Ecomare auf Texel – ein Museum, das Seehunde und Seevögel aufpäppelt

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Das Ecomare bei Den Koog auf Texel ist Robben- und Vogelauffangstation, Naturkundemuseum und Aquarium in einem. 1930 als Texels Museum gegründet, kam 1952 die Pflegestation für kranke und schwache Seehunde dazu.

Walskelett vor dem Ecomare

Walskelett vor dem Ecomare

Finanzierung des Walsaals durch Ambra

Das Museum zeigt im Wechsel Ausstellungen über die Nordsee und das Wattenmeer, über Fischerei und Umwelt. Das Meeresaquarium beherbergt Tiere und Pflanzen der verschiedenen Nordsee-Regionen. Im Walsaal hängen die Skelette der im Wattenmeer gestrandeten und verendeten Wale. Wir fanden es ganz besonders interessant, dass der Walsaal durch einen Ambrafund finanziert wurde. Man kann also doch mit Ambra reich werden! Ambra ist Pottwalerbrochenes welches manchmal als Art Fettklumpen am Strand zu finden ist. Gabi hält übrigens immer danach Ausschau.

Ecomare und Buckelwal

Ecomare und Buckelwal

Im Ecomare Museum

Gunter im Ecomare Museum

Ein Schildkrötenskelett im Ecomare

Ein Schildkrötenskelett im Ecomare

Die Verschmutzung der Meere ist Thema im Ecomare

Die Verschmutzung der Meere ist Thema im Ecomare

Geschwächte Seehunde aufpäppeln und nach drei Monaten wieder freilassen

Der eigentliche Touristenmagnet ist allerdings die Seehund-Auffangstation und die beiden Schweinswale. Ecomare päppelt jedes Jahr bis zu 70 Robben und Heuler (von der Mutter getrennte Robbenjunge) auf, die fit gemacht und wieder ausgesetzt werden. Ecomare hat auch ständige Robbenbewohner in den Becken. Das sind ältere Tiere, die in der freien Natur keine Überlebenschance mehr hätten. Viele der Seehunde sind schon doppelt so alt, wie ihre freilebenden Artgenossen werden, und einige davon sind blind oder fast zahnlos.
Am Eingang schaut uns ein bemoostes Pottwalskelett traurig an, dann tauchen wir auch schon ein in die schummrige Unterwasseratmosphäre der Ausstellung und des Aquariums.

Walsaal des Ecomare

Walsaal des Ecomare

Seehund im Ecomare

Seehund im Ecomare

Kegelrobbe im Ecomare

Kegelrobbe im Ecomare

junger Seehund, der aufgepäppekt wird

dieser junge Seehund fühlt sich anscheinend pudelwohl

altersschwache Robbe

diese altersschwache Robbe genießt ihr Seniorendasein

Die Seehunde im Souvenirladen kann man knuddeln

Die Seehunde im Souvenirladen kann man knuddeln und sogar kaufen

Agile aufgeweckte Schweinswale

Wir sind gerade im Museum unterwegs, als das Training und die Fütterung der beiden Schweinswale angekündigt wird. Diese mit den Delphinen verwandten Kleinwale sind vor etlichen Jahren als blutjunge Waisen an der Küste gestrandet und im Ecomare gerettet worden. Für das Überleben in der Nordsee fehlte ihnen die Erziehung in iher Walgruppe, deswegen sind auch sie notgedrungen Dauergäste geworden. Sie werden täglich von ihren Betreuern gefüttert und mit Spielen unterhalten. Das ist essentiell für diese intelligenten Tiere, damit sie nicht trübsinnig werden und verkümmern. Wir schauen fasziniert zu, wie diese agilen Meeressäuger mit einem Affenzahn quer durch ihr Becken von Betreuer zu Betreuer flitzen, um sich ihre Heringe abzuholen. Gabi freute sich sehr, diese Wale, die wir schon oft in freier Natur gesehen haben, mal genauer ansehen zu können.

Schweinswal im Ecomare

neugieriger Schweinswal im Ecomare

Schweinswal im Ecomare

schneller Schweinswal im Ecomare

Schweinswal im Ecomare

Schweinswal im Ecomare

Schweinswal im Ecomare

Schweinswal im Ecomare, Spielen mit der Tierpflegerin

Schweinswal im Ecomare

Schweinswal im Ecomare

Schweinswalfütterung im Ecomare

Schweinswalfütterung im Ecomare

Schweinswalfütterung im Ecomare

Schweinswalfütterung im Ecomare

Die ausführlichen Erklärungen waren alle auf niederländisch, wir konnten uns also auf die Wale und die Fotografie konzentieren. Die Infotafeln sind alle dreisprachig, Niederländisch, Deutsch und Englisch.

Robbenaufangstation

Jetzt gehen wir weiter zu den Robben. In den 2 vorderen Becken ziehen einige Jungtiere elegante 8er-Schleifen, mühelos gleiten ihre stromlinienförmigen Körper durch das Wasser. Als sie merken, dass wir sie beobachten, richten sie sich auf uns schauen uns neugierig mit ihren großen dunklen Augen an. Mit ihrem Schnauzbart sehen sie so drollig aus, man könnte sie den ganzen Tag lang knuddeln.

Seehundseniorenheim

Die hinteren Becken sind für die Seehundsenioren reserviert. Die erblindeten Tiere sehen mit ihren rotleuchtenden Augen ziemlich gruselig aus und können einem leid tun. Diese Oldtimer fühlen sich aber anscheinend pudelwohl und genießen die Betreuung in ihrem Robben-Altersheim.

Vogelpflegestation, Basstölpel und Kormorane

Die Vogelpflegestation von Ecomare kümmert sich um kanke und verschmutzte Seevögel. Für diesen Zweck stehen vor dem Haupteingang einige Vogelboxen, die zum Anliefern gefundener Seevögel auch außerhalb der Öffnungszeiten dienen. Nach erfolgreicher Behandlung werden die Patienten wieder in die Freiheit entlassen. In der großen Voliere auf dem Gelände lebt eine kleine Schar Basstölpel in Dauermiete. Das sind ebenfalls Tiere, die das Überleben in freier Natur nicht gelernt haben. Es macht uns schon traurig, diese großen Flugkünstler auf so engem Raum einepfercht zu sehen, aber nur hier haben sie eine realistische Chance, weiterzuleben.
Den Dünenpark hinter den Biomare-Gebäuden besuchen wir nicht, wir wollen Grindel nicht zu lange warten lassen und machen uns Richtung Strand auf, damit unser Dackel seinen Bewegungsdrang ausleben kann.

Basstölpel im Ecomare, Texel

Basstölpel im Ecomare, Texel

Basstölpel im Ecomare, Texel

Basstölpel im Ecomare, Texel

Solche Mülleimer mag ich gar nicht

Solche Mülleimer mag ich gar nicht – wer möchte schon einem Delfin oder einer Schildkröte Dreck ins Maul werfen?

Gunter

Gunter testet gerne neue Geräte wie Kameras, Zubehör, Stative

Autor: Gunter

Gunter testet gerne neue Geräte wie Kameras, Zubehör, Stative

2 Kommentare

  1. Wow, das fand ich jetzt total spannend. Ich konnte gar nicht schnell genug lesen. Und jetzt nochmal an den Anfang um die Bilder auch wirklich anzugucken! Weitere spannende Entdeckungen.
    Claudia

    • Danke Claudia, ich fand dieses Konzept von der Kombination von Wissensvermittlung und Umweltschutz perfekt!
      Freue mich sehr, dass Dir der Artikel gefallen hat! Hast Du vor nach Texel zu fahren?

      liebe Grüße

      Gabi

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