20.3. 2002 - Abfahrt in Richtung Reims

Ich am Steuer, es klappt ganz gut, nur leider leide ich diesmal sehr unter Rückenschmerzen und nutze Anstelle eines guten, jedoch teuren Sitzes, ein simples kleines Kissen. (Gegen Ende der Reise war's dann in Ordnung)

Ich am Steuer, es klappt ganz gut, nur leider leide ich diesmal sehr unter Rückenschmerzen und nutze Anstelle eines guten, jedoch teuren Sitzes, ein simples kleines Kissen. (Gegen Ende der Reise war's dann in Ordnung)

Die Kinder während der Fahrt, sie sitzen recht bequem in den Kindersitzen

Die Kinder während der Fahrt, sie sitzen recht bequem in den Kindersitzen

Mein Bruder Andi wollte eigentlich mit in die Bretage, er arbeitet zu viel und kommt kaum dazu mal Urlaub zu machen. Da er "allein" ist (besser gesagt war:-)), fährt er auch gar nicht mehr weg. Einen Platz haben wir noch im Wohnmobil und die Kinder lieben ihren Onkel, also bietet es sich an, ABER er wurde ganz kurz vorher noch krank. Noch Minuten vor der Abfahrt telefonieren wir, letztendlich fahren wir doch allein los, viel zu spät, denn das erste Packen dauerte doch länger als erwartet. Außerdem leeren wir noch den Wassertank und füllen ihn mit frischem Wasser, brauchen noch ein paar passende Plasitikboxen und Wasserkanister ...

Erst gegen 17:30 Uhr brechen wir auf. Im Penny, nach nur einem km machen wir schon zum ersten Mal Halt! Wir wollen noch ein paar frische Brötchen mitnehmen. Wir fahren so spät Abends, damit die Kinder nicht den ganzen Tag am Stück im Wagen verbringen müssen. Die ersten 4 Stunden Fahrt packen wir im strömenden Regen, merken hierbei, daß die Beleuchtung des Armaturenbretts nicht funktioniert und schlafen schließlich schon in Frankreich kurz vor Reims auf einer Autobahnraststätte, direkt hinter einem deutschen Wohnwagen. Amy und ich schlafen leider nicht, draußen herrscht ein heftiger Sturm, der das Wohnmobil erbeben läßt, das macht Amy Angst und hält auch mich vom Schlafen ab. Ziemlich gerädert also, kriechen wir um 8:00 Uhr aus den Betten und weiter geht`s auf Frankreichs kostenpflichtigen Autobahnen, die aus diesem Grunde jedoch auch angenehm leer sind. Es regnet, wir können also das Wohnmobil ausgiebig auf Dichtigkeit überprüfen:-) Es ist dicht - auch die Heckklappe. Aber der Scheibenwischer gibt auf, sobald wir die Normandie erreichen. Er bleibt einfach stehen, wischt mit Glück nur noch auf schnellster Stufe. Unangenehm, denn wir sprechen außer Bonjour, merci und au revoir kein Französisch. Oder besser, wir haben es wieder vergessen, weil wir nach den jahrelangen Französischkursen in der Volkshochschule nie nach Frankreich gefahren waren. Wir haben die Sprache also nie angewendet. Meine Auffrischungsversuche schlugen auch in der Wohnmobileinrichtungshektik fehl! Gunter liest während der Fahrt ab und an im Sprachführer und tatsächlich verstehen dann die Fiathändler sogar, daß unser Scheibenwischer nicht funktioniert, aber helfen kann leider keiner, denn das Teil fehlt. Auch wenn nur das Relais defekt ist, müssen Motor und Relais erneuert werden, denn ie bilden eine Einheit.

eine kleine Pause - keiner will lächeln - dann eben nicht

eine kleine Pause - keiner will lächeln - dann eben nicht

21.3. Normandie - Veules Les Roses

Nach Reims fuhren wir Richtung Amiens, die Strecke packen wir recht flott. Der Regen lies nach und unsere Hoffnung stieg, doch dann fing es wieder an. Der defekte Scheibenwischer nervt. Doch dann sehen wir das Meer: Cayoeux sur Mer. Im Regen sage ich "Hallo" und komme nach 2 Minuten klatschnass zurück. Sehr gefrustet fahren wir weiter und bemerken, daß sich das Meer nur sehr selten zeigt. Außerdem gibt es hier im Vergleich zu Neuseeland, welches uns noch sehr nachhängt, seeeeeehr viele Straßen, Häuser, Städte, Menschen, Autos........ Wir sehnen uns schon wieder sehr nach unberührter Natur - ja, ja wir wissens, gibt es hier nicht! Wohnmobil nach NZ verschiffen?? Ach, die dumme Rechtssteuerung. Die Gedanken gehen mit uns durch. Nur, wir denken glücklicherweise beide das Gleiche! Dann vielleicht wenigstens Kanada?? Nein, wir müssen uns zusammenreißen. Die schönen Anwesen in der Normandie ansehen. Wunderschöne alte Häuser und alte Bäume und schöne Kirchen. Der Regen hört auf, bei Quiberville gehen wir an den Strand und die Kinder fühlen sich sofort wie in Neuseeland:-) DIE haben keine Probleme! Das Meer sieht irgendwie ziemlich schmutzig aus. Der Pazifik ist im Vergleich immer so schön knallblau! Den Atlantik habe ich bisher noch nie gesehen - das ist jetzt das erste Mal. Vor lauter Aufregung vergesse ich das Portemonaie im Wagen, auch die Blende des teuren Radios/mp3's bleibt dran. Es passiert zum Glück Nichts. Die Kinder haben viel Spaß beim Steinewerfen, wir machen sogar Langzeitaufnahmen und ich fotografiere erstmals (außerhalb des Studios) mit Gunters Contax Ausrüstung, weil ich einen Teil meiner Olympusausrüstung an Johannes verkauft habe (nein, stimmt eigentlich nicht - ich habe die Olympus verkauft, weil ich auf Contax oder Mittelformat umsteigen will). Ich bin müde, habe Kopfweh, kann mich nicht konzentrieren und habe gerade noch die Periode bekommen. Günstige Vorrausssetzungen, was? Die Campingplatzsuche erweist sich als schwierig, denn die sind alle noch geschlossen. Wir haben jedoch Glück und finden mit Hilfe des Reisemobil-international Stellplatzführes einen kostenlosen Stellplatz vor einem geschlossenen Campingplatz. Ich muß eine Kopfwehtablette nehmen und schlafe bei Meeresrauschen ein. Morgens wache ich mit Migräne auf und muß leider eine Migränetablette nehmen. Nach einer weiteren Stunde Ruhe ist mein Kopf klar genug zum Aufbrechen, was nicht heißt kopfschmerzfrei.

Amy genießt die weissen Felsen, die Brille war schon nassgespritzt

Amy genießt die weissen Felsen, die Brille war schon nassgespritzt

Alle am Strand, hinten die Steilküste - erste Steine werden gesammel

Alle am Strand, hinten die Steilküste - erste Steine werden gesammelt

Das Laufen tut gut, und so kalt ist es eigentlich auch nicht (Gunter übertreibt)

Das Laufen tut gut, und so kalt ist es eigentlich auch nicht (Gunter übertreibt)

weisse Felsen und schwarze Kieselsteine - eine fotogene Kombination

weisse Felsen und schwarze Kieselsteine - eine fotogene Kombination

mit 1000fach  Graufilter

mit 1000fach Graufilter

noch eine Langzeitaufnahme

noch eine Langzeitaufnahme