3.4. Golf du Morbihan, Rückweg

Gegen 5 Uhr weckte uns der Regen, und der hörte den ganzen Tag nicht mehr auf:-( Es regnete auch so stark, daß man mit den Kindern nicht lange raus konnte. An Fotos war aus diesem Grunde nicht mehr zu denken, die Fotoapparate waren innerhalb von 2 Minuten so naß wie ich. Ich ging morgens allein los, um das Meer und die Wellen zu genießen, kam aber klatschnaß zurück. Die Hosen mußte ich ausziehen und auch meine Jacke, die wohl mal wasserdicht war, lies alles durch!

Gabi

ich hatte mir Esra's Mütze geliehen und mit der Coolpix unter der Jacke ein paar Fotos gemacht

Wilde Wellen

das wäre die Stelle für unsere Langzeitaufnahmen gewesen. Aber, man muß auf die rechten Wellen warten und das geht im Regen nicht gut.

Unser Klo war schon wieder voll, ja das geht sehr schnell mit 5 Personen. Gunter mußte dringend und meinte, wir packen es nicht mehr, die Kassette zu leeren, wir sollten in die Stadt fahren zu einer Toilette. Das klappte leider auch nicht, denn Quiberon ist Wohnmobilen nicht so gut gesonnen, ich konnte nicht stadtnah parken:-( Also kurvten wir eine halbe Stunde in der Stadt im Verkehr herum um dann doch die Toilette auf dem gestern erwähnten Campingplatz zu leeren. Die leere Kassette wurde direkt von Gunter gefüllt und wieder geleert. Zwischenzeitlich fragte ich einen französischen Camper, ob wir mal kurz seinen Wasserschlauch nutzen könnten, die Konversation erfolgte mit Händen und Füßen, klappte aber wunderbar. Mit dem passenden Anschlußstück ist es viel einfacher:-) Die Leute haben sich hier was überlegt, denn den Knopf, den man drücken muß um Wasser zu bekommen, muß man jede Minute wieder drücken, damit sich das Wasser nicht abstellt. Hier hat jemand ein dickes Seil um die ganze Relaisation gebunden und mit einem Stück Treibholz wird der Knopf für die gewünschte Zeit festgedrückt. :-) Sehr angenehm. Unseren Tank füllten wir nur 3/4 voll, denn wir werden uns bei dem Wetter früher auf die Rückreise begeben. Das Fahren mit dem defekten Scheibenwischer ist anstrengend aber es klappt.

Noch auf der Halbinsel besuchte ich 3 Dolmen und Menhire, die hier auch so wie schon gestern erwähnt, an einem sehr ruhigen, bedächtigen Ort, nämlich in einem traumhaften kleinen Wäldchen lagen. Ich beeilte mich, denn die Familie wartete und es regnete. Weitere Dolmen liesen wir wegen des strömenden Regen aus. Schade! Gerade dieser Teil der Bretagne wäre sehr interessant für uns gewesen.

In Vannes beschlossen wir, dann halt einkaufen zu gehen, wenn man in der freien Natur nichts unternehmen kann, ohne zu unterkühlen. Wir fuhren von der Autobahn ab und standen direkt nach der Abfahrt vor einem Schild - nur 2m Höhe! Schock! Hinter mir die Autobahn, weitere Autos, kein Zurück!!Doch da, ein wenig zur Seite ein Schild für Fahrzeuge von 3,5m. Uff, das reicht für uns und durch die Mitte. Der Parkplatz, eigentlich fast ein Parkhaus war jedoch viel zu eng für uns, da voller Autos. Im Regen gingen wohl alle einkaufen. Aber das Einkaufszentrum war sehr groß und so fanden wir noch draußen im Freien einen Platz vor einem Spielzeugladen und einem Sportgeschäft. Also hinein mit uns, damit wir mal die Füße vertreten können. Die Kinder wollten natürlich dies und das. Wir kauften einen Baukasten mit Magneten und Kugeln und schlenderten dann noch durch das Sportgeschäft und einen Baumarkt! Was man nicht so alles tut. :-) Zum Mittagessen wollten wir trotzallem ans Meer. Am Chateau de Suscinio fanden wir die ideale Stelle. Gunter machte Bean Burritios während ich mit Noah und Amy am Strand im Nieselregen spazierte und Austern sammelte. Wenn man erst mal feucht ist, wird es sehr schnell kalt, daher waren wir froh, wieder ins warme Wohnmobil zu kommen. Das Chateau sah sehr schön aus, wir waren aber schon recht spät für eine Besichtigung.

