14. April - immer noch Camaret

Wir verschliefen, denn die Nachtruhe war so unruhig gewesen und die Anstrengungen der letzten Tage saßen uns in den Knochen. Ich hatte wieder Migräne, konnte meinen Kopf kaum bewegen ohne das Gefühl zu haben, die Zähne würden mir gleich aus dem Mund herausfliegen. Da wir so spät waren und Ira abreisen mußte - wir ihn natürlich vorher noch sehen wollten, schnallten wir die Kinder noch in Schlafanzügen an und fuhren zum Hafen. Dort fühstückten die drei - wir trafen Ira sofort und redeten und verabschiedeten uns. Dann kamen noch Andrea und Thomas, Gespräche überall. Das Licht war super - der langweilige Nebel, der schon den ganzen Morgen über der Stadt gehangen hatte kämpfte mit der Sonne und verlor nach einer Weile endgültig. Wir wollte photographisch loslegen - auch Thomas scheint einen juckenden Photofinger zu haben:-) Sogar Noah schnappte sich wieder die Coolpix. Ira fuhr los, sein Flug zurück nach Köln ging von Brest aus - glücklicherweise war es nicht sehr weit! Wir gingen an die Arbeit. Noah verfolgte uns auf Schritt und Tritt mit dem Photoapparat und seine Bilder sind toll. Amy machte Kunst aus Steinen, die Noah dann für sie ablichtete und die Steinkunst wurde sofort wieder eingepackt. Ira hätte an dieser schnellen Vergänglichkeit seinen Spaß gehabt.

Camaret

der Nebel lichtet sich, die Häuser bekommen Farbe

Nebel

Farbe und Nebel

Boote

Boote und Ruhe

Holzwrack

mal wieder was SW - in dieser Stimmung paßt es meiner Meinung nach

Noah's Bild

NOAH hat dieses Photo aufgenommen!

Pano - Noah

und noch ein Photo von NOAH

"Esra's" Ira's Kamera war mit Ira auf dem Weg nach Köln - ich denke, wir müssen den Kindern nun ihre eigenen Kamera's kaufen:-)

boot

ich mag es sehr, wenn man den Horizont nicht mehr erkennt und das Meer und der Himmel zusammenfließen - das Gefühl der Weite wird noch verstärkt

Da ich das Fühstück aber irgendwie verpaßt hatte - die Kids hatten die Croissonts fast komplet weggefuttert, pochte mein Kopf immer mehr. Noch während wir uns unterhielten rutschte die Seamaster langsam und völlig unspektakulär ins Wasser. Gunter hatte ein Medienspektakel erwartet und das war genau das Gegenteil. Wir fuhren aus dem Weg, denn der Parkplatz füllte sich mit PKW's und das Womo störte. Ich hatte übrigens bei der ersten Phototour den Schlüssel im Mobil stecken lassen - mein Kopf war einfach nicht klar. Die Kinder aßen zu mittag, ich frühstückte, nahm ein starkes Schmerzmittel und legte mich hin. (Ein Migränemittel darf ich erst wieder in 2 Tagen nehmen - sonst belastet es den Körper zu sehr). So bekomme ich den Schmerz aber leider nicht in den Griff. Wir beschlossen also den Tag sehr gemächlich anzugehen. Der "Verfolger" mit seiner Filmkamera war weg - auch daran mußten wir uns erst gewöhnen. Die Kinder angeln gerne - die Flut kam gerade rein. So gingen wir im strahlenden Sonnenschein (und es war erstmals auch recht warm) zum Hafen. Sahen im Wasser richtig große Fische und dachten schon an unser Abendessen. Wer den Fisch dann töten müßte, war noch offen. Trotz großer Anstrengungen mit der Angelrute, mußten wir diese Entscheidung schließlich nicht treffen, denn außer Plastiktüten (mit Absicht aus dem Wasser geangelt) und Tang (eher ohne Absicht) fingen wir nichts. Trotzdem hatten wir eine sehr schöne Zeit gehabt, denn die Seamaster war in die Bucht gefahren, dann wieder zurückgekommen und es war einfach schön zuzusehen. Über dem Wasser fliegen und jagend konnten wir Seeschwalben beobachten, und im Wasser gab es Hunderte kleiner Fische die immer wieder silbern aufblitzten wenn sie nach etwas eßbarem schnappten. Wegen meines Kopfes und weil wir mal keinen Termin haben wollten, entschieden wir doch nicht mit dem Boot zu den Grotten zu fahren. Ich hätte den Dieselmotor und die Bewegung schmerzmäßig nicht aushalten können. Noah hatte das nicht rechtzeitig mitbekommen und da er sich sehr für alles was mit dem Meer zu tun hat, interessiert und sich schon sehr auf die Schiffsfahrt gefreut hatte - war seine Enttäuschung sehr groß. Wir machten mit Andrea und Thomas aus, daß wir eine Tour zu den Sept Iles machen würden. Da wir so lange am Leuchtturm herumgelungert hatten waren sie nach ein paar Stunden zu uns gekommen. Die beiden wollen wir morgen auf dem Rückweg besuchen. Ich hoffe, das klappt, denn es ist nun die 3. oder 4. Bootstour, die wir planen. Erst spielte das Wetter nicht mit, dann hatten wir Bedenken wegen der Flut ....

Andrea und Kids

Andrea erklärte den Kinder viel im Bezug auf die Zusammenhänge - Umweltverschmutzung und Leben im Meer und stieß natürlich bei unserer kleinen Sippe auf sehr offene Ohren

Noah angelt

Noah angelt

Möwe

diese Möwe besuchte uns - sie war am Bein verletzt konnte nur hüpfen (und natürlich fliegen) - den Kindern tat sie sehr leid.

Kinder angeln

unsere Kinder angeln Tang, Amy hat besonders viel Spaß dabei

Seamaster

ahhh, diese Farben und Wolken! Bei diesem Anblick kann man wirklich mal die Beine baumeln lassen.

Seamaster

Seamaster und Leuchtturm

Seamaster

die Seamaster kehrt vom kurzen Ausflug in die Bucht zurück - mir viel Fernweh im Bauch schaue ich mir das Spektakel an.

Küstenseeschwalbe

eine Küstenseeschwalbe bei der Futtersuche

Segelboot

Erst am späten Nachmittag, eher am frühen Abend fuhren wir los - wir hatten noch eine ganze Weile Tüten angelnd mit den Beiden geredet. Das ist eine tolle Sache - man sieht jemanden, denkt der/die kommt mir so vertraut vor und dann ist es auch so. Wir sind wirklich richtig auf einer Wellenlänge und es macht uns großen Spaß uns besser kennenzulernen!

Wir fuhren nach La Digue, denn da findet Gunter seine liebsten Photomotive (dicke, glatte, zerfurchte Felsen) wenn das Licht mitspielt und die Kinder hätten gute Möglichkeiten zu Klettern und im Sand und den Tidepools zu spielen. Ich sehe in den Felsen kaum Motive - komisch, was? Aber so ist das, jeder hat seine eigene Vorliebe. Auf der 1,5 stündigen Fahrt konnten die Kinder ruhen. Der Strand war wirklich toll, doch leider - wie so oft - verschwand die Sonne eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang hinter einer Wolkenwand. Schade! Der Strand ist jedenfalls absolut toll! Hier gibt es keine Souvenirshops, keine Hotels, fast nichts. Kleine knudelige Häuser mit Blick zum Meer - lange halte ich es nicht mehr aus, ich brauche auch den Meerblick jeden Tag!!!! Wir schauen uns immer wieder Häuser an und denken, wie es wäre, hier wohnen zu dürfen. Den Strand in allen Jahreszeiten und Wetterlagen zu sehen. Die Veränderungen miterleben zu dürfen, nachts das Meer rauschen hören und in der Ferne die Leuchttürme blinken sehen. Ach! Hoffentlich bald.

Die Kinder hatten gehört, daß Andrea für eine Freudin Schulp sammelt, denn die hat viele Vögel und wenn man die Dinger kaufen muß, ist es teuer. Hier liegen sie überall herum - so sammelten die Drei, so viel sie tragen konnten. Ich werde beim nächsten Strandbesuch eine Tüte einstecken. Wir sahen einen "gruseligen" Tiefnebel auf den Wiesen hinter dem Meer. Der war so dicht, daß man fast gar nichts mehr sah, wenn man durchfahren mußte. Nun stehen wir wieder nahe Brignogan - einer unserer absoluten Lieblingstellen - von hier kann ich meine beiden Lieblingsleuchttürme sehen -den Phare de Pontusval und den Phare de I'le de Vierge. Morgen werden wir gleich das Meer unsicher machen können. Wie praktisch. Jetzt ist es schon wieder 1:45 Uhr - ich gehe besser sofort ins Bett, denn sonst ist mein Kopf morgen nochmal so heftig.

La Digue

Gunter's geliebte Felsen - nein, wir mögen diese Stände alle sehr gern

Abendstimmung

Abendstimmung am ruhigen Strand

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