28. März, kleine Grotten von Morgat und nach Pointe du Raz
Wir waren alle etwas geschafft von gestern, der kühle Wind und die langen Wege an den Stränden. Mir steckte der Tag, den ich viel auf den Knien im nassen Sand Makros aufnehmend verbracht hatte, noch in den Knochen. Die Erkältung machte mir auch zu schaffen. Das Wetter war wie in der Woche zuvor, eher schlechter, der Nebel war ziemlich dicht. Wir hatten vergessen die Uhr umzustellen und wurden Dank Andrea und Thomas wieder daran erinnert. So war es noch eine Stunde später. Nach dem Frühstück fuhren wir nach Camaret und kauften Brot ein, in der Stadt hielt ich an, um in zwei Souvenirläden zu schauen. Als ich zum Wohnmobil zurückkam hatten wir Besuch, Andrea und Thomas, der heute übrigens Geburtstag hat, hatten das Wohnmobil gesehen. So hat es auch einen Vorteil, daß wir so groß sind. Eigentlich braucht man das Telefon gar nicht wenn man jemanden treffen will, wenn der Zufall es will, klappt alles:-)Wir verabredeten uns gegen 14:00 Uhr im Hafen von Morgat. Weil wir noch nicht draußen gewesen waren, und das Wetter halbwegs aufklarte, hielten wir am Strand direkt hinter Camaret. Der ist bei Ebbe sehr groß, aber nicht besonders muschelreich. Schade, ich hätte gerne noch ein paar Makros gemacht, wenn es für Landschaften schon zu diesig ist.

die Kinder am Strand, da relativ viel Wasser auf dem Sand stand sah es toll aus, den Himmel mit gesenktem Kopf sehen zu können:-) Im Hintergrund die steile Küste

ein ganz kurzes Lichtspiel

eine zarte Plattuschel im Sand (Tellina tenuis)

eine Zauberbuckelschnecke (Gibbula magus)
Etwa eine halbe Stunde hatten wir dann noch für's Essen, wir machten schnell Cilly con Carne warm. Andrea und Thomas hatten herausgefunden, daß die Flut etwa vor einer halben Stunde am höchsten war. Wir könnten also die kleinen Grotten von Morgat zu Fuß erreichen. Die Beiden würden uns den Weg weisen. Alleine hätten wir es niemals gewagt, denn erstens war es nicht leicht, einen den Grotten nahen Parkplatz zu finden und zweitens, war der Weg recht beschwerlich und das Wasser stieg schon. Wir können nicht gut abschätzen, wie schnell es wohl steigen wird und wie lange man über die Felsen braucht, Thomas kann das sehr gut. Die Grotten waren nicht sehr groß, für uns aber beeindruckend. Für die Fotografie blieb nicht viel Zeit, denn das Wasser war schon nah und ich konnte mich nicht gut konzentrieren, weil ich bereits an den Weg zurück dachte, über teilweise glitschige Felsen. Mir stand der Angstschweiß auf der Stirne! Diese Kletterei lies mich an den Unfall in Norwegen denken. Zudem tat nachher das Bein weh, weil die Seitenbelastung sehr groß gewesen war. Andrea und Thomas hatten bei der Kletterei auf die Kinder geachtet, Gunter half mir! Vielen Dank an Euch Beide! Wir hätten das alleine nicht geschafft.

in einer der Grotten

ein großes Wrackteil, wie das wohl da hinkam? Gewaltige Kräfte müssen da walten!

Thomas und Gunter in der Grotte

eine Langzeitaufnahme in der Grotte, Man sieht noch die Schatten von Thomas und Gunter
Nach der Tour begann es zu nieseln, und wir tranken zusammen im Wohnmobil einen Cappuchino und redeten. Esra hatte mal wieder die "Zeichensucht", die Ergebnisse waren beeindruckend, Amy schloß sich Esra an und ich staune, wie toll sie Haie malen kann. Noah zog sich mit dem Drachenreiter von Cornelia Funke ins Alkoven zurück.
Wir beschlossen, auch, weil das Wetter ziemlich langweilig war, weiterzufahren. Ob das natürlich was bringt? Wir möchten nochmal zum Phare de Eckmühl um diesen von innen zu besichtigen. Auch gibt es in Audierne eine Aquarium, falls es weiterhin regnen sollte und sehr alte Calvarien. Am Pointe de Millier suchte Gunter im Regen einen Leuchtturm, fand ihn aber nicht, wir wollten in Audierne einen Stellplatz suchen, fanden aber nur einen, der evtl überflutet werden könnte. Die Warnschilder waren ausgeklappt. Gunter wollte sich trotzdem hinstellen, ich nicht. Am Pointe du Van stand diesmal kein einziges Wohnmobil, ich wollte auch nicht so allein im strömenden Regen stehen. Zusammen mit dem tiefhängenden Nebel war die Stimmung etwas unheimlich. Am Pointe du Raz standen ein paar Mobile und wir stellten uns dazu, leider sehr schief:-( Da ich heute kaum Bilder gemacht habe und nicht viel schreiben wollte, schauten wir eine DVD (Dick und Doof)

Landschaft im Regen