14. April, von Mont St Michel nach St-Quay-Portrieux
Wir frühstückten Müsli und Croissonts in Ermangelung von Baguettes. Schade, daß kein Bäckerauto auf den Parkplatz kam, das hätte sicher ein sehr gutes Geschäft gemacht, denn viele, viele Wohnmobilisten hatten mit Blick zum genial beleuchteten Mont St Michel übernachtet. Und die hatten sicher alle Hunger. Frisch gestärkt erstürmten wir erneut den Berg, schwer mit Photoapparaten und Stativen bepackt kamen wir gewaltig ins Schwitzen. Glücklicherweise frühstückten die meisten Touristen noch länger als wir, denn um 10:00 Uhr oben angelangt, waren die Kassen noch sehr leer und in 2 Minuten erreichbar. Wir kosteten jeder 7 Euro Eintritt, die Kinder waren frei. Das finde ich gut - nicht immer die Familien mit hohen Eintrittgeldern strafen! Und los ging es auf den Rundgang! Wow! Was hatten wir uns bisher immer entgehen lassen - eine Schande! Es ist herrlich durch diese massigen, und doch nicht kalten Gemäuer zu ziehen. Den Kindern gefiel es sehr gut, nur, als wir zu lange in der Eglise St. Pierre photographierten, fingen sie an, sich Spiele auszudenken, die den ernsthafteren Touristen nicht in ihrer Konzentration auf die Geschichte und Bauart der Gebäude entgegenkamen:-) Ich versuchte, so viel auf's Bild zu bekommen wir möglich - der schlichte und dennoch grandiose Stil der Kirche gefiel mir ausgesprochen gut. Die Decke war aus Holz und ausnahmsweise war eine so bedeutende Kirche mal nicht mit golden glänzenden Schnickschnack vollgestopft (ja, ich bin mir bewußt, daß ich mich in dieser Beziehung überhaupt (noch!) nicht auskenne - mein photographischer Blick läßt mich jedoch die vielen kleinen Dinge des Lebens bewußt wahrnehmen!) Die vielen Gänge, auch unter der Kirche und der Kreuzgang wurden von uns abgelichtet, den Stativen sei Dank. Ohne wäre es nicht möglich gewesen. Gegen Ende unserer zweistündigen Tour war Amy quengelig, denn sie hatte abends durch den kurzen Schlaf während der Fahrt nicht in den Schlaf gefunden. Wir hatten non-stop-unterhaltung bis 23:00 Uhr! Insgesamt hatte es jedoch auch den Kindern viel Spaß bereitet und wir hatten einige Fragen zum Leben in frühen Zeiten beantwortet. Als wir um 12:00 Uhr den Abstieg begangen, waren die Schlangen an den Kassen geradezu überwältigend. Ich kann mir nicht vorstellen, wie man sich die Abtei ansehen will, wenn es nur so von Menschen wimmelt - also, mal wieder ein großer Vorteil eines Wohnmobils. Meist ist man vor Ort, kann abends gemütlich aus dem Fenster schauen und losziehen, wenn das Licht am Besten ist und morgens braucht es keine Fahrerei.
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Ein seltsames Panorama:-) Man sollte sowas gar nicht erst versuchen - UND mir gefällt es trotz aller Verzerrungen. So sieht man Alles, ohne den Kopf zu drehen. Mit dem Weitwinkelvorsatz auf der Coolpix (24mm) nach oben photographiert. Zusammengesetzt aus 4 Querformat Photos. |

die Abtei von innen - ein Panorama aus 4 Hochformatbildern, Nikon Coolpix
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Tja, Gunter wollte nicht, daß ich ein Buch über St Michel kaufe und daher kann ich hier leider nichts Genaues über diese schönen Details berichten, außer, daß ich sie so gut fand, daß ich sie ablichtete.

der Palmzweig am Kreuz auf dem Altar lies mich wieder an den Irak Krieg denken.

