19. April, Pointe St. Mathieu nach Pointe du Pen Hir

>Wir übernachteten mit Blick auf den Strahl des Leuchttrums, recht nah auf einem Parkplatz unweit des Dorfes. Ich schrieb mal wieder viel zu lange, bzw sah und bearbeitete Bilder. Gunter schnachte munter vor sich hin, sein spannendes Buch hatte er beendet. Gerade, als ich das jetzt schreibe, fängt er das Nächte an -wahrscheinlich wieder so was aufregndendes - nicht so was, wie eine informativer Reisefüher! Ich habe zwar zu Hause viel gelesen, aber da ist man so weit weg, daß man sich nicht recht was merkt. Jetzt habe ich eigentlich keine Zeit.

pano

ein Panorama am morgen, nur schwerlich konnte ich mich von diesem wunderschönen Teil der Küste lösen! Hier könnten wir mal eine ganze Woche verweilen!

Wir fuhren Baguette holen, es war voll, denn morgen ist Ostersonntag und das waren auch die Bretonen mal richtig einkaufen, wir fanden aber gerade noch ein Plätzchen auf dem Parkplatz. Dann frühstückten wir an einem Aussichtspunkt in der Nähe des St Mathieu - wir waren noch nicht recht bereit, uns von dem genialen Küstenabschnitt zu trennen. Wir fuhren nicht entlang der Küste nach Brest, denn es war schon recht spät und wir hatten geplant, an diesem Tag das Oceanopolis anzusehen. Schade! Die Kids und vor allem Noah freuten sich schon sehr auf das Aquarium. Der Einrtitt ist recht teuer - 59 Euro. Zudem geben wir noch Geld für Souvenirs aus - T-Shirts und Puzzel und die obligatorischen Kuscheltiere (eine Kuschelkrabbe für Esra, ein Pinguinbaby für Noah und ein Frosch für Amy).

Das Aquarium war sehr schön, jedoch hätte ich noch mehr erwartet! Die Becken waren recht groß, und es gibt einen sehr schönen Bewuchs, jedoch hatten gerade die größeren Robben ein recht kleines Becken. Es gibt ein Becken, wo Kinder die Meerestiere angreifen können. Ich finde es gut, daß da immer jemand anwesend ist, der auspaßt, in Bergen (in Norwegen) konnte jeder Tiere herausnehmen - sie müssen ganz schön unter Stress stehen. Hier wird wenigstens dieser Faktor minimiert. Die meisten Texte sind in Französich und Englisch, ein Teil davon auch zusätzlich in kürzerer Fassung in Deutsch. Daher konnten wir nicht ganz so viel an Information aufnehmen. Aber, es gibt ja auch Bücher und DVD'S und so haben die Kinder die Tiere wenigstens mal lebendig gesehen und können zu Hause weiterschauen. Wir verbrachten viele Stunden in den drei "Häusern", den gemäßigten Pavillion, dem Polarpavillion und dem Tropenpavillion. Gegen Nachmittag wurde es jedoch sehr voll, man konnte nicht mehr ohne Probleme an die Becken, um alles zu sehen. Hier nur ein paar der Photos, die Kids hätten gerne gehabt, daß wir Alles ablichten!

Fisch

einer der Fische, die in der Bretagne vorkommen, ich muß nachsehen, wie er heißt

Noah

Noah ist begeistert

gelb

einer der Fische aus dem tropischen Gebiet

Rotfeuerfisch

der Rotfeuerfisch, der bei Amy Feuerrotfisch heißt:-) Den kennen sie alle, denn er ist giftig

Tropisch

ein Teil eines Beckens aus den tropischen Haus

Qualle

na, eine Qualle!

Abalone

eine Abalone von unten - unsere Lieblingsschnecke!

