Von der Île de Sein zur Île d’Ouessant

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Kurz vor dem Verlassen der Wohnung auf der Île de Sein war Henri, unser Ansprech-, besser Angestikulierpartner immer noch nicht aufgetaucht. Dann war auch noch der Gepäckwagen verschwunden.
Notgedrungen machten wir uns gepäckbeladen zu Fuß auf den recht kurzen Weg zur Fähre, die Miete würden wir halt überweisen. Auf der Hafenpromenade kam eine hagere Gestalt in grünem Parka um die Ecke, Henri hatte uns gefunden. Wir drückten ihm die Miete in die Hand, lachten nochmal gemeinsam und dann gings weiter auf die Fähre.

Ambroise, der Inseldoktor

Der Leuchtturm Men Brial und im Vordergrund einer der typischen Gepäckwagen

Überall Hunde und in jedem Beton Hundepfotenabdrücke

Überall Hunde und in jedem Beton Hundepfotenabdrücke

Ambroise der Inseldoktor

Ambroise der Inseldoktor

 

Ambroise, der Inseldoktor, der gern mit seinem Smartphone fotografiert

Ambroise, der Inseldoktor, der gern mit seinem Smartphone fotografiert

Mark und Lydia bringen ihr Gepäck zu Fähre - als Letzte, denn die Letzten werden die Ersten sein - beim Aussteigen :-)

Mark und Lydia bringen ihr Gepäck zu Fähre – als Letzte, denn die Letzten werden die Ersten sein – beim Aussteigen 🙂 Mark ist Bretone, Lydia kommt aus Bayern. Die beiden halfen uns sehr beim Übersetzen. Herzlichen Dank dafür!

Amy und Noah mit dem Gepäck an der Fähre, Île de Sein

Amy und Noah mit dem Gepäck an der Fähre, Île de Sein

Abschied von der Île de Sein

Abschied von der Île de Sein

Doch, es weht noch ein leichter Wind

Doch, es weht noch ein leichter Wind

Das Schiff, welches den Müll abholt - laut Ambroise etwa zweimal im Jahr

Das Schiff, welches den Müll abholt – laut Ambroise etwa zweimal im Jahr

Recht ruhige Fährfahrt zurück zum Festland

Die Fährfahrt zurück war mehr ein entspanntes Schaukeln, nichts im Vergleich zur Hinfahrt. Unser VW-Bus wartete brav am kostenlosen Parkplatz, wir warfen schnell das Gepäck hinten rein und los gings zum ibis-Hotel in Plougastel-Daoulas. Vor dem Einchecken kauften wir schnell noch den nebenan liegenden E’Leclerc Supermarkt halb leer. Das rudimentäre Nahrungsmittelangebot auf Sein hat Spuren bei uns hinterlassen – wir hatten einfach tierisch Hunger. Unsere Mägen hatten wir nur notdüftig gefüllt, falls die Fähre doch wieder zu sehr schaukeln würde. Da gingen wir diesmal auf Nummer sicher – doch jetzt war es schon richtig spät und wir mussten was essen.

Zwischenübernachtung im Hotel

Das ibis-Hotel war typisch maximal anonym und nüchtern, aber wenigstens sauber und nicht teuer. Wir sortierten halbwegs unseren Kram und hauten uns aufs Ohr.
Am nächsten Morgen gings ernsthaft ans Umpacken: was brauchen wir auf der Île d’Ouessant, was können wir im Auto lassen. Auf der Belle Ile hatten wir die Taschen für die Île de Ouessant schon gepackt. Unsere frischen Klamotten hatten wir in die Fahrradtaschen gesteckt, denn auf die Ouessant würden wir zwei Räder mitnehmen. Außerdem packten wir diesmal noch eine Tasche voller Lebensmittel, denn auf der Île de Sein war alles sehr, sehr teuer gewesen.  Wir hatten genug Zeit zum Entscheiden, die Fähre ging erst um 14:00 Uhr. Schließlich standen wir  mit 15 Gepäckstücken am Pier. Der Technikkram ist bei uns einfach aufwendig: Vier Kamerataschen, zwei Stative und Notebooks müssen unbedingt mit.

Parken in Le Conquet

Einen Parkplatz für unseren Bus zu finden, war das nächste Problem, denn am Hafen war alles dauerbelegt. Wir packten die Fahrräder nochmal ins Auto und machten uns auf die Suche. Le Conquet ist nicht groß, trotzdem brauchten wir über eine halbe Stunde, bis wir unseren Bus geparkt hatten und zurückgeradelt waren. Es gibt einen großen Dauerparkplatz neben der Gendarmerie am Anfang des Ortes, leider ist der nur von einer Seite ausgeschildert.  Die Woche parken kostet uns fast 50 Euro.