Aufgenommen mit der Nikon Cooplix und zusammengesetzt aus 6 Hochformatbildern

Der Kreuzgang aufgenommen mit der Canon D 60 und dem 24-85mm Zoom, zusammengesetzt aus 11 Hochformatbildern (ja, Gunter war im Bild:-)

Vor einem der schönen Fenster in einem der großen Säle, schade, daß Amy solche Bilder nicht so gern mag, die ist immer ganz nah bei mir.


Lichtdurchflutet
Wir fuhren danach nach St Malo, denn die Kinder und auch wir wollten die Piratenstadt mal näher sehen. Auf den beiden ersten Reisen fuhren wir vor allem wegen Parkplatzproblemen weiter. Dessen waren wir uns nun bewußt und daher gingen wir die Sache hartnäckiger an. Es war sehr schwierig mit dem Womo einen Platz zu finden, überall an den Parkplätzen die 1,9m hohen Barrieren, und kein Parkplatz für uns Dicke:-( Am Hafen standen ein paar der weißen Kästen, wir fanden eine kleine Lücke und quetschten uns rein. Und rauf auf die Mauern. Wow, noch dicke Wände, den Kindern gefielen die engen Wendeltreppen zu den Aussichtspunkten besonders, sie waren ein wenig enttäuscht nicht verwegenere Burschen anzutreffen in dieser schwer befestigten Stadt - die sahen ja alle aus wie wir, so touristisch! Beim Stop am Supermarkt hatten wir kein Brot bekommen, daher waren wir noch immer hungrig, und das um 15:00Uhr mittags.

Immer wieder sind diese Dinger faszinierend und immer wieder wollen unsere Kinder das Geld dafür. Mensch, dass wäre teuer auf Dauer. Wir haben zwei Ferngläser mit, die mag niemand. Ist nicht so cool! Mir reicht mein Tele:-)

in den engen Gassen fühlten wir uns zeitweise wie in der Winkelgasse (wir hören mal wieder Harry Potter unterwegs)

Ein Leuchtturm vor St Malo

Auf einer kleinen vorgelagerten Insel

ein Sperling beim Bad im Brunnen

ein lustiges Schild, wenn die Wellen so hoch kommen sicher nicht. Aber an diesem sonnigen Tag kann man sich gar nicht vorstellen, daß das Meer auch mal so hoch überschwappen könnte. Obendrüber unser "beliebtestes" Schild:-(
Jetzt hätten wir sehr große Lust auf einen einsamen Strand gehabt. So leicht ist das aber leider nicht. Bei St Briac ist alles ziemlich voll. Der Verkehr nervte. Dann verfuhren wir uns auch noch, schließlich waren wir auf der Straße zum Pointe du Roselier, das kennen wir vom letzten Oktober und auch wieder nicht, denn es sah ganz anders aus, bei Flut und mit blühendem Raps. Die Kinder aßen Eis und rochen am Raps, dann ging es weiter auf der Suche nach einem Stellplatz.

hmm - Bananeneis mit Schokolade
![]() hmm, der riecht gut |
![]() beachtet Amy - ich glaube, sie wird mal Schauspielerin |

und das Wohnmobil
Wir fanden eine Platz, der im Womoführer beschrieben war, das war an einem Sandstrand, aber ich wollte nicht bleiben, denn es war außer uns gar keiner da und ich fühle mich dann nicht sicher. Zudem möchte ich die Anwohner nicht verärgern - es ist wichtig, daß sie die Wohnmobilisten weiterhin willkommen heißen und daß wir nicht nerven. Ich bin der Meinung, daß es so viele Stellplätze in der Bretagne gibt, daß man nur in Notfällen wild stehen sollte. Wir fanden eine Platz am Plage Palus, dort standen win paar Franzosen mit ihren Womos und wir gesellten uns dazu. Der Strand war wenig berauschend - Kiesel. Für die Kinder jedoch ideal, denn sie wollten ausgiebig Steine werfen. Ich sagte, sie dürften erst rein, wenn ALLE Steine im Wasser seien und da verdrehten sogar die Drei die Augen. Gunter half fleißig mit, jedoch ohne Vollendung des Werkes kamen die Vier ins Womo geschlichen, wo ich schon mit dem Herunterladen der Bilder begonnen hatte.