28.3. Cote des Légendes, Plouescat

Ich wollte recht früh von dem fast zerfallenen Hotel, neben dem wir übernachtet hatten, weg. Nur ein 10 Minuten Spaziergang am Meer war drin, bevor wir losfuhren. Wir schauten uns den Cairn des Barnénez an, und das war sehr beeindruckend. Wir mußten ein paar Minuten warten, bis geöffnet wurde und zahlten etwa 5 € Eintritt für die ganze Familie. Ich hatte mir Dolmen eher klein und relativ unauffällig vorgestellt,dieses hier war jedoch rießig. Die Gänge waren leider alle verschlossen oder für den Durchgang gesperrt. Das Fürstengrab ist 4500 v. Chr. errichtet worden und war zwischenzeitlich fast als Steinbruch verwendet und abgetragen worden. Es wurde jedoch sehr aufwendig restauriert und kann nun besatunt werden. Die Lage ist außergewöhnlich schön, hoch oben auf dem Hügel, zur einen Seite die Bucht mit Hafen, zur Anderen der Atlantik. Der Hügel war heute aber sehr umstürmt und wir froren, brrrr.

Das ist der Cairn de Barnénez mit Esra im Vordergrund

Das ist der Cairn de Barnénez mit Esra im Vordergrund

Ein Gang durch den

Ein Gang durch den "Dolmen", eigentlich sollten alle Drei auf dem Foto sein, Amy versteckt sich hinter dem Felsen :-)

Gabi und Amy vor dem Dolmen.

Gabi und Amy vor dem Dolmen. Mit dem Tuch versuche ich meine graue Haarpracht zu bändigen, außerdem hält es die Ohren warm. Gunter meint ich solle aufpassen, daß die bretonischen Bauern mich nicht dabehalten - als Vogelscheuche würde ich sicher eine Anstellung finden!

Dann ging es weiter entlang der Küste, was uns nicht immer gelang, weil die Abfahrten nicht vorher ausgeschildert sind, wenn wir das Schild sehen, sind wir an der Straße schon vorbei. Wir haben jedenfalls ein kleines Stück bei Carantec verpasst, und sind dann bei Santec wieder an die Küste gelangt. Dort machten wir eine Wattwanderung, auch im sehr kalten Wind.

>Die Küste sieht morgens bei Ebbe immer etwas unaufgeräumt aus, hier eine Aufnahme bei unserer Wattwanderung

Die Küste sieht morgens bei Ebbe immer etwas unaufgeräumt aus, hier eine Aufnahme bei unserer Wattwanderung

Dann wurde die Küste bei Cleder für unsere geliebten Langzeitaufnahmen, sehr interessant. Viele schöne Felsen und gegen Mittag mit einsetzender Flut, schöne große Wellen. Ideal, wenn man vom Wind absieht. Das Wetter ist ansonsten fast perfekt - sehr sonnig, etwas diesig, aber das Meer kräftig blaugrün. Im Zusammenhang mit den rosa Felsen und den gelben Flechten eine gute Kombination. Ich lief mit Noah etwa 1 Stunde am Strand entlang und machte im Mittagslicht ein paar Fotos - ich kanns nicht lassen, obwohl ich weiss, daß das eh nichts wird. Diesen Strand haben wir uns für das Abendlicht vorgemerkt. Um 14:00 Uhr machten die Geschäfte wieder auf, also gingen wir Einkaufen, denn Morgen ist Karfreitag und wahrscheinlich geschlossen. Die Dame an der Kasse war wieder sehr nett - nur verstanden wir sie nicht:-( (Ich merke mir mal vor, mein Französisch aufzufrischen!). Die Leute sind übrigens fast alle sehr nett! Ich bin begeistert und würde wahrscheinlich sehr viel lernen, wenn ich mich unterhalten könnte, so wie ich es in den USA und in Neuseeland auch immer mache:-) Im Prinzip verbrachten wir den ganzen Tag an Stränden, immer sehr stürmisch und kalt aber wunderschön anzusehen und zu fotografieren und bis auf viele sehr liebe Hunde auch sehr leer!

Eine Langzeitaufnahme im Mittagslicht, mit 1000fach Graufilter, damit das Gras verschwimmt und die Kontraste geringer werden

Eine Langzeitaufnahme im Mittagslicht, mit 1000fach Graufilter, damit das Gras verschwimmt und die Kontraste geringer werden

Noch eine unserer typischen Meeresaufnahmen

Noch eine unserer typischen Meeresaufnahmen

die Kinder erklettern eine besonders schöne Bank auch mit Graufilter aufgenommen

die Kinder erklettern eine besonders schöne Bank auch mit Graufilter aufgenommen

Gunter bei der

Gunter bei der "Arbeit" am späten Abend

Kurz nach Sonnenuntergang, die gleichen Felsen seht ihr weiter oben im kleinen Panorama

Kurz nach Sonnenuntergang, die gleichen Felsen seht ihr weiter oben im kleinen Panorama

Heute haben wir natürlich wieder keinen Campingpatz oder Stellplatz, weil es hier nicht sonderlich touristisch ist, es zu kalt ist, sowieso keiner da ist außer uns ... Wir stehen neben einem Schulbus an einer Straße in Kerfissien. Auf der einen Seite der Strand, den ich morgen vor dem Frühstück besuchen werde - ich freu mich schon. Die Meerluft tut sehr gut - auch wenn sie kalt ist. Ich trage übrigens teilweise die Mützen der Kinder, weil es mir so in die Ohren bläst oder zumindest ein Stirnband, welches auch meine Haare zu zähmen versucht, die sind nämlich viel zu lang und im Sturm unmöglich - könnte ich Französisch, ginge ich zum Friseur!