Osterurlauber

Am Fähranleger war wenig los, als die Fähre ankam. Ein paar Leute stiegen aus, ein paar Leute standen herum. Wir freuten uns schon auf ein geruhsames Boarding, aber es war ja noch eine dreiviertel Stunde zeit bis zum Ablegen. Nach und nach wuchs die Passagierschlange, dann kam auch noch ein großer Stadtbus voller Touristen. Ach ja, es ist ja Osterwochenende, nichts da mit ruhiger Fährfahrt.
Wenigstens hielt sich das Geschaukel in Grenzen, keinem von uns wurde es schlecht. Nur ein paar vereinzelte Passagiere schwankten durch die Gänge und suchten verzweifelt die „Sacs Vomiteures.“ Draußen an Deck war es fast unmöglich Fotos zu machen, es war überhaupt kein Platz an der Reling.

Gepäck und Fahrräder, wir warten auf die Fähre zur Île d'Ouessant

Gepäck und Fahrräder, wir warten auf die Fähre zur Île d’Ouessant

Das neue Fährschiff zur Île d'Ouessant

Das neue Fährschiff zur Île d’Ouessant

Vier Reicherts auf der Fähre zur Île d'Ouessant

Vier Reicherts auf der Fähre zur Île d’Ouessant

Leuchtturm vor der Île de Molene

Leuchtturm vor der Île de Molene

Funkturm der Île d'Ouessant

Funkturm der Île d’Ouessant

Phare deuStiff und Semaphor von der Fähre aus gesehen

Phare du Stiff und Semaphor von der Fähre aus gesehen

Küste in Porz Doun

Küste in Porz Doun

Unterwegs mit den Rädern

Unterwegs mit den Rädern

Welle und Phare de la Jumentt

Welle und Phare de la Jument

Vorrankommen auf der Île d’Ouessant

Wir machten uns Gedanken, wie wir das ganze Gepäck die 4 Kilometer bis zum Haus transportieren könnten, aber das Problem löste sich von selbst. Am Anleger wartete schon der Inselbus, der war mit 2 Euro pro Person wirklich nicht teuer. Gabi uns Esra fuhren mit den mit jeweils zwei Radtaschen vollgepackten Rädern und der Kameratasche auf dem Rücken vor, der Rest nahm den Bus. Wir kamen fast zeitgleich im Ort Lampaul and, die Räder waren etwas schneller gewesen, die letzten 200 Meter schafften wir mit Leichtigkeit.

Freundliche Einweisung ins Ferienhaus

Am Gartentor begrüßte uns Madame Tual, eine zierliche, freundliche Ureinwohnerin von Ouessant und führte uns im Haus herum. Unser jetziges Domizil übertrifft alle unsere Erwartungen: hell, geräumig, hochwertig und vollständig ausgestattet. Wir fühlen uns sofort wohl. Sogar ein Glas selbstgemachte Brombeermarmelade hat unsere Vermieterin bereitgestellt.
Gabi lief sofort durch den Ort um die Versorgungslage zu checken. Anders als auf der Île de Sein gibt es hier mehrere halbwegs große Geschäfte und eine Bäckerei. Das Angebot ist wesentlich umfassender und auch nicht zu teuer. Da hätten wir gar nicht so viele Nahrungsmittel mitschleppen müssen. Nun ja, man weiß es ja vorher nicht.

Wir haben das Ferienhaus gemietet: http://www.fewo-direkt.de/ferienwohnung-ferienhaus/p654208a

Die Fährgesellschaft zur Île d’Ouessant und Île de Sein ist die Penn Ar Bed.

Gunter

Gunter testet gerne neue Geräte wie Kameras, Zubehör, Stative

Autor: Gunter

Gunter testet gerne neue Geräte wie Kameras, Zubehör, Stative

3 Kommentare

  1. Hallo, diese Fotoreise ist ja alles andere als einfach und immer wieder Action pur. Insteressnt zu lesen, ganz besonders für mich, da ich solche Reisen ja leider nicht mehr machen kann. Diese Insel ist ja nicht so klein und von eurem Haus zum Wasser scheint ja auch nicht weit zu sein. Bin schon gespannt auf weitere Fotos und Berichte.
    lg edeltraud

  2. Na dann ganz viel Spaß auf dieser Insel !
    Und hungern braucht ihr auch nicht……nun müsst ihr nur noch losziehen und all die schönen Ecken der Insel erkunden und vielleicht dabei auch wieder auf interessante Leute treffen.
    Alle Gute !

  3. hallo, es ist schön, von euren touren zu lesen. es sind berichte aus einer anderen welt.danke dafür, sehr inspirierend! euch weiterhin eine gute reise, spannende erfahrungen, tolle motive und vor allem freude aneinander! liebe grüße, ina

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