20. April, Presquile de Crozon

Vor der Tür unseres Womos gab es eine große Reihe Megalithen, wir waren mal wieder spät, also beschloss ich ein paar Aufnahmen zu machen, während die Kinder sich anzogen. Das Licht war schon nicht mehr so gut, trotz Regen in der Nach war es wieder sehr diesig. Ich hätte erwartet, daß die Luft danach klarer wäre. Den Gefallen tat sie uns jedoch nicht. Ein Stück weiter gab es ein zerfallenes Haus, bzw kleines Schlößchen, auch da machte ich ein Panorama (ich sehe zur Zeit nur noch Panoramen!) und weiter hinaus gab es einen wunderschönen Strand, den man von der Höhe sehen kann. Wir fuhren wieder ins Dorf Camaret, denn dort gefällt uns der Hafen und die kleinen Restaurantes und Souvenirlädchen und natürlich die Schiffswrachs, die wir gestern wegen Sturm nicht hatten photographieren können. In dem Souvenirladen direkt neben dem Restaurante, in dem wir gestern gegessen hatten, kauften wir einen Schlüsselanhänger und etwas Kleines für die Kinder. Dabei kamen wir mit dem Besitzer ins Gespräch. Amy hatte gestern ihren neuen Frosch mit im Restaurant und den suchten wir. Die Frau, die gestern so nett und lsutig war, kam rüber und sagte, daß wir Deutsche seien und etwas suchten - Gunter hatte im Restaurant nachgesehen, den Frosch jedoch nicht gefunden. Jedenfalls unterhielten wir uns nun, denn der Ladenbesitzer spricht Deutsch. Vielleicht kommen sie uns ja mal besuchen, ich habe eine Visitenkarte übergeben.

Megalith

einer der Megalithen nahe des Stellplatzes

Wrack

ein Langzeitwrack bei hereinkommender Flut am frühen Morgen

Das Licht war denkbar ungünstig für die Photographie. Schade! Irgendwie fühle ich mich gehetzt, 2 Wochen sind unrealistisch - da kann man ja kaum was machen, photographisch. Ich muß versuchen einfach loszulassen, bildermäßig, wenn das Licht schlecht ist. Dann könnte man ja mal die Seele so richtig baumeln lassen. Aber da haben wir dann ein schlechtes Gewissen. Und das alles nur, wegen des Zeitmangels. Nun, ich höre jetzt auf zu Jangeln, denn Gunter schnarcht mal wieder heftig und da kann ich mich, müde wie ich bin, kaum konzentrieren.

Ich machte eine Panorama von den Booten und dem Hafen, der Himmel war jedoch sehr hell, was die Sache erschwerte. Der Strand, den ich von oben gesehen hatte sah ideal aus für die Kinder, also fuhren wir hin. Die Schilder am Parkplatz machten den Dreien jedoch Angst - dort stand: gefährlicher Strand, Stömungen und Treibsand. Baden verbosten! Das mit dem Baden wäre ja kein Problem gewesen, aber der Treibsandm den es auch bei St Michel geben soll, und über den die Kinder folglich so viel wissen wollten, schreckte sie so ab, daß sie wieder ins Wohnmobil zurück wollten. Gunter hatte sowieso Hunger, da war es kein Porblem. Ich traute mich auch erst nach einer Weile auf den Sand, war sehr vorsichtig und mied die nassen Stellen, ging nicht ans Wasser. Dort wo Spuren waren, mußte der Strand ja sicher sein, und falls ich einsinken würde, wäre ich sofort gewarnt. Ich hatte das Tele drauf und nahm die Felsen auf, die durch meine Sonnenbrille, die polarisiert, so wunderbar aussahen. Auch das Wasser und der Himmel sahen durch meine Brille schön dunkel blau und leuchtend aus. Auf den Bildern war das jedoch nicht der Fall, der Tag blieb trüb und diesig. Nach einer Weile entdeckte ich einen Leuchtturm hoch auf den Felsen am Pointe du Toulinguet. Den hatte man vorher nicht sehen können. Also photographiere ich auch hier Panoramen, und da das Licht sich immer mal wieder änderte, machte ich viel zu viele Bilder. Später sahen wir übrigens eine Frau, die klatschnaß und weinend zum Auto zurückkam, sie war sichtlich mit den Nerven am Ende und mußte von Ihrem Freund betreut werden. Leider wissen wir nicht, was passiert war - ich hatte die beiden ganz vorne am Wasser fotografiert, vielleicht ist da der Sand wirklich sehr locker und man verliert schnell den Halt?

