23. Oktober, vom Mt St Michel nach Erquy

Wir liefen nicht mehr zum Klosterberg, sondern machten uns, nachdem wir uns von den kanadischen Freunden verabschiedet hatten gleich auf den Weg weiter Richtung westen. Das Wetter war morgens auch leider sehr trüb, Mt St Michel sah tatsächlich langweilig aus. Es war weiterhin recht feucht von oben, dazu ein heftiger Wind und kühle Temperaturen. Ich hätte mit den Kindern gerne das Reptilarium angesehen, wir hätten jedoch mehrere Stunden warten müssen. So fuhren wir nach Cancale und parkten in der Stadt, aber so, daß wir niemanden behinderten. Das Parken ist für Wohnmobile nicht gestattet, der Wohnmobilstellplatz ist jedoch so weit entfernt, daß es sich für unseren höchsten 20 minütigen Spziergang nicht lohnte - wir wollten einfach mal die Austernstände ansehen - auf ein Restaurant hatten wir mit den Dreien keine Lust, denn es wird zu teuer und die Kinder essen es evtl nicht. Ich muß auch ehrlich gestehen, daß mich die Austern nicht gerade anmachen. Dick eingepackt schauten wir uns also die Restaurants an und vor allem, was davon alles ausgestellt ist, nach wenigen Minuten kehrten wir also unterkühlt zum Wagen zurück.

Austern

Austern von einem Restaurant

Austern

und noch welche

Jungs und Austern

Die Jungs bestaunen die Auslagen

Austernernte

die Austernzucht vor Cancale - dem Herrn war's auch kalt, ist sicher ein Praktikant aus Afrika (oder sonst einem warmen Land:-) Der Sturm blies einen fast weg!



boot

der Hafen von Cancale

Pointe du Grouin

Am Pointe du Grouin - schade, daß die Farben nicht besser waren, wir kennen diese Stelle von unserer ersten Reise in tiefblau!

Am Pointe du Grouin kochten wir uns eine warme Gemüsesuppe - hier gibt es so leckere zu kaufen. Mit frischem Baguette schmeckt das richtig lecker. Der Sturm lies nicht nach, aber es klarte etwas auf. So ging ich schnell alleine los, um ein paar Langzeitaufnahmen zu machen. Gunter las sein spannendes Buch, die Kinder spielten und malten. Der Sturm war wahnsinn, mein Teleobjektiv wurde von der Wucht zurückgeschoben, was nicht so schön ist, wenn man versucht mehrere Minuten zu belichten. Hie und da glückte mir ein Bild und es war scharf:-) Als ich zurückkam war es mir sehr warm, denn ich hatte einen winddichten Pullover und eine Fleecejacke an (die langen Unterhosen habe ich schon die ganze Zeit an). Gegen den Wind anzukämpfen kostet Kraft und macht müde.

Das es aufgeklart war, wollte ich es nochmal versuchen St Malo von Dinard aus aufzunehmen, bei dem Sturm und den ziehenden Wolken hätte es sicher sehr gute Langzeitaufnahmen gegeben. ABER Dinard, so schön es ist und den Flair den es hat, mit unserem Flair kommt man nicht gut rum. Mir wurde es sehr warm in den engen Gassen, ein falsch geparktes Auto und wir hätten festgehangen. An einen Platz zum Parken ohne diese 1,90 m Barrieren war gar nicht zu denken, so fuhren wir gefrustet weiter, schade!!! Nur wenige Kilometer weiter gibt es den Pointe du Decolle, da konnten wir parken und wir machten vom windgepeitschten Meer Photos. St Malo und Dinard waren zu weit weg, die Luft salzwassergetränkt - also keine Weitsicht. Warm eingepackt photographierten wir eine Weile, es klappt, wenn man sich mit aller Kraft oder dem ganzen Gewicht (bei mir nicht ganz so effektiv:-) auf das Stativ lehnt. Trotzallem ermüdet der Strum uns sehr, vor allem, weil er so kalt ist, daß er bis auf die Knochen bläst.

Sturm

Sturm in den Hecken, die Boote wackeln, St Malo weit in der Ferne

Häuserfront

Einsam ist die Küste in dieser Gegend nicht!!!

Lang

Man kann aber solche Photos machen und es sich einsam denken:-)

Kurz

Kurzzeit hat auch was, gell?

Küste

wild

Wasser

typische, vom Sturm gezeichnete Wasseroberfläche

Amy

Amy ist immer gut gelaunt

Ja, und dann kommt schon wieder die Tageszeit, um die man Ausschau nach einem Stellplatz halten muß. Am Cap Frehel, dessen Leuchtturm wir noch nicht ordentlich photographiert haben, standen zwei Wohnmobile, aber der Sturm tobte dermaßen, daß es mir überhaupt nicht danach war, raus zu gehen und den weiten Weg nach vorne zu laufen. An der steilen Küste war uns bei der Windstärke zu gefährlich, mit Kindern geht man dann sowieso nicht hin - da liegen meine Nerven manchmal schon bei Schönwetter blank. Der Lärm, den der Wind machte war ohrenbetäubend, zudem rüttelte es heftig, sodaß die Nachtruhe gefährdet war. Der Himmel verfärbte sich am Horizont leicht rot, wir konnten jedoch durch den ungünstigsten Standort nichts sehen und fuhren warm eingepackt mit laufender Heizung weiter, um den Sonnenuntergang zu sehen.Und wieder verliesen wir den Leuchtturm des Cap Frehel unfotografiert.

Die Sonne zeigte sich für ca. 2 Minuten, dann war sie in der nächsten Wolkenwand verschwunden - das Wetter für morgen? Jetzt war Erquy nicht weit, dort gibt es einen schönen, großen Strandnahen Stellplatz. Wir fuhren also durch die mittlerweile dunkle Nacht, es zog sich, wir waren alle müde. Endlich in Erquy angekommen, der Schreck! Der Stellplatz ist geschlossen! Mist. Aber auf dem Parkplatz nebenan standen ein paar Wohnmobile. Dorthinzukommen war nicht leicht, denn die Absperrungen waren weiterhin vorhanden. An einer einzigen Stelle war ein Betonklotz zur Seite geschoben, somit war die Einfahrt frei. Ich dachte mir jedoch, daß sich genau auf diesen Platz ein Auto stellen kann, es war ja weiterhin ein regulärer Parplatz, und so blieben wir vor dem großen Platz, am Rande stehen. Es stürmte noch, wir standen durch die Häuser drumherum geschützt, schließlich hörte auch der Sturm auf.

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