1. und 2. April - Packen und Fahrt nach Dieppe

Diesesmal hatten wir das Wohnmobil schon früh fertig - der Zahnriemen wurde getauscht und Ölwechsel gemacht, der Fehler in der Lenkung jedoch weiterhin nicht entdeckt obwohl wir die Werkstatt danach gefragt hatten. Es zieht also weiterhin sehr stark nach rechts und manchmal ruckelt die Lenkung. Es war lange kalt in diesem Frühjahr, so hatte ich das Vergnügen, das Wohnmobil im Schneegestöber auf Sommerreifen von der Werkstatt heimfahren zu dürfen!

Uns ging es leider diesmal nicht so gut in der letzen Woche vor der Reise. Gunter und mir schmerzten alle Knochen, Noah hatte heftigen Durchfall und auch ihm tat alles weh, Amy bekam 3 Tage vor Ferienbeginn eine Mittelohrentzündung! Ich hatte zudem wochenlang heftige Kopfschmerzen und war schon am Verzweifeln. Also, ließen wir es doch langsamer angehen und fuhren erst Donnerstags, obwohl es Mittwochs schon Ferien gegeben hatte.

Insgesamt tat sich jedoch Einiges sehr Positives in den Wochen vor der Abreise. Ich habe das Gefühl, daß wir Ideenmäßig bezgl. der Photos doch weiterkommen werden. Wahrscheinlich gibt es sogar noch eine Überraschung hier in diesem Bericht!

Das Packen war wie immer anstrengend - ich mache es einfach nicht gerne. Ein wenig Routine haben wir jedoch, es geht schon etwas einfacher. Die Photo- und Hörspielsachen sind immer am schwierigsten, denn man darf da nichts vergessen. Für die Kinder bereitete ich also cd's - ich verwandele die Hörspiele in mp3's und mixe unsere Liebingsmusik darunter, damit wir wechseln können ohne die cd's dauernd wechseln zu müssen. Beim Packen merke ich auch immer, welche unliebsamen Tätigkeiten ich schon wieder viel zu lange aufgeschoben habe. Anscheinend brauche ich den Zeitdruck? Die Kinder waren jedenfalls schon ganz ungeduldig, denn die Zeit zwischen Herbst- und Osterferien ist sehr lange und wir werden dann immer heftigst meersüchtig.

Wir fuhren erst nach 17:00 Uhr los, denn so lange hatten wir noch Sachen zusammengetragen. Leider wurden wir unterwegs schon ausgebremst, denn wir kauften noch Brötchen und Wurst beim Penny, dann versuchten wir ein Schmerzmittel für mich aufzutreiben, falls ich noch einmal so eine heftige Migräneattake bekommen würde. Das Schmerzmittel, war leider bei keiner der angefahrenen Apotheken vorrätig. Es dauerte bis wir schließlich ein dem verodneten Mittel ähnliches Schmerzmittel in der Hand hielten - die Apotheke mußte dazu so spät abends noch den Arzt kontaktieren. Schon in Kirchheimbolanden hielten wir wieder, denn der Tank war leer und ich mußte noch das Handy aufladen, damit wir unterwegs zu erreichen sind. Uff, dann ging es erst richtig los. Ohne weitere Unterbrechung fuhren wir nach Frankreich. Als es dunkel wurde stoppten wir zum Abendessen, plötzlich wimmelte es nur so von Polizei. Da wird einem ganz komisch zumute. Die französischen Herren, die recht gefährlich aussahen mit den schwarzen Anzügen und den Waffen waren jedoch alle sehr gut gelaunt - es war wohl irgendeine Übung! Ich hatte zuviel Tee getrunken und nutzte erstmals das Klo. Beim Spülen klemmte was, dann schwappte das Wasser über und hörte nicht mehr auf zu laufen:-( Mist! Wir können die Pumpe nicht anstellen, denn dann läuft das Klo über. Irgendwas ist kaputt. Das fängt ja gut an.

Wir fuhren trotzdem noch eine Stunde lang weiter, fanden so gegen 23:00 Uhr einen Platz, auf dem viele Lastwagen standen und der hell erleuchtet war. Gunter fing so spät noch an und sah sich das Klo genauer an. Zum Glück, denn irgendein Teil (ich weiss nicht, wie man es nennt) war ganz heiß. So beschlossen wir uns nach einer Stunde der Bastelei, den Schlauch abzubinden, damit kein Wasser mehr läuft, die Sicherung raus zu nehmen und einfach mit einem Becher nachzuspülen. Vielleicht fällt uns später zu dem Thema noch was ein, die Urlaubszeit ist eigentlich zu schade für so was.

