29. März, zum Phare d'Eckmühl
Der Morgen war mehr als schlecht, wettermäßig. Man hörte vom Leuchtturm das Nebelhorn, man sah das Meer nicht. Der Regen lag mitten in der Luft, man wurde fast naß, wenn man nur aus dem Fenster schaute. Dazu der kühle Wind und man weiss, wo die Knochen liegen:-) Brrr... Ob das wohl so bleibt, den Rest der Reise? Wir hatten natürlich keine Lust zum Pointe du Raz nach vorne zu laufen, denn die Wege sind sehr weit und man würde wohl nichts sehen. Parkgebüren mußten wir nicht zahlen, denn es war noch niemand da, es war bereits 10:00 Uhr (durch die Zeitumstellung sind wir etwas spät), wahrscheinlich öffnet das hier auch erst im April. Nun, dann hat es auch mal was Gutes, daß wir schon im März hier sind. Das Wetter trübte unsere Stimmung, wir hatten aber ein paar Pläne, was man machen kann, wenn nicht die Sonne scheint. In Audierne sollte es ein Aquarium geben, das hatte ich mir mal von außen angesehen, wir waren damals nicht reingegangen. Heute nahmen wir es uns fest vor, denn wir wollten raus aus dem Mobil. Kurz nach 10:00 Uhr waren wir also da, frühstückten erst mal gemütlich auf dem Aldi Parkplatz und erfuhren dann, daß das Aquarium erst am 14:30 Uhr geöffnet hatte und es uns fast 50 Euro Eintritt kosten würde. Das hatte sich erstmal erledingt, denn solange wollten wir nicht warten. Es regnete auch nicht mehr, war nur noch bedeckt und trüb mit kühlem Wind. Auf dem Weg die Küste entlang sahen wir ein Schild zu einem Muschelmuseum, je näher wir dem Ding kamen, desto mehr Muschelarten standen an. Erst 2500 vor dem Museum waren es dann 4500. Aber: auch hier war alles zu. Es würde erst um 14:00 Uhr öffnen. Noch 2 Stunden also. Hmm, mich würde das sehr interessieren.

die Klosterruine mit der Familie Reichert

noch eine Montage mit vielen Kindern:-)

die Ruine
Etwas weiter die Küste entlang gibt es eine Klosterruine aus dem 12jh. Die schauten wir uns dann bei bedecktem Himmel an, es war aber trocken von oben zumindest. Die Kinder fanden die Ruine super, es weckte den Abenteuergeist und wieder erfanden die Drei Spiele. Wir waren ganz alleine, so störte es nicht. Da wir fotografisch ja noch nicht so viel gemacht haben, liesen wir uns hier viel Zeit. Ich wollte eine Fotomontage machen, auf denen die Kinder zig mal zu sehen sind, das machte ihnen Spaß. Ich stelle das Bild aber erst zu Hause zusammen. (ist nun schon da:-) Das Wetter wurde besser, der Himmel heller, noch sah man keine Sonne aber als wir zur Küste zufuhren kam sie raus! Toll. Überall wilde Wellen mit weißen Wellenkämmen, blaues Wasser, strahlender Himmel, die Boote so bunt! Was das doch für einen Unterschied macht! Ich wollte nun zum Leuchtturm, vielleicht hätten wir Glück und könnten rein? Hatten wir nicht! Wir konnten am Schild nur entziffern, daß geschlossen war auf unbestimmte Zeit und irgendwas mit Wetter. Die Touristeninfo hatte auf und eine sehr nette Frau sprach sogar Deutsch! Wir erfuhren also, daß der Leuchtturm wegen des Sturmes geschlossen war, mit etwas Glück könnte man morgen ab 10:30 Uhr wieder rein. Wir hatten auch gelesen, daß man nicht mehr neben dem Leuchtturm stehen darf mit den Wohnmobil (das Schild wurde angebracht, als wir das letzte Mal dagewesen waren), und erfuhren gleich, wo man übernachten darf. Ein toller Service, denn wir bekamen Brochüren und eine Karte. Ich bedankte mich etwas später mit einem Bild vom Leuchtturm, welches ich vor 2 Jahren gemacht hatte. Das wurde freudig angenommen.
Auf der Karte ist ein Menhir eingezeichnet, direkt am Meer, den wollten wir sehen. Ich muß zugeben, daß Gunter mich dazu überreden mußte, ich wäre wahrscheinlich um den Leuchtturm rumgeschlichen. Das Meer war an dieser Stelle absolut fantastisch. Auf der Landzunge ist der Menhir, zu beiden Seiten rauschen große, wilde Wellen rein! Wow! Wir sahen auch, daß weiter nördlich das ganze Land unter einer dicken Wolkenschicht lag, obendrüber war blauer Himmel. Wir hatten inzwischen strahlenden Sonnenschein. Das tat sooo gut. Gunter kochte das Mittagessen, ich lief mit den Kindern vor, damit wir sehen konnten, ob es für eine Fototour interessant wäre! War es! Und auch für Muscheln, denn hier lagen Millionen von Papillions! So viele habe ich noch nie auf einer Stelle gesehen. Ich fotografierte mit beiden Kameras, eine mit Weitwinkel, eine mit Tele!

ich könnte stundenlang schauen, wie die Wellen reinrollen, jedesmal anders

Felsen und Meer (Glattgebügelt)

vorne eine künstliche Mauer, dahinter die Brandung

als Kontrast eine Welle mit dem Tele

gegen Abend mit der Flut kamen sie Surfer

dieser Jungen surfte schon sehr gut! Wow!
Nach dem Essen, es gab Fisch, machte ich mich daran, den Sensor der 20d zu reinigen, denn so nerven die Bilder gewaltig! Die Fussel scheinen eine Versammlung auf meinem Sensor abhalten zu wollen. Ich nutzte das Putzset von fnac, blies aber nur mit der Luft auf den Sensor, ich mußte dreimal ran, dann ging es halbwegs und die größen Fussel waren weg! Zum Glück. So frisch geputzt gingen wir nochmal alle zusammen los, auch Gunter hatte fotografisch seinen Spaß an dieser Stelle. Amy mochte die Bunker gerne, fand aber, daß man Soldaten und Kriege einfach verbieten sollte. Als wir uns eigentlich zum Gehen fertig gemacht hatten, sah ich Surfer in den wilden Wellen. Ich habe noch nie welche fotografiert, so machte ich auch hier wieder unzählige Fotos, ein paar davon sind ganz gut. Das 100-400mm ist ein super Objektiv.
Erst gegen 19:30 Uhr waren wir wieder am Leuchtturm, das Licht wurde bereits schwächer, aber nicht, weil die Sonne schon unterging, sondern, weil sich mal wieder eine Wolkenfront am Horizont breit machte. Schade, gerade mal eine Hand voll Bilder waren auf der Speicherkarte, dann war wieder alles grau in grau. Wir lauschten noch eine Weile den Wellen. Dann schauten wir erst im Hafen ganz in der Nähe des Leuchtturms nach einem Stellplatz, denn der war auch auf der Stelltafel ausgezeichnet. Da stand jedoch kein anderes Mobil und so beschlossen wir doch auf den ersten Stellplatz zu fahren, den wir am mittag gesehen hatten und der von der Touristeninfo empfohlen worden war.

der Phare d'Eckmühl am abend

leider verabschiedete sich die Sonne unzeitgemäß, trotzdem noch ein Bild mit rotem Boot

der Weg ins Meer (sieht aus als kippt es, tut es aber nicht, bei Langzeitaufnahmen arbeite ich immer mit Wasserwaage:-)
Gerade als wir eingeparkt hatten fing es an zu regnen. So endet dieser Tag wie der gestrige, wir haben aber eine ganze Menge im Freien und sogar in der Sonne machen können. Meine Erkältung wir allerdings schlimmer.