21. April, von Camaret nach Pointe du Van

So, jetzt ist es schon wieder 00:30 Uhr und ich beginne erst zu schreiben. Bin eigentlich richtig müde und würde gern ins warme, kuschelige Bett schlüpfen. Das Wetter ist ziemlich gut, zeitweise recht kühl, es gibt ja warme Jacken und Pullover, heute schien die Sonne fast den ganzen Tag und der Wind war erträglich. Den Morgen begannen wir mit einem kurzen Einkauf - Tomaten, Karotten, Baguette, dann entschieden wir uns den Hafen und den Strand in Morgat nochmal genauer anzusehen. Dort hatten wir letztes Jahr viele Seesterne, Seeigel und allerlei Muscheln entdeckt und die waren immer noch da:-) Ach, ich freu mich immer sehr, wenn das Wasser geht. Gunter kam diesmal gleich mit, er flüchtete jedoch nach einer kurzen Weile, denn der Wind war recht stark und es war kalt und zusätzlich sah es nach Regen aus, ein paar Tröpfchen fielen und weg war er und die Kids. Die Sonne kam sogleich wieder aus den Wolken geschlüpft und ich huschte hinterher. Noah und Amy begleiteten mich, Esra aß 6 Leberwurstbrote und spielte mit Gunter Schach. Als wir wieder kamen waren sie noch mitten beim Mampfen und spielen, also verdrückte ich mich mit Noah auf der Stelle wieder. Mit ihm kann man ewig durchs Watt laufen und Tiere beobachten. Wir sahen auch eine ganze Menge. Nahe beim Hafen lag was, was auf den ersten Blick nach Qualle aussah, beim näheren Betrachten sah es jedoch aus, wie ein großer Haufen dicker, zappelnder Würmer. In meinen Bücher steht nichts darüber - vielleicht weiss es jemand, der das hier liest?

Also: ich habe nun von mehrern Seiten Infos:-)

Zwei Leser der Webpage haben geschrieben und ich habe ein französisches Buch gesehen, in dem ein Bild war.

Die Anmerkung von Basti: Die "Würmer" von eurem Bretagne-Trip 2003 (21. April), das sind Gelege von Tintenfischen (wahrscheinlich Kalmaren). Jeder Kalmar (bzw. jede Kalmarin) klebt eine solche rosa Kapsel an einen Stein, die hellen Kügelchen da drin sind die Eier.

Und Weinbrecht schrieb: Es ist ein an Land gespültes Gelege von Loligo, einem Tintenfisch. S. auch www.glaucus.org.uk/Squeggs.htm

Wuermer???

Wuermer Detail

Morgat

Kids

dieses "Unwetter" zog sehr schnell weiter

Wir sahen viele schönen Schmetterlingsmuscheln und die waren alle noch als Zweierpaar vorhanden, daher sah man gut, woher der Namen kommt. Die Seeigel konnte man in allen Variationen sehen, Seesterne gab es nur klitzekleine und die waren alle tot. Mit der Coolpix machte ich Photos, was gar nicht einfach ist, denn im grellen Licht erkennt man den Bildschirm sehr schlecht und das Scharfstellen ist schwierig. Vom Winde verweht erreichten wir das Wohnmobil, die anderen waren nun alle satt, Esra hatte das Spiel verloren. Noah und ich aßen während der Fahrt. Da die Kinder bisher noch nicht die ausgiebige Mögichkeit bekommen hatten und im nassen Sand eine Burg hatten bauen können entschieden wir, nocheinal einen der wunderschönen lange Strände zu besuchen.

Seeigel-skelett

das Gehäuse eines Seeigels

Muschel

Schmetterlingsmuschel

Herzmuschel

Herzmuscheln

rochen

Seesternchen

ein kleines Seesternchen

Den Pentrez Plage fanden wir gut und verweilten dort mehrere Stunden. Während die Kids fleißig bauten und sandig wurden gingen Gunter und ich den Strand entlang. Zu weit wollten wir jedoch nicht von ihnen weg, daher wanderte ich allein zu den Felsen am Ende des Strandes und machte dort Makros. Dieser Strand war wirklich sehr schön, viele Leute beschäftigten sich dort, mit Segeln auf Rädern, Surfen, Angeln, Drachen steigen lassen. Trotzdem war der Strand nicht überlaufen. Die Kinder bauten eine schöne, große, verzierte Burg, setzten eine Piratenflagge drauf und waren glücklich.

Racker

Sandburg

Die Sandburg, noch unvollendet

glücklich

so ein glückliches Gesicht - man braucht nur ein wenig Sand und das weite Meer

Pano - mmer

Die Außendusche war mal wieder gold wert. So viel Sand würde unseren Abwassertank irgendwann vollsetzen:-) Gunter hatte, während ich die Kinder betreute, gekocht, wir aßen gemächlich und fuhren dann zum Pointe du Raz. Der Weg vom Parkplatz zum Aussichtspunkt ist für müde Kinder lang. Die Kids waren nicht begeistert, sie mögen Steilküsten nicht so gern. Wir hätten es wissen können, daß man den Leuchtturm um 19:00 Uhr nicht fotografieren kann, denn im Westen geht die Sonne unter. Zuvor aber scheint sie sehr hell, es war unmöglich in diese Richtung gescheit zu photographieren. Den Kindern hatten wir diesmal die Ferngläser mitgenommen, damit beschäftigten sie sich eine Weile. Nach dem langen Marsch zurück -von kleinen Photostops unterbrochen, waren wir alle richtig müde. Wir entschieden, zum nahen Pointe du Van zu fahren, weil es uns dort auch im letzten Jahr besser gefallen hatte. Diesmal stehen hier sehr wenige Mobile. Dafür jedoch viele am Pointe du Raz. Nach einem kräftigenden Abendessen zogen wir eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang nochmal warm eingepckt alle los. Die Kinder hatten zusätzlich noch was zu Knabbern und Trinken mit. Sie unterhielten sich wunderbar, vor allem über die CD's, die wir zur Zeit während der Fahrt hören. Die Langzeitaufnahmen klappten nun auch ohne Graufilter, was die Aufnahmen sehr vereinfachte. Erst um 22:00 Uhr erreichten wir bibbernd das Wohnmobil, bis dann alle gewaschen waren - heute hatten sie es besonders nötig - und nochwas gegessen hatten - heute waren sie besonders hungrig - war es schon spät. Das Sichten der Bilder dauert lange - die Canon ist schnell, ich mache so viele Bilder! So, jetzt höre ich schnell auf, denn morgen will ich früh raus, die tollste Küste liegt direkt vor der Tür! Schade, daß die Ferien so kurz sind.

statue

irgendwo unterwegs

Pointe du Raz

sehr gegenlichtig, der Leuchtturm am Pointe du Raz

Pointe du Raz

in der anderen Richtung sah es farbiger aus, das war ein Anlegesteg für Fischerboote

Felsen am Pointe du Van

Felsen am Pointe du Van

Pointe du Van

das letzte Bild des Tages

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