Klo

OK, kein tolles Bild - aber es gehört meiner Meinung nach in den Bericht.

Ich schlief mit Amy unten in der umgebauten Sitzgruppe und hatte eine sehr unruhige Nacht. Da ich sowieso auf Raststätten schlecht schlafe, höre ich einfach alles. Die Laster neben uns fuhren oder kamen, Gunter schnarchte und ich kam nicht an ihn ran, mußte auftstehen um ihn zu wecken, Amy strampelte, später war es kalt ....

2. April, nach Le Treport und Dieppe

Wir kuschelten solange, bis kein Lastwagen mehr neben uns stand. Dann holten wir an der Tankstelle zwei Baguettes und weihten das Mobil mit franzöischen Krümeln ein - damit muß es nun wohl oder übel die nächsten zwei Wochen klarkommen. Dann zog es uns gegen jede Logik wieder auf dem kürzesten Weg zum Meer! Komisch - eigentlich wollten wir schon letztes Mal zur Ile de Re - und immer wieder fahren wir zuerst zur Normandie und zwar nach Le Treport! Strahlender Sonnenschein und leuchtend blaues Meer empfingen uns! Wow! Sofort machten wir, was wir hier immer machen:-) Steine werfen und Photos davon machen - uns ist es jedenfalls nicht langweilig. Ich nahm Fischer auf, die mit großen Kechern etwas fingen (ich kam leider nicht nah genug ran zum Fragen), das Licht war toll, tiefe, tiefblaue Wolken hingen am Horizont, das Meer glitzerte davor hell in der Sonne, dazu Steine, Möwengekreisch und kühle feuchte, salzhaltige Luft.

Hier sind die Muschelkästchen am günstigsten - also kaufte ich traditionsgemäß zwei kleine (man kann sie immer gut als Geschenk gebrauchen). An einem kleinen Ständchen wurden wir von einem "seltsamen" Mann angesprochen - eigentlich eher ich, doch als er Gunter sah, sprach er auch mit ihm. Eine ganz komische Anmache war das. So ganz verstanden habe ich es nicht, um was es ging, er schien sich jedoch über die ersten Touristen zu freuen. Ende Oktober freut sich über die keiner mehr! Wir kauften im Supermarkt Fisch und Brot und fuhren nach Dieppe um zu sehen, ob es den Stellplatz, der im Oktober geschlossen war, wieder gibt. Es gibt ihn wieder, jedoch ist er nun nicht mehr kostenlos - pro Nacht löhnt man 7 Euro, hat dafür jedoch Entsorgungsmöglichkeit. Es regnete und donnerte, sah teilweise so aus, als ließe es gleich nach, tröpfelte jedoch so stark weiter, daß ich meinen Abendspaziergang alleine machte und tratschnaß zurückkehrte. Schade. So bezahlte ich denn die Gebür und lud die Bilder herunter, Gunter bereitete Fisch mit Reis und wir aßen zu Abend. In der Nacht beobachteten wir ein sehr großes Schiff, welches laut brummend an uns vorbei fuhr und eine Stunde später wieder schwer beladen zurückkehrte, das war schon beeindruckend. Jetzt schnarcht Gunter schon wieder und ich werde auch ins Bett gehen - der Anfang des Berichts ist gemacht. (mir ist vorhin eingefallen, daß ich den Bericht vom Oktober immer noch nicht beendet habe - wenn es klappt mache ich das von unterwegs:-)(ha, ha - was ich da bloß dachte, als ich das geschrieben habe!)

Hier noch die Bilder von heute:

Frühstück

ein Panorama aus zwei Bildern zusammengesetzt

Steine

ideal Steinewerfstrand

Fischer

Fischer

Da sind die beiden - doch plötzlich war meine Batterie leer.

Einkaufen

es war recht kühl - aber auch sehr angenehm da die Luft so frisch war. Bummeln durch Le Treport - immer mit Blick auf den Boden, denn hier gibt es sehr viele Hunde!!!

Leuchtturm

Ja, der darf nicht fehlen - ich photographiere ihn immer noch!

Esra

Diese Tür sah sicher mal wunderschön aus

Leuchtturm

die Spitze des Leuchtturms vom Le Treport

les Bains

Les Bains von Le Treport aus gesehen

Möwe

und noch ein Photo für die Meeresstimmung

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