23. April, Phare de Eckmühl zur Cote Sauvage
Also, ich hatte sehr schlecht geschlafen, der Wein war mir nicht bekommen, mir ging es aber anscheindend auch so ziemlich schlecht. Wenn ich vor Kopfschmerzen aufwache, mir übel ist und ich starke Nackenschmerzen habe