Das Wetter war recht schlecht bis sehr schlecht- kalt und windig, was sicher viele dazu ermuntert hatte, auch ins warme, geschützte Aquarium zu gehen. Wir machten nicht ganz so viele Photos, denn das Licht reicht oft nicht aus. Zudem scheinen wir ein wenig Photoerschöpft zu sein nach dem gestrigen, sehr photoreichen Tag. Um ca. 16:00 Uhr erreichten wir erschöpft das Wohnmobil. Die Kinder kamen auf den Geschmack, was Baguette und Aioli anbetrifft und verdrückten große Mengen davon. Der Krümmelberg auf dem Teppich wächst. Wir fuhren dann weiter Richtung der Crozon Halbinsel. Der Wind war mittlerweile ein richtiger Sturm. Die Boote im Hafen sangen geradezu - d.h. der Wind blies auf den Masten, was ein Pfeifen verursacht und die Seile schlagen den Takt dazu! Ich habe das sehr genossen, trotz der Kläte:-)

Einen Strand fanden wir, der war für's Steinewerfen recht gut, die Kids hatten in der kurzen Zeit mal wieder Füße samt Socken und Schuhen naß (Noah!) Ja, ich habe wohl damit gerechnet, und viele, viele Socken eingepackt. Es könnte jedoch sein, daß diese nicht ausreichen! Reinhold vom Photoclub sagte, daß es hier ein paar fotogene Schiffsfriedhöfe gäbe - die fanden wir jedoch nicht. Wir gaben auf. Auf dem Pointe de Pen HIr wollten wir Photos machen und zwar Langzeits. Es klappte jedoch nicht mal mit normalen Aufnahmen. Gunter schickte mich raus, er wollte auf der Canon sehen, ob es im Strum überhaupt klappen könnte. Ich quälte mich richtig ab - kam kaum vorran im starken Wind, es riß mir das Stativ fast aus der Hand und die Mütze vom Kopf. Wellen gab es jedoch keine nennenswerten. Komisch! Ich kam sturmgepeitscht ohne Photos zurück und wir beschlossen in Camaret Essen zu gehen. Den Kindern hatten wir schon eine Weile versprochen mal Jakobsmuscheln zu probieren. Das Wetter war geradezu ideal dazu. Die Tür zum Restaurant bekamen wir kaum auf, so stark war der Sturm. Es gab zu unserem Glück eine Speisekarte in Deutsch und wir bestellten in Englisch/Französischem Kauderwelch. Die Dame war sehr nett und hatte Geduld mit uns und vor allem Humor. Das Ambiente des Restaurantes war genial meerisch, überall bretonische Fischer und Leuchttürme, Knoten der Seeleute .... Ich konnte mich nicht sattsehen (aber zugleich sattessen). So würde ich gerne unser Wohnzimmer einrichten. Wir bestellten für die Kinder eine große Pizza mit Lachs und Jakobsmuscheln, ich aß Jakobsmuscheln auf bretonische Art und Gunter eine Fischsuppe. Danach gab es Lachssteak und Schwertfisch. Amy war ziemlich hibbelig, sie war anstrengend, wuselte nur herum, sprach sehr laut und vor allem viel. Noah war ganz in sich gekehrt. Sie waren jedoch alle auf die Jakobsmuscheln gespannt, dann aber nicht ganz so überzeugt davon. Mir schmeckten sie recht gut, für eine so kleine Menge an Essen will ich jedoch nicht so viele Tiere töten (durch die Fangart werden ja so große Gebiete auf dem Meeresboden zerstört, daß es eigentlich besser gelassen werden würde!) Die Saison ist jetzt im April vorrüber. Erst im Oktober geht es wieder weiter. Warum wüßte ich gerne.

Ich würde auch gerne mehr über die Wellen wissen. Warum sind sie manchmal so hoch und dann obwohl Sturm ist, so flach? An welchen Stellen gibt es die höchten Wellen? Zu Hause werde ich nachlesen, denn mein Meereskundebuch habe ich leider nicht mit.

In der Stadt wollten wir nicht stehen bleiben, denn nahe des Pointe De Pen Hir gibt es einen Stellplatz mit ca. 60 Plätzen, den gab es vor einem Jahr noch nicht. Das kleine Stückchen fuhr ich also trotz zweier Gläser Wein (sowas mache ich sonst nicht!) und siehe da, ich gab erstmals die Falsche Nummer in unsere Wegfahrsperre ein (die Telefonnummer von meiner Schwiegermutter), die funktionierte aber nicht. Es waren zum Glück nur 300 m zum Stellplatz und da ist das Einparken wegen der Größe des tollen Platzes glücklicherweise sehr einfach. Jetzt regnet und stürmt es heftig, ich lasse mich von den Geräuchen nun in den Schlaf lullen, in meinem gemütlichen, warmen Bett.

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