Das erste eigene Wohnmobil und Fahrt in die Normandie und die Bretagne

Die Reisen in die USA, Kanada und Neuseeland in de Jahren 2000 und 2001 haben einen solchen Eindruck bei uns hinterlassen, daß wir beschlossen ein Wohnmobil zu kaufen, weil wir zukünftig nur in den Ferien fahren können, in welchen die Mietmobile zu teuer sind. Daß das so schwierig ist ein eigenes Mobil zu finden, hätten wir nicht gedacht. Es dauerte dann auch ein 3/4 Jahr, bis wir "unser" Wohnmobil gefunden hatten und es auch bezahlen konnten!

Unsere Wahl fiel auf einen 8 Jahre alten Flair von Niesmann und Bischoff, der sich vor allem durch eine sehr robuste Bauart und durch die Warmwasserheizung auszahlt. Wir haben ein einzelnes Heckbett hinten, eine 4er Sitzgruppe vorne und ein Alkoven. Durch den eingebauten Wärmetauscher sitzen die Kinder auch während der Fahrt warm. Eine Solaranlage konnten wir beim Kauf, direkt vom Hersteller, noch heraushandeln und somit sind wir ziemlich autark.

Die Anleitung zum Mobil hatte ich schon gelesen, bis wir das Fahrzeug dann im Februar abholen konnten. Leider war der Beifahrer Sitz nicht wie angegeben drehbar. Also mußten wir das noch nachrüsten. Bei der Probefahrt in den Hunsrück stellten wir fest, daß die Heizung nicht funktionierte. Bis der Fehler dann behoben war kostete einige Mühe, denn wir wollten erst alle Möglichkeiten selbst ausprobieren. Letztendlich kam der Kundendienst der Firma Truma und reparierte die Heziung für 370€ und glücklicherweise geht das noch auf Garantie. Auf unsere ersten Probeübernachtungfahrt entdeckten wir auch, daß ein Polsterteil für den Bettenumbau der Sitzgelegenheit fehlt. Wir hatten angenommen, daß die Rückenlehen dazu verwendet werden, was jedoch nicht der Fall ist. Der Vorbesitzer nutze das Bett auch nie, deshalb konnte er uns auch nicht weiterhelfen. Herr Kampmann von Niesmann und Bischoff war jedoch sehr hilfreich und lies uns dieses Stück Polster zurechtschneiden und schickte es umgehend zu. Einen Überzug haben wir noch nicht, aber das ist nicht so tragisch. Was sich noch als untragbar herausstellte war das Radio, Musik ist uns sehr wichtig, denn die Landschaften wirken mit Bach oder Richard Shindell, Joan Baez oder sonst einer schönen ruhigen Meldodie wesentlich intensiver. Also machte ich mich auf die Suche nach etwas universell einsetzbarem. Ich fand einen MP3 Player mit Anschluß für einen DVD Spieler - IDEAL:-) Mein Schwager Rainer half beim Einbau (ähm, Gunter half meinem Schwager beim Einbau!), und nun können wir Musik hören ohne Ende. Auf nur 3 cd`s habe ich also unsere Lieblingsmusik (ca.60 CD`s) und wenn wir mal eine DVD anhören wollen, können wir das Notebook, welches ja immer mit auf Tour ist, einstöpseln und über die hinteren Lautsprecher hören. Das bietet weiterhin den Vorteil, daß die Kinder während der Fahrt Bibi Blocksberg hören können, während wir uns vorne unterhalten:-)

Und nun geht es auf unsere erste größere Fahrt - in die Normandie und die Bretage, in den Osterferien 2002.