Krebs

hier ein toter Krebs, den ich für Noah fotografieren mußte

Schloss

Das Chateau de Suscinio mit dem Flair

Haus

Irgendwie erinnern uns solche Häuschen an Asterix und Obelix:-) Sehen schön aus, was?

Marschland

typisches Marschland - mir gefällt der Geruch, Gunter meint es stinkt

Am Pointe de Pen-Lan verabschiedeten wir uns für diesesmal vom Meer. Unsere Reise wird nun wieder nach Osten führen. An einem Strand voller Austern und sehr braunem Meerwasser wurden wir zu letzten Mal naß heute und ab ging es zuerst mal auf die Autobahn.

autobahn

Hier die etwas anstrengende Fahrt - die Scheibenwischer bleiben immer einfach irgendwo hängen. :-(

Jetzt stehen wir kurz vor Angers, im Loiretal irgendwo mitten im Land auf einem Bauernhof. Der Platz kostete uns 9 Euro, und das, obwohl wir NICHTS brauchen. Aber an der Nationalstraße wollte ich nicht einfach stehen bleiben. Auf diesen Bauernhof fuhren wir im Dunkeln, über sehr enge, schläglächrige Feldwege. Das war mir etwas unheimlich, aber kaum hatten wir gehalten und den Motor ausgestellt kam aus dem Nichts eine nette Frau, die uns anscheinend gefolgt war und wies uns ein. Morgen haben wir einen langen Weg vor uns, mal sehen, wie das klappt. Amy hat heute, obwohl sie nicht geschlafen hatte, bis 23:30 Uhr für Stimmung gesorgt, ich bin jetzt hundemüde. Hoffentlich regnete es morgen nicht, dann wäre die Fahrt enspannter. Den Herr der Ringe haben wir übrigens zur Hälfte gehört!

4.4. Rückweg

Das Wetter war wieder besser am nächsten morgen. Wir fuhren also gemütlich durch das Loiretal. Hielten hier und dort für kleine Pausen. Doch man kommt nicht recht vorran. Also fuhren wir gegen Mittag auf die Autobahn und fuhren und fuhren. Gunter fuhr auch, aber er fährt etwas schneller als ich. Meine Nerven und das Benzin waren bald zu Ende, also übernahm ich das Steuer wieder. Ich bin einfach keine gute Beifahrerin. Mit Landkarten kann ich auch nichts anfangen. Auf Spielplätzen tobten sich die Kinder aus. Wir hörten den Herr der Ringe zuende! Kurz nach Saarbrücken, es war schon dunkel, mußten wir tanken. Ich sah ein Wohnmobil stehen, stellte mich nebendran und wir schliefen. Die letzten 3 Stunden hätte ich nicht geschafft, Amy war auch so bettschwer, daß sie nicht im Kindersitz schlafen wollte.

Am nächsten morgen fuhren wir bei meiner Mutter und Tony in Frankenthal vorbei, Frühstückten zusammen und brachten auf direktem Wege die Diafilme zur Entwicklung. Tja, und trotzdem waren wir einen Tag früher zuhause als geplant.

Fazit: In die Bretagne werden wir auf all Fälle nocheinmal fahren. Wir wissen nun, welche Strände uns Muschel- und Fotomäßig interessieren. Für Langzeitaufnahmen ist die Gegend ideal. Daß die Küste so dicht besiedelt ist, störte mich etwas, aber nach ein paar Tagen hatte ich mich damit abgefunden. Auf einer weiteren Reise weiss ich dann, was ich erwarten muß und ich muß sagen, daß ich mich schon darauf freue. Meine beiden Hobbies, das Fotografieren und auch das Muschelsammeln werden in der Bretagne voll befriedigt:-)