Pano Boot

ein Panorama mit Sgeleboot und Turm

Pointe du Pen Hir

in diesigen Nachmittagslich mit Graufilter

Eidechse

eine der zahlreichen Eidechsen, die keine Angst vor den zahlreichen Touristen hatte

Dann fuhren wir zum Pointe du Pen Hir und auch hier war eigentlich nicht an Photo zu denken, so diesig und grell war es. Zudem tummelten sich sehr viele Touristen dort, die Kinder wollten lieber einen Strand. Tja, da war nun nichts zu machen. Meine Nerven liegen an Steilküsten immer blank, wenn die Drei hinter mir spielen. Amy sieht recht schlecht und auch Noch stolpert noch ziemlich oft - das ist mir hier einfach zu gefährlich. Gunter kam auf die Idee, die Jungs ein Spiel spielen zu lassen. Mit kleinen Steinchen baut man einen Turm, und derjenige gewinnt, der den letzten Stein sicher aufgelegt hat. Da waren sie beschäftigt. Vom gestrigen Sturm war übrigens nichts mehr zu spüren, die Sonne lachte, es wehte nur noch ein leichter Wind. Viele Photos machten wir nicht, ich schaute mir die Eidechsen an, die durch die hohe Zahl der Menschen, die täglich über diese Felsen klettern, ziemlich zahm sind. Bei Amy und Noah war ich mir halt nicht so sicher, ob sie mal aus lauter Neugierde einer Eideschse hinterherschleichen und die steilen Felsen vergessen. Amy war auch ziemlich müde, sie wollte schlafen und sagte das auch. Wir beschlossen, den Kindern eine Pause im Womo zu gönnen und fuhren Molly Moon hörend nach Landévennec, denn dort sollte sich auch ein Schiffsfriedhof befinden. Den fanden wir jedoch erst beim Rausfahren und es war der Mühe nicht wert, denn es sah eher nach Schrott und Müll aus. Wir sahen jedoch eine Klosterruine, besuchten das Museum nicht, denn es war schon kurz vor 18:00 Uhr. Einen ausgedehnten Spaziergang machten wir entlang der Flußmündung und es tat gut, die großen Bäume zu riechen. Müdegestampft erreichten wir das Wohnmobil. Sollten wir nun weiter fahren zum Pointe du Van? Oder lieber nochmal zurück? Wir beschlossen, letzteres zu tun! Sind heute beide etwas unschlüssig, vielleicht etwas ausgepowert? Ich bedauerte es noch, nicht auf den wunderschönen Mark mit vielen kleinen Ständchen in Crozon gegangen zu sein, aber Amy war gerade eingeschlafen und Parkplätze, vor allem in unserer Größer, waren sehr rar. Das Licht war nun viel besser, also fuhren wir erst in den Hafen von Camaret, dort lichtete ich die Boote nochmal als Panorama ab, wir schlenderten entland des Hafens mit den Restaurants und Lädchen und sahen uns ein paar Fischerboote an. Die Kinder bekamen eine großes Eis.

alte Boote in Camaret

die Boote in Camaret, im Hintergrund der Hafen und die bunten Häuser der Hafenfront

Hummerfangkästen im Hafen

Hummerfangkästen im Hafen

Am Pointe de Pen Hir, nun schon 20:00 Uhr, gingen wir nacheinander los, denn die Kinder waren müde und hatten Hunger, ich ging zuerst, dann Gunter. Es war schon dunkel und er war noch nicht zurück - da machte ich mir große Sorgen! Was kann man denn im Dunkeln noch aufnehmen? Hoffentlich war er nicht abgestürzt. Jetzt, so spät abends war niemand mehr in den Felsen, es standen nur noch 3 Wohnmobile und 2 Autos da, diese Ruhe. Gunter kam dann endlich um kurz vor 10! Die Kinder hatten ausgiebig gegessen, der Stellplatz ist nur ca. 700m entfernt und ziemlich voll, aber nicht belegt. Wir fanden sogleich ein schönes Plätzchen. Amy plapperte natürlich wieder viel, sie hatte ja geruht. Und nun ist es wieder viel zu spät, gerne würde ich morgens früher raus. Aber die cd brenne ich noch - heute sind es sogar zwei.

Pointe du Pen Hir

weiches Abendlicht, mit 64 fach Graufilter aufgenommen

Pointe du Pen Hir

Ein Langzeitpanorama aus zwei Bildern zusammengesetzt. Die Sonne war kurz vorm Untergang hinter den Wolken untergegangen, das Licht war endlich weicher, die Sicht immer noch ziemlich schlecht.

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