Leuchttürme in Westen Andalusiens und die Sandalgarve

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Um in den Westen Andalusien zu kommen, müssen wir ein weitläufiges Flußdelta umfahren. Erst geht es Richtung Sevialla, dann wieder Richtung Küste. Die Landschaft bekommt ein neues Gesicht. Die Pinien wachsen hier anders – ich kann es nicht genau beschreiben. Sie haben wohl eine breitere Baumkrone. Jedenfalls ist die Straße kerzengerade, zur linken Seite versperrt eine rießige Düne, die mit Wald bewachsen ist, die Sicht aufs Meer. Ich würde mir das alles gern genauer ansehen, doch soviel Zeit haben sogar wir nicht. Die nächste Tour starten wir im Dezember.

Der Leuchtturm El Picachio

Der Leuchtturm El Picacho steht mitten in der Stadt, etwas auf einer Anhöhe. Das Gebiet drumherum ist parkähnlich, im Sommer scheint hier eine Farm-Ausstellung zu sein. Jetzt ist alles ruhig, wir sind die einzigen Besucher. Das Wetter ist nicht optimal, es ist trüb, die Pinien schlucken Licht. Wir wünschen uns etwas Sonne, schauen in den Himmel und geben die Hoffnung auf. Wir fotografieren natürlich trotzdem.

Leuchtturm El Picachio, Andalusien

Leuchtturm El Picachio, Andalusien

Leuchtturm El Picachio, Andalusien

Leuchtturm El Picachio, Andalusien

Leuchtturm El Picachio, Andalusien

Leuchtturm El Picachio, Andalusien

Lauter Stellplatz in Huelva am Monument Colon

Etwa 20 km weiter Richtung Westen gibt es einen Stellplatz an der Flußmündung. Dort steht nur ein einziges deutsches Wohnmobil am kleinen Strand. Eine gewaltige Statue schaut auf uns herab.
Die Polizei fährt einmal vorbei und checkt, ob alles in Ordnung ist. Dann kommt die Sonne raus und fast wäre ich wieder zum Leuchtturm gefahren. Doch das Schauspiel hält nicht lange genug. Erst gegen 23:00 Uhr wird es auf dem Platz, der eh viel zu laut ist – Eisenbahn und Hauptverkehrsstraße, noch lauter. Etwa 20 m von unserem Mobil treffen sich einige jungen Leute, die sehr laut reden und toben. Dann so gegen 0:00 Uhr stellt sich ein Auto direkt neben unseres und ein Pärchen streitet lautstark bei offenen Fenstern. Dabei schaltet der junge Mann alle zwei Minuten das Radio, welches bis zum Anschlag aufgedreht ist, auf einen anderen Sender. Uff, das ist gigantisch laut. Ob wir fahren sollen? Ich setze die Kopfhörer auf und lenke mich ab. Irgendwann fährt die Polizei auf der Straße oben vorbei und die beiden verschwinden. Endlich Schlaf – es ist mittlerweile nach 2:00 Uhr nachts.

Unser Womo auf dem lautesten Stellplatz unserer Reisekarriere

Unser Womo auf dem lautesten Stellplatz unserer Reisekarriere

Monument am Fluß

Monument am Fluß

zehn Minuten gutes Licht, dann regnet es wieder

zehn Minuten gutes Licht, dann regnet es wieder

 

Leuchtturm Tour, El Rompido

Morgens statten wir dem schönen Leuchtturm El Picachio noch einen Besuch ab. Das Wetter ist besser. Wir freuen uns. Danach starten wir zu unserem letzten spanischen Leuchtturm. Genau gesagt sind das zwei Leuchttürme in El Rompido, denn der alte Leuchtturm wurde irgendwann zu klein, da haben sie einen großen daneben hochgezogen. Diese beiden Leuchttürme sind auch mit dem Mobil sehr einfach zu erreichen. Direkt unterhalb gibt es einen großen Parkplatz, den wir gern nutzen. Schwere Gewitterwolken hängen in der Luft, wir beeilen uns mit dem Fotografieren, denn das sieht so aus, als regnet es bald. Es donnert, es blitzt, es schüttet. Wir rennen ins Mobil, kochen was Leckeres und als der Himmel schon wieder fast ganz blau ist, fotografieren wir die beiden Türme nochmal in aller Ruhe. Cool, wenn das Wetter so schnell wechselt.

El Rompido, Andalusien, Spanien

El Rompido, Andalusien, Spanien – nur noch ein paar Sekunden und es schüttet

El Rompido, Andalusien, Spanien

El Rompido, Andalusien, Spanien – eine Stunde später sieht es so aus.

El Rompido, Andalusien, Spanien

El Rompido, Andalusien, Spanien – der alte und der neue Leuchtturm

El Rompido, Andalusien, Spanien

El Rompido, Andalusien, Spanien – Souvenirshops mit Palmen und schon sieht es wieder ganz anders aus.

Auf nach Portugal

Ja, und dann geht es für uns zum ersten Mal mit dem Mobil nach Portugal. An der Grenze wird kontrolliert, auch wir zeigen unsere Pässe. Die spanischen Autos werden rausgewunken und durchsucht. Es dauert eine ganze Weile, bis wir durch sind. Hier in Portugal spricht jeder Englisch mit uns. Das ist praktisch. Wir registrieren unser Womo mit der Kreditkarte für die Autobahn und los gehts.

Der Leuchtturm Sto. Antonio

In Villa Real fotografieren wir direkt den ersten portugiesischen Leuchtturm Sto. Antonio. Der steht im Stadtgebiet und da er so hoch ist, tun wir uns schwer. Aber wunderschön ist er.
Die Straßen sind merklich schlechter als die spanischen. Es holpert und rüttelt das Mobil durch. Beim Fahren ist volle Konzentration angesagt. Ich brauche immer ein wenig Zeit, um mich an ein neues Land zu gewöhnen. Die Verkehrsschilder, die Ortsnamen und die Leute…

Santo Antonio, Algarve, Portugal

Santo Antonio, Algarve, Portugal

Santo Antonio, Algarve, Portugal

Santo Antonio, Algarve, Portugal

Sandstrand und Lagune in Manta Rota

In Manta Rota finden wir einen genialen Stellplatz direkt am Strand. Zig Mobile parken hier, wir fahren durch eine Schranke rein. Das Wetter bleibt wechselhaft. Mir gefällt das. Der Strand sieht jedesmal anders aus.  Einen Nachteil hat die Sache allerdings, wenn es besonders gut aussieht, wird man nass. Ich kann es nicht lassen, renne nicht zurück zum Mobil, sondern fotografiere weiter, als die Wolken besonders tief hängen und der Regenbogen die Landschaft verziert. Ich werde klatschnass. Die Angst um die Kamera und das Smartphone in meiner Hosentasche, bringen mich schließlich zum Parkplatz zurück. Dort wechsele ich schnell die Klamotten, packe das Smartphone in eine Plastiktüte, trockne die Kamera ab und schon zieh ich wieder los. Der weite Stand ist völlig leer. Ganz allein bewundere ich dieses Schauspiel. Die Wolken, die Sandbänke, der Regenbogen und das Licht auf dem Meer. Genial! Leider habe ich gerade jetzt zum allerersten Mal keine Ersatzbatterie in der Hosentasche. Als das letzte Fünkchen Strom verbraucht ist, laufe ich glücklich wieder zum Mobil.
In einem französischen Wohnmobil wir kräftig gefeiert. Nach der letzten Nacht haben wir da keine Lust drauf. Wieder diese Bässe, die zu uns durchdringen. Wir fahren einfach zwanzig Meter weiter und gut ists.

Praia de Manta Rota - Portugal

Regenwolke über dem Praia de Manta Rota – Portugal

Praia de Manta Rota - Portugal

Holzsteg zum Strand – Praia de Manta Rota – Portugal

Praia de Manta Rota - Portugal

Praia de Manta Rota – Portugal

Praia de Manta Rota - Portugal

Wolken und Wellen – Praia de Manta Rota – Portugal

Muschelsammeln in der Lagune

Morgens bin ich früh auf den Beinen. Der Strand ist einfach wunderschön. Nur eine Frau ist auch schon munter und läuft barfuß Richtung Lagune. Diese Ruhe tut mir gut.
Genau mit dieser netten Frau komme ich etwas später ins Gespräch. Sie hat eine Kiste voller Muscheln unter dem Mobil stehen. Das finde ich interessant. Wir tauschen uns direkt über die besten Fundorte aus. Die Lagune bei Ebbe ist der Geheimtipp. Gegen Mittag ziehe ich los und finde auch solch genialen Muscheln – eigentlich sind es Schnecken. Der Weg ist recht weit, weil die Sonne knallt fällt es mir beim Rückweg schwerer. Ich will später nochmal hierher kommen.
Wir bleiben zwei Tage hier und laufen immer wieder zur Lagune. Leider ist die Ebbe immer zur Mittagszeit. Ich hätte diese Farbe und Muster im Sand gern im besten Licht fotografiert.

Doris und ihr Mann sind super nett. Ihr geht es auch so, dass sie nicht nur Muscheln, sondern auch den Müll aufsammeln möchte. Kurzerhand tun wir uns zusammen: Eine hält die Tüte auf, eine sammelt den Müll ein. Wir füllen drei Müllsäcke und fühlen uns hinterher etwas besser. Oft werden die beliebten Touristenstrände professionell gesäubert. Aber es ist evtl noch zu früh im Jahr. Im Gegensatz zum Norden (Schottland, Norwegen) wo wir mehr Abfall von den großen Schiffen gefunden haben, liegt hier eher Touristenmüll an den Stränden. Flipflops, Plastik, Flaschen.
Ich würde ja gerne noch länger bleiben, doch was erwartet uns wohl noch in der Algarve? Wir sind neugierig und ziehen weiter.

Blick auf die Lagune, Manta Rota

Blick auf die Lagune, Manta Rota

Quinta de Cima

Quinta de Cima

Quinta de Cima

Quinta de Cima

Gabi

hier schreibt Gabi

Ich liebe das Reisen, die Fotografie und meine Familie!
Am besten - alles zusammen!

Autor: Gabi

hier schreibt Gabi Ich liebe das Reisen, die Fotografie und meine Familie! Am besten - alles zusammen!

4 Kommentare

  1. Hallo,
    also die Pinienbäume auf den ersten Bildern gefallen mir eigentlich sehr gut, aber natürlich schade, wenn sie Euch das Licht nehmen. Ganz toll finde ich auch die Strand- und Lagunenbilder ! Ich glaube, da hätte ich es auch stundenlang aushalten können…..!
    Und wettertechnisch seid ihr ja wohl bestens mit allen Varianten versorgt 😉
    Liebe Grüsse und weiterhin viel Spaß

  2. hallo ihr beiden,
    habe mal wieder den PC gestartet um eure Berichte zu lesen. Ich bin von den farben dort bei eurer Reise total begeistert. Am besten gefällt mir die Aufnahme, „Blick auf die Lagune, Manta Rota“
    lg edeltraud

  3. Hey, ihr seid unterwegs. Nun erfahre ich es mit wochenlanger Verspätung! Ich genieße eure Fotos und Berichte. Habt eine gute Zeit! Viele Grüße, Ina

  4. HI Gabi, HI Gunter, schön, dass ihr wieder auf Tour seid und uns so wunderbare Fotos zeigt. Ich staune immer, wie ihr es schafft, trotz teilweise suboptimalen Lichtverhältnissen so super tolle Fotos zu schießen. Da sieht man dass ihr echt Erfahrung habt und auch dezent nachbearbeiten könnt. Einfach klasse.
    Jetzt schaue ich mir immer eure Leuchtturmfotos an und meine derzeitige Lieblings CD heißt auch Leuchtfeuer. Kennt ihr die? Von Schandmaul. Allerdings muss man den Musikstil lieben.
    Ich freu mich auf eure weiteren Fotos mit berichten und wünsch euch noch eine gute Reise mit viel spannendem LIchtspiel LG Birgit aus dem Ruhrpott

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