18. April, von Lampaul-Plourfazel nach Pointe de St Mathieu
Also, gefahren sind wir nicht viel - aber geschafft haben wir was:-)
Den Morgen gingen wir gemächlich an. Wir schliefen bis 9:00 Uhr, na, ja, die Kinder waren früher wach und spielten, Gunter las, und ich döste. Zum ersten Mal hörte ich den Wecher, ignorierte ihn jedoch, denn ich bestand auf die 8 Stunden Schlaf und demnach durfte ich rechtsschaffen bis 9:00 Uhr liegen:-) Danach gab's gleich Frühstück, Croissonts und Baguette. Aber das Meer rief, ich konnte es sehr deutlich hören, also verschwedete ich nicht zu viel Zeit mit dem Essen. Vom letzten Jahr habe ich viele wunderbare Tidepools (Gezeitentümpel) mit den entsprechenden Bewohnern in Erinnerung und gestern abend bekam ich einen Vorgeschmack. Schade, es war für ordentliche Makros zu windig - die Wasseroberfläche war zu kräuselig. Ich machte trotzdem ein paar Aufnahmen, denn die Digitalen kosten ja keinen Film. Die Kinder waren alle mit, Gunter unterhielt sich wieder. Mich hält nichts, wenn das Meer im schönsten Licht erstrahlt. Aber - ich habe mich auch sehr gut unterhalten an diesem Tag. Nach einer ganzen Weile Tidepoolerforschung wollten die Kinder im Sand und am Wasser spielen. Esra war zwischenzeitlich wieder zurück zum Wohnmobil gegangen, daher gingen wir ihn holen. Alle Drei zogen Badehosen an, damit sie mal richtig ins Wasser konnten. Mir wäre es viel zu kalt gewesen - daher achtete ich drauf, daß sie nicht zu lange planschten, denn das Wasser war so eisig, daß ich es mit den Füßen nur sehr kurz aushalten konnte. Da der Sand hinterher sehr gut an der Haut klebte, war auch die Außendusche nicht sonderlich effektiv, denn danach sahen sie fast genauso aus wie vorher. Aber das Salzwasser war wenigstens weg.
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Eine Napfschnecke - gut getarnt! |

Eine Wachsrose unter Wasser

Tidepoolbewuchs
Wir gingen also nochmal alle zusammen zum Strand und zwar mit Badehosen (die Kids, wir nicht). Hier noch ein paar wilde Photos von der wilden Sippe.
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brrr, das Wasser hatte eher eine Kneipbadtemperatur

Esra war sehr übermütig - ich mußte Ihn ermahnen sich nicht zu weit rauszutrauen, denn die Wellen waren wild und er kann nicht gut schwimmen.
Zurück auf dem Platz unterhielten wir uns noch eine Weile, duschten die Kids und fuhren dann zum Pointe de St Mathieu. Dort wollten wir den wunderschönen Leuchtturm (eigentlich sind es zwei) mit der Klosterruine ablichten. Da das Licht noch zu grell war, es insgesamt in der Sonne zwar angenehm aber auch gefährlich war (man unterschätzt die Sonne, wenn Wind geht und man zudem am Wasser ist) gingen wir erst einkaufen. Die Geschäfte hatten am Karfreitag ganz normal geöffnet und wir fanden einen kleinen Supermarkt ganz in der Nähe des Leuchtturms. Dort besorgte ich mit Amy zusammen das Mittagessen und die Baguettes und einen Stellpaltzführer. Es gab 4 verschiedene und die Wahl fiel mir schwer - nützlich sind die Dinger sicherlich, denn nun wissen wir immer, wo man eine Relaissation zur Entsorgung findet. Das Mittagessen bereiteten wir mit Blick auf sehr wilde Wellen. Es gab Hackfleischkuchen und Brot mit Salat. Dann gingen wir einen Weg der Küsten entlang und hatten schließlich einen Blick zum Leuchtturm. Auf die Kinder mußten wir im Wind an der Steilküste sehr aufpassen, das ist anstrengend, vor allem, wenn man zusätzlich Langzeitaufnahmen macht. Da muß man sich nämlich konzentrieren und rechnen und aufpassen, um überhaupt scharfe Bilder zu bekommen. Aber die Kids waren super! An den gefährlichen Stellen setzten sie sich hin und schauten den Wellenbrechern zu. Ich habe selten so wilde Wellen gesehen, einfach traumhaft. Und das Wetter ist mal wieder fast zu gut für Photos, klarer blauer Himmel, kein Wölkchen! Aber Sturm! Jetzt gibt es einige Langzeitaufnahmen - schade, daß sie so verkleinert kaum wirken.

eine Langzeitaufnahme mit Blümchen im Vordergrund
![]() Eine normale Aufnahme |
![]() und eine mit 10000fach Graufilter |

eine bildschöne Felsformation - (mein Lieblingsbild dieser Reise!)

mal eine kurzzeitaufnahme zwischendrin - Wellen sind gar nicht leicht abzulichten, denn sie halten nicht still. Zudem bekommt man selten einen richtig guten Blickwinkel

Und dann kippt die Welle

Der Phare de St Mathieu mit unserem Wohnmobil

zwei Aufnahmen im Abstand von ca. 1 Stunde gemacht - man sieht, es lohnt sich immer, auf das Beste Licht zu warten! Beide Aufnahmen mit dem 1000 fach Graufilter gemacht.

noch ein Bild, Abendstimmung, etwas näher

und noch eins - damit man die Anordnung der Leuchttürme besser sieht! Da ist noch ein ganz kleiner vor der Klosterruine!

Mal geparkt mit Ausblick
Wir sind nach dem Mittagessen einige Stunden gelaufen, haben Aufnahmen gemacht und erreichten schließlich ziemlich geschaft und auch etwas kühl das Wohnmobil. Wir fuhren nur eine klitzekleines Stück und ich ging alleine los, um einen guten Platz für die Abendstimmung zu suchen. Ich kann die Bilder immer gut zeigen, und so tauschen wir uns aus. Zudem können wir schon vor Ort Bilder besprechen und sehen, welche Wirkung die Filter haben. Die Kinder hörten eine Cd und bastelten, Gunter hat gerade ein sehr spannendes Buch, ich war irgendwann aber ziemlich geschafft. Die Ausrüstung samt Staiv ist schwer, der Wind strengt an und diese Art der Photographie erfordert Konzentration, Geduld und Ausdauer. Danach ging Gunter alleine los, wir aßen was und wärmten uns auf. Die Sonne scheint und sie hat auch viel Kraft - wir haben alle etwas Farbe bekommen - der Wind kühlt aber aus. Langzeitgesättigt fuhren wir direkt zum Leuchtturm und stellten uns mit 4 Franzosen auf einen Wiesenparkplatz, zwar kein offizieller Stellplatz, aber auch kein Verbotsschild. Wir liefen also spät abends, kurz vor Sonnenuntergang nochmal direkt zu Leuchtturm und der Ruine um auch hier im schönen Abendlicht Bilder zu machen. Sobald die Sonne weg ist, ist es recht kühl, also zogen wir alle was drüber - es hätte mehr sein können. Diesmal durfte man in das alte Kloster und wir lichteten auch das ab. Die Kinder erfinden immer sofort und vor Ort Spiele. Dieses war recht laut, aber wir waren allein und die drei hatten in den alten Gemäuern ihren Spaß. Auch zur anderen Seite gibt es eine steile Küste - sehr steil sogar. Nicht gut für Elternnerven am Abend! Meine lagen blank! Ich kam trotzdem wieder ins Gespräch, diesmal mit einem französischen Photographen. Das war interessant. Er machte Aufnahmen mit der Panoramakamera von Hasselblad. (mit der hatte ich auch geliebäugelt, es dann aber zugunsten der Digitalen gelassen). Schön sah es aus im Sucher! Erst um 22:00 Uhr waren wir im Wohnmobil und hatten noch nichts gegessen. Im Ort gab es ein recht nobles Restaurante - ich hätte mal große Lust sowas zu probieren und die Kinder auch. Aber dieses war sehr teuer und wir im optímalen Outfit für eine Wüstendurchquerung:-) Oder, wir sahen eher aus, wie nach einer solchen. Also gab es nur eine Trinksuppe im Mobil und ich lud sogleich Bilder runter - es sind wieder mehr als 400 heute - ich darf also müde sein. So, jetzt brenne ich noch eine cd und dann schnarche ich mit den anderen um die Wette

der Leuchtturm im Abendlicht

eine Nachtaufnahme

Ein Bild von der anderen Seite, nach Sonnenuntergang.

ein wahrer Leuchtturm zu guter Letzt!