5. April, von Erquy nach Pointe de l'Arcouest
Da es stürmte, regnete und trüb und kalt war, trödelten wir. Ach, das tut gut. Wir frühstückten ewig, ich brannte cd's, die Kinder malten und spielten. Wir fuhren nachdem wir gedumpt und frisches Wasser aufgefüllt hatten, nach St Quay. Da war es nicht mehr ganz so kalt (beim dumping hatten wir die Finger fast erfroren!) so machten wir die Wanderung von St Quay nach Portrieux, immer der Küste entlang und da wir vorher natürlich an den Strand gemußt hatten, viele, viele Treppen hoch und wieder runter. Der Sturm so hoch oben war dann doch wieder heftig. Trotzdem tat die Wanderung sehr gut. Wir liefen unterhalb des Semaphors entlang (im Reiseführer hatte Leuchtturm gestanden), der Leuchtturm stand jedoch im Meer und sah wie eine Biene aus:-) eigentlich sehr wenig imposant. Ich machte trotzdem ein Bild. Gunter hatte Kopfweh, er legte sich nach der langen Wanderung im Wohnmobil hin, die Kinder liesen am Strand Tangboote fahren und verfolgten dem Weg. das geht übrigens so: sie nehmen ein kleines Stückchen Tang, welches immer irgenwo herumliegt und suchen sich ein Rinnsal in welchem das restliche Wasser der Flut so gemächlich ins Meer fließt. Groß sind die nicht, aber es fließt im Watt eigentlich immer irgendwo, irgendwas. Dann versuchen die Kids den Weg frei zu machen, so daß das Tangstückchen ungehindert und ohne weitere fremde Hilfe bis ins Meer treiben kann. Die Strecken sind manchmal enorm, denn die kleinen Bäche fließen nicht gerade aus. Jedenfalls beschäftigen sich die Drei auf diese Weise sehr lange. Ich sah mir derweil die Muscheln genau an, doch leider hatte Amy wieder vor der hereinkommenden Flut Angst, sodaß wir zusammen zum Mobil zurückgingen.

der Leuchtturm von St Quay

noch etwas näher

noch zwei Türme weiter im Meer

eine Auster und zwei Schnecken

Blick auf den Strand von St Quay - die Kinder hätten Lust gehabt in diesem Schwimmbad zu schwimmen, ich stimmte dem zu und sagte nur, gut - sie sollen ruhig reingehen:-) Ein kleiner Finger reichte aus, sie zu überzeugen, daß diese Idee nicht so gut war. Sie verschoben ihr Unternehmen auf den Sommer:-)
Nach der Wanderung kauften wir ein, Gunter quälte sich mit Magenschmerzen und ich war einfach nur müde. Wir hielten am Pointe de l'Arcouest und da das Wetter so schlecht war, ruhten wir uns aus, die Kinder spielten. Wir unternahmen einen Spaziergang zu den Felsen, die Kälte und der Sturm trieben uns zurück ins Mobil. Zu gerne würden wir mal Boottouren unternehmen, aber bei dem Wind bekommen wir Landratten Angst. Gegen Abend trafen immer mehr Wohnmobile ein, so beschlossen wir auch zu bleiben, und machten gegen 20:00 Uhr eine Wanderung zum Hafen. Die Bootstour rund um die Insel würde uns sehr viel Spaß machen - wir sahen ein Schild mit einer genauen Beschreibung und einer Preistafel. Mal sehen, was das Wetter morgen dazu sagt. Wir sahen in der Nacht noch Monster AG und ich bearbeitete nur die Bilder, schrieb aber nicht. Es war schon zu spät. So hatten wir mal einen Trödeltag, wir hatten ihn wohl nötig, denn wir waren ja kurz vor der Abfahrt alle etwas kränklich gewesen.