13. April 2006 von St Jauct nach Trebeurden
Heute war es wirklich sehr trüb. Alles grau in grau. So sammelten wir morgens Muscheln. Ich machte mir nicht die Mühe zu fotografieren, es war einfach zu dunkel und dann fehlt den Bildern der letzte Pepp. Besonders Amy und Noah hatten viel Spaß. Gunter und Esra waren morgens vor dem Frühstück eine Stunde lang mit dem Hund unterwegs gewesen, die beiden ruhten sich nach einer Weile aus und der Hund kam mit uns. Lucky war also den ganzen Morgen unterwegs gewesen.

der Rest einer Reuse mit einer kurzen Langzeit
Das Problem bei diesen Aufnahmen ist, daß man recht nah ran muß, sonst wirkt das Teil so verloren und man braucht eine schöne große Welle, die einem, wenns schiefgeht auch die Füße naßmacht. Einmal klemmte ich mir beim Fluchtversucht heftig den Finger im Stativ.
Das beste Muschelsammelstück des Strandes sahen wir leider nicht, weil die Flut, die besonders hoch ist, sich nur sehr langsam zuückzog. Schade! Der Wind war aber auch so kalt und die Finger vom Muschelsammeln so naß und umso kälter. Lucky fand einen Vogel im Wasser so interessant, daß sie reingelaufen war. So mit nassem Fell ist es sicher auch nicht besser?
Schließlich wollten wir alle wieder im warmen Mobil sitzen. Wir fuhren also Richtung Westen, weil wir noch etwas weiter in die Bretagne wollen. Irgendwo in der Nähe von Erquy hielten wir an einem Super U und dort lernte ich erst das Frieren kennen. Uff, so kalt, wie in diesem Supermarkt war es mir noch nie. Ich hatte keinen Pullover drüber gezogen, und mein Fleece Hemd war anscheinend zu dünn. Ich wärmte mich im Wohnmobil mit einer heißen Tasse Tee und lies Gunter alleine an der Kasse stehen. Er sollte zahlen, ich schnatterte nur.
In Erquy gingen wir an einem großen Strand spazieren. Es gabe viele Felsen, die einen hochinteressanten Bewuchs hatten. Es gab Krebse und Anemomen und vor allem sehr viele Miesmuscheln. Das Wetter war nun besch.... Es nieselte, war windig und sehr kalt. Ich machte ein paar Makros, allerdings mit Schwierigkeiten, weil einfach das Licht fehlte. Schade, daß ich die kleine Kompaktkamera von Nikon, die ich gewonnen habe noch nicht habe. Ich hatte zuhause sehnsüchtig drauf gewartet, aber obwohl sie schon vor ca. 3 Wochen abgeschickt worden sein soll, kam noch nichts an. Dieses Gerät hätte den Vorteil der wesentlich größeren Tiefenschärfe, die mir in diesem Falle zugute gekommen wäre. Auch ist ein schwenkbares Display am Strand sehr von Vorteil, zusätzlich hat die Nikon 8700 auch noch 8 MPixel, somit wäre sie optimal für mich nutzbar gewesen, wäre sie denn angekommen. Ja, ich will ja gar nicht meckern!

die lebende Jakobsmuschel war für mich an diesem Tag das beste Objekt:-) Im Wasser fährt sie sofort die Tentakel aus, was sehr schön aussieht, wie ich finde

Hier noch eine Nahaufnahme

eine kleine Krabbe (Ruderkrabbe?), die sich sogleich in den Sand eingrub

Pferdeaktonie - schade, daß der Wind zu stark an der Wasseroberfläche rüttelte, da nutze mir dann auch ein Stativ recht wenig.

eine Wachsrose und Krallenmoos
Müde machten wir uns wieder den langen Weg zurück zum Mobil. Da es so sehr trüb und feucht war, hielten wir bei St Brieuc an einem sehr großen Einkaufszentrum. Esra brauchte dringen Schuhe und ein paar Hosen. So könnten wir die Zeit gut nutzen, denn das sparen wir dann zuhause und die Kinder haben immer Freude an den französichen Schuhen. Amy war begeistert. Sie kauft sehr gerne Schuhe und Klamotten. Noah haßt es. Er blieb mit Lucky im Mobil und genoß die Ruhe. Noah braucht das immer mal wieder, er ist ein sehr ruhiger Mensch und er möchte viel Lesen.Leider paßten ihm die Schuhe, die wir mitbrachten dann nicht und er mußte doch noch in den Laden.
Bei Beg Leguer fanden wir einen Leuchtturm, den ich schon auf Bildern gesehen hatte. Der lies sich nicht gut ablichten, weil er wohl in Privatbesitz ist, da darf man dann nicht hin. Die Sonne schien plötzlich wieder, es war zwar noch kühl im Wind aber warm in der Sonne. Die Stelle bot fotografisch sehr wenig, so fuhren wir doch nach Perros Guirec, auch, wenn wir den Leuchtturm dort schon sehr häufig aufgenommen hatten. Kaum hatte ich jedoch das sperrige Mobil eingeparkt, da zogen sich Wolken vor die Sonne und alles war wieder so grau wie zuvor. Schade! Noah hatte keine Lust an diesen Leuchtturm zu gehen, weil ich immer die wilden Klettertouren auf den sehr hohen Felsen verbiete. Wir hatten sowieso nur noch eine halbe Stunde bis Sonnenuntergang, so liefen wir doch alle nochmal los. Das Licht war stinklangweilig. Schade! Ich machte trotzdem ein paar Langzeitaufnahmen, finde aber das Tamron Objektiv nicht scharf und gut genug für die 5D (so, jetzt werde ich es nicht mehr schreiben! Es ist einfach so). Wir waren alle froh, wieder auf den Stellplatz bei Trebuerden zu fahren, wo nachts die Frösche quarken und die Fledermäuse fliegen. Wir hatten Lachs gekauft und der mußte noch zubereitet werden. Aber zuerst war Entsorgung angesagt. Daher wurde es ein sehr spätes Abendessen, Noah schlief schnell ein, Amy redete immer weiter und weiter. Und ich bin jetzt auch müde, denn Esra schnarcht erkältungsbedingt schon seit über einer Stunde.

der Leuchtturm Leger