20. März, Von St Valerie nach Barfleur - Normandie

Ich hatte ja in der Nacht zuvor fotografiert, dann noch Bericht geschrieben, wollte aber doch früh raus. Ich schlief gut, die frische, kalte Luft hatte mich müde gemacht. Die Kinder waren auch sehr schnell eingeschlafen gewesen und schliefen noch fest, als ich mich um kurz vor 7:00 Uhr schon auf den Weg machte. Die Wolkendecke war dünn, wenn ich Glück hätte, würde die Sonne raus kommen. Das Licht war also sehr weich, die anderen Wohnmobilisten schliefen fast alle noch, nur ein paar, die einen Hund hatten, waren wach. Auch ein Angler stand schon am Leuchtturm und versuchte sein Glück. Ich hatte großen Spaß an der Langzeitfotografie, zudem war es sehr ruhig, was ich sehr genoß.Ich machte eine ganze Weile Bilder vom Leuchtturm aus, dann reizte mich doch der Strand, der leider nur über ein großes Kieselstück zu erreichen war. Mein Bein macht das ja noch nicht gut mit, vor allem mit Stativ und Kamera samt Kameratasche. Ich habe mir angewöhnt, sehr bewußt zu laufen und nicht mit den Gedanken ganz wonanders zu sein, wenn ich über schwieriges Gelände gehe - wahrscheinlich werde ich nun immer mit dieser Angst leben müssen. Der Reiz, der vom weichen Sandstrand ausging, mit dem Leuchtturm oder der Steilküste im Hintergrund zogen mich jedoch so magisch in den Bann, daß ich vorsichtig loshumpelte. Ach, wie meditativ sind doch Langzeitaufnahmen. Ich habe jetzt ca. 7 Monate nichts machen können und merke nun, wie gut es mir tut! Wir müßten am Meer wohnen!!!! Das war übrigens auch das Erste. was Amy sagte, als sie die Salzluft einatmete:-)

LT

der Leuchtturm am frühen morgen

Steilkuesete

die Steilküste im weichen Licht - kurze Langzeit mit dem 64 fach Graufilter damit man die Muster des abfließenden Wassers sieht!

LT

unten am Strand

SK

nochmal die Steilküste auch mit dem 64 fach Graufilter

Das Problem bei diesen beiden Bildern war, daß ich die Wellen mit im Bild haben wollte. Dazu mußte ich jedoch in Bodennähe sehr nach ran, was teilweise nasse Knie gab:-) Aber, für ein gutes Photo tue ich fast alles!

Womo

bei der Entsorgung unserer Toilette, der Platz war sehr gut ausgerüstet, aber sehr voll, was uns nicht störte, bis auf das schwierige Einparken

Kids

die Kinder vorm Leuchtturm von St Valerie

Unsere Toilette war schon voll, hier gab es eine Entsorgungsstation, also wunderbar, schon waren wir wieder mit voller Kapazität unterwegs und sogar schon gegen 9:00 Uhr. In Fecamp fanden wir ganz schnell im Hafen einen weiteren recht schönen Stellplatz, dort schmuste ich mit einem großen, freundlichen Hund, versuchte mit zwei netten Französinnen zu reden, was mal wieder nicht klappte und dann liefen wir durch den Hafen um den Leuchtturm an der Mole aufzunehmen. Ich mußte wieder das Objektiv wechseln und stelle entsetzt fest, daß die 20d nicht unbedingt reisefest ist, denn mit jedem noch so schnellen Wechsel des Objektivs im Freien, zieht der Sensor magisch die Fussel an:-( Ich muß nun, am 2. Tag der Reise schon alle möglichen, auch recht großen Flecken im oberen Bereich des Bildes wegstempeln! Das nervt! Wenn das so bleibt und bei allen 20d's so ist, dann taugt das Modell nicht für mich, denn ich benutze die Kamera sehr ausgiebig, was auch bedeutet, daß ich immer wieder andere Objektive nutze und die möchte ich nicht jedes Mal im luftleeren, fusselfreien, sterilen Raum wechseln!!! Selbst, wenn ich abends jedes mal den Sensor putzen würde, spätestens nach dem ersten Objektivwechsel sind wieder Flecken zu sehen, denn der Spiegel scheint ganz offen zu sein. So ein Mist! Was das für eine Mehrarbeit verursacht und je nach Fusselposition im Bild sieht man es hinterher, egal, wie gut man stempelt:-( Ich hoffe doch, daß wir da eine Lösung finden . (Anmerkung nach der Reise: ich hatte wohl einfach Pech, nachdem ich den Sensor gereinigt hatte zog der Sensor keine Partikel mehr an)

Leuchtturm

der Molenleuchtturm in Fecamp

Hafen

im Hafen von Fecamp

Boote

Boote und blauer Himmel

Noah hatte am Hafen mit Esra's Schatten nachlauf gespielt und natürlich nur auf das Spiel geachtet. Obwohl ich ihn schon vorher auf eine Straße hingwiesen hatte, lief er fast vor ein Auto! Glücklicherweise fuhr das nicht schnell und ich lies einen Warnschrei los. Nach der Hafenbesichtigut begaben wir uns auf die Autobahn A 29/A13. So passierten wir die Pont de Normandie, ich glaube für uns erstmals bei Tag! Und hielten auch nicht in Honfleur, auch, wenn es uns reizte sondern fuhren direkt nach Carbourg. Dort fanden wir für uns keinen Zugang zum Meer, die Parkpätze und Gassen waren zu eng für unser Mobil, so landeten wir wieder in Merville, an einem Strand, den wir schon häufiger besucht und muschelmäßig als sehr gut befunden hatten. Die Kinder brannten darauf eine richtig gute, sehr große und fantastisch verzierte Sandburg zu bauen, ich fotografierte Muscheln und Amy begleitete mich, Gunter kochte frischen Fisch und Reis. Amy und ich lernten, wie man Scheidenmuscheln finden kann, ein sehr nettes französisches Ehepaar zeigte es uns und wir konnten uns sogar ein klein wenig verständigen. Mir kam die Muschelernte etwa so vor wie Spargelstechen. Überall, wo ein kleiner Riss in der sonst glatten Sandoberfläche war, buddelte der Mann mit den Finger, griff die Muschel, die vertikal im Sand steckte und zog sie langsam raus. Die würden lecker schmecken, ich weiss aber nicht, wie sie zubereitet werden. Amy fand das Ganze toll und sie versuchte auch, eine der Muscheln zu besiegen. Sie meinte, die Muschel schien sie, Amy, wohl mit etwas essbarem zu verwechseln, denn die sei so stark, daß sie fast unter den Sand gezogen wurde. Ich kann kein Urteil abgeben, denn ich versuchte es nicht, sondern begnügte mich derweil mit der Fotoernte:-)

Herzmuschel

eine knallige Herzmuschel

Muschelvielfalt

Muschelvielfalt

Sandburg

die Sandburg und die Kids

Das Essen war lecker und wurde fast ganz leer! Hmm! Ein Stückchen wollten wir es noch Richtung Bretagne packen, so machten wir uns besser vom Parkplatz, der sich übrigens gerade sehr im Umbau befand. Es sah so aus, als hätten die Franzosen, die Absperrungen gerade zur Seite gerückt, denn auf dem Platz gab es überall sehr große Löcher, die nur durch Paletten gesichert waren, allerlei Gerät stand rum, überall Steine ... Ich bin sehr gespannt, ob beim nächsten Mal noch Mobile da parken dürfen? Hoffentlich, denn dieser Strand ist unser Liebling, wenn es um die Muscheln geht! Dann kam eine sehr anstrengende Strecke! Uff; diese engen Gassen, ein Ort neben dem anderen, dann der ganze sonntägliche Verkehr samt schlendernder Menschen überall auf den Straßen und überall Hunde, die meisten ohne Leine und auf der Fahrbahn. Mir lief der Schweiß, so löste mich nach einer Weile Gunter ab, dann lief mir der Schweiß noch mehr, ich bin es einfach in engen Gefilden nicht gewohnt auf der Beifahrerseite zu sitzen und bekomme jedes Mal Herzbeklemmung, wenn wir zu dicht an die Mauern kommen. Dann winde ich mich auf dem Sitz, es muß lustig aussehen, wenn ich den Ästen oder Mauern ausweiche indem ich mich nach links beuge. Die Fahrt dauerte viel zu lange, es kam uns jedenfalls so vor. Beim nächsten Mal fahren wir auf die Schnellstraße und umgehen das Gebiet.Schließlich waren wir in Port en Besin, wo ein schöner Stellplatz im Jachthafen sein soll. Den gibt es nicht mehr, sondern nur einer mittem im Dorf hinter ein paar Häusern, der war sowieso schon voll belegt. Also doch weiter! Genervt durch den Ortsverkehr wichen wir auf die Autobahn N 13 aus, endlich kann man mal fahren und auch dem Hörspiel zuhören, welches die Kinder hörten. In St Vaast soll es auch einen Stellplatz am Hafen geben. Auch den gibt es nicht mehr, sondern auch einer viel zu weit hintem in Dorf. Der war zwar ganz neu, schön angelegt aber ohne jede Möglichkeit ohne recht langen Fußmarsch etwas zu sehen! Der Platz kostete 7 Euro, hatte Ent/Versorgung, es stand nur ein deutsches Mobil da. Wir wollten auch nicht bleiben. Im Ort fotografierten wir, die Kinder bestaunten die Boote, mit denen Jakobsmuscheln gefangen werden, dann ging es weiter Richtung Barfleur. Da standen wir vor einiger Zeit schon mal im Hafen, ob es den Platz noch gibt? Ja, der war noch da, aber kein anderes Mobil. Aber wir sahen eins am Ortsrand, wo wir dann auch hinfuhren. Den Strand erforschten wir sofort, ich machte ein paar Aufnahmen von den Kindern beim Steinewerfen und dann wärmten wir uns beim Abendessen. Ich sichtete die Bilder des Tages, war erfreut über die morgendlichen, aber sehr traurig über die vielen Flecken! Zur Zeit schreibe ich im Heckbett sitzend, was sehr unbequem ist, auch da müssen wir unbedingt was überlegen. Es ist gerade mal 22:30 Uhr und die anderen schlafen alle, Gunter schnarcht! heute sieht man kaum Sterne, es fehlt auch der Vordergrund zudem ist es sehr kalt im Wind. Wenn tagsüber die Sonne scheint ist es sehr warm, man kann im T-Shirt rausgehen, aber abends braucht man volles Programm, von Jacke, Mütze über Handschuhe.

Barfleur

Die Kinder in St Vast

Lt

der Leuchtturm an der Hafenmole, im Hintergrund die Insel im Fort

LT

und nochmal mit 400mm Tele

Steinewerfer

Steinewerfer in der Nacht

Womo

jetzt kann sich auch das Mobil ausruhen!

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