich habe nicht mal eine Blase bekommen.

Der Dondalen

Der Døndalen

Der Dondalen

Der Døndalen

Auf dem WanderpfadAuf dem Wanderpfad

Auf dem Wanderpfad

Nun, es geht weiter mit diesem sonnigen Tag – das ist wohl der große Vorteil von Wettervorhersagen, vor allem von Schlechten – man nutzt den Tag, solange es trocken ist! Besser als an diesem Tag  konnte das Wetter eh nicht werden!

Der Leuchtturm in Dueodde

Im Süden der Insel gibt es noch Leuchttürme, die wir nicht gesehen hatten und außerdem Sandstände. Noch schien die Sonne und wir machten uns auf dem Weg. Wir standen erst mal im Wald auf einem Parkplatz. Der Sand ist allerdings im Süden allgegenwärtig. Selbst im Wald finden sich hie und da ein paar Dünen.

Der neue Leuchtturm in Dueodde ist hoch und das zu Recht. Es gibt zwei alte Leuchttürme, die ihre Arbeit nicht mehr verrichten konnten, weil sich ein Wald zwischen sie und das Meer gesellte. Zum Schutz der Landschaft wurde Wald angesiedelt – damit der Sand sich nicht zu weit ausbreitet – und die Leuchttürme waren zu kurz geworden. Jetzt steht ein gigantischer, weißer Leuchtturm im Wald und scheint sein Licht hinaus aufs Meer. Um ganz ehrlich zu sein: Schön ist er nicht, der Leuchtturm.

Der sieht eher wie so ein Industrieturm aus. Aber, das macht die Dünenlandschaft wieder wett. Die ist nämlich wahnsinnig schön und vor allem vielfältig. Da gibt es am Rand noch Wald und ein paar Bäume haben sich sogar in die Dünen verloren. Dann gibt es Heidekraut und Strandhafer und wahnsinnig viel ganz feinen Sand. Früher wurden mit diesem Sand Sanduhren gefüllt. Und der Sand war auch der Grund, warum dieser Strand immer wieder den Preis des schönsten dänischen Strandes gewonnen hat. Übrigens hat Bornholm unglaublich viele Rekorde zu vermelden. So ist genau dieser Leuchtturm der höchste Leuchtturm Skandinaviens. Die anderen Rekorde listen wir am Ende der Reise mal auf!

Am Strand von Dueodde

Am Strand von Dueodde

Der Leuchtturm von Dueodde zwischen Strandhafer

Der Leuchtturm von Dueodde zwischen Strandhafer

Die Dünenlandschaft bei Dueodde

Die Dünenlandschaft bei Dueodde

In den Dünen von Dueodde

In den Dünen von Dueodde – diese Wolke sah nach Regen aus und sie brachte auch Regen!

Leuchtturm und Rettungsring, Dueodde

Dueodde Leuchtturm und Rettungsring

Wir hatten jedenfalls Glück. Eine dicke, fette Wolke zog heran, doch sie ließ uns noch genügend Zeit, unsere Bilder zu schießen und trockenen Fußes das Mobil erreichen. Dann zog sie vor die Sonne, wie es auch der Wetterbericht gemeldet hatte. Wie gut doch, dass wir den Tag genutzt hatten. Carpe diem ist eh mein Motto! Am Abend waren wir sehr verdient müde.

Amy und Noah in den Dünen

Amy und Noah in den Dünen

 

Gabi

hier schreibt Gabi

Ich liebe das Reisen, die Fotografie und meine Familie!
Am besten - alles zusammen!

Autor: Gabi

hier schreibt Gabi Ich liebe das Reisen, die Fotografie und meine Familie! Am besten - alles zusammen!

3 Kommentare

  1. Hallo Ihr Lieben,

    das erste Bild sieht schön nach Postkarten-Idyll aus, würde auch in eine Rosamunde Pilcher Verfilmung passen 🙂

    Wie gut, dass man nur die Schornsteine der Fischräuchereien sieht und nicht etwa deren Angebot!!!!!

    Die Rundkirche gefällt mir auch sehr gut.

    Der Strand ist ja wirklich traumhaft, der zieht einem magisch an.

    Habt noch eine gute Zeit.

    Liebe Grüße

    Ursula

  2. Wunderschöne Bilder und midestens ebenso schön und einfühlsam beschrieben.Ein kleiner Hinweis: Das Bild „im inneren der Olskirke“ ist das innere der Østerlarskirke.

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