23.3. Mont St Michel

Am morgen klapperten wir 2 Fiathändler ab, ohne Erfolg. Der Scheibenwischer wischt nicht, zum Glück ist es trocken! Der Verkehr nervte mich. Ich mag nicht zu viele Autos und Strassen! Schlecht, wenn man in Neuseeland war, aber das habe ich sicher schon erwähnt. :-) Unsere Kloleuchte blinkte und wir fanden keine Entsorgungsstation. Bei Carentan landeten wir automatisch auf der Autobahn und dort fanden wir dann beim Tanken, ganz per Zufall eine Kloentsorgungsstation. Zwar eher eine für Reisebusse, die war aber super praktisch für uns. Leider hatte sie eine sehr große Abflussöffung und Gunter paßte nicht auf und spülte unseren Verschlußdeckel für die Thetford Kassette gleich mit weg. :-( Jetzt brauchen wir also noch einen neuen Deckel, der auch nicht einfach zu finden ist.

ein letztes Bild vom Deckel - der gelbe im Hintergrund!

ein letztes Bild vom Deckel - der gelbe im Hintergrund!

Gegen mittag suchten wir einen schönen Strand zum Spielen und Verweielen, dieser hieß Genets. Kaum an den Felsen, die wir so lieben, angekommen, wässerte Noah mal wieder eine Hose samt Strümpfen und Wanderstiefeln. Gunter`s Laune sank auf Null. Die Sonne kam raus und so spiele Noah ohne Hose, die ich schon extra geholt hatte - auch die Stiefel hatte ich schon versucht vom Pipigeruch zu befreien. So durfte ich also mehrfach durch den weichen Sand wandern und müde werden. Esra lieferte durch zu heftiges Spielen den Eimer, den wir extra für die Reise angeschafft hatten, denn der hätte sich auch wunderbar als Aufbewahrungsbox für muffelige Muscheln geeignet. Schade.

Noah mal unten ohne

Noah mal unten ohne

Ziemlich sandig und Seeluftgetränkt zog es uns weiter auf "Forschertour". Von einem weiteren schönen Strand aus sahen wir den "Berg" St Michel. Eigentlich wollten wir die allzu touristischen Stellen auslassen, aber dieser Anblick zog uns magisch an. Also beschlossen wir doch hinzufahren und waren erst mal etwas entsetzt, daß der Parkplatz 8€ kosten sollte. Der nette Herr am Eingang sagte uns jedoch, daß wir auch übernachten könnten und diese Idee fanden wir dann recht gut. Eine ganze Horde Camper standen schon da, also gesellten wir uns zu den meist fanzösischen Wohnmobilisten. Es war gerade Ebbe und ich freute mich auf die Flut, die den Berg später umhüllen sollte. Wir genehmigten uns einen Imbiss und machten uns im Touristenstrom auf, den Klosterberg zu erkunden. Ich fand es gar nicht mal so schlecht. Diese alten Gemäuer wirkten auf uns, die Kinder konnten sich die Ritter richtig vorstellen. Amy hatte Angst vor evtl vorhandenen Geistern. In Ruhe fotografieren konnten wir nicht, denn die Kids wuselten und standen oft im Weg (nicht uns, sondern den Leuten, die weiter wollten). Von der Flut war immer noch nichts zu sehen. Wenn wir schon mal so schön vor Ort stehen, freute ich mich auf stimmungsvolle Abendbilder. Die Stimmung blieb jedoch aus, denn die Sonne verschwand einfach, plups und weg. Als dann die Beleuchtung angeschaltet wurde zog es mich dennoch in den Matsch und ich machte ein paar Bilder. Dabei traf ich einen deutschen Herrn, mit dem ich vorher schon geredet hatte und erklärte kurz das Notwendigste zum Thema Nachtaufnahmen - nicht blitzen usw. Mit Hilfe meines Statives sahen die Bilder - auch digital, sehr annehmlich aus. Lächelnd schlich er dann in sein Wohnmobil zurück, ich auch. Abends ist es noch sehr kühl und meine Finger waren heftig gefühllos geworden. Schön daß man gleich die Bilder anschauen kann. Von den Nachtaufnahmne kombinierte ich zwei zu einem und war recht zufrieden.

Am Nachmittag auf dem Weg zum St Michel

Am Nachmittag auf dem Weg zum St Michel

ein kleines Gässchen auf dem Weg zum Kloster

ein kleines Gässchen auf dem Weg zum Kloster

unsere drei Konsorten

unsere drei Konsorten

Der Schatten von St Michel im Watt mit ein paar Wattwanderern

Der Schatten von St Michel im Watt mit ein paar Wattwanderern

zur Nacht, mit dem vorliegenden Parkplatz

zur Nacht, mit dem vorliegenden Parkplatz

Diese Nacht war sehr ruhig, trotz der vielen Nachbarn. Unser Frühstück genossen wir mit wunderbarem Ausblick und weiter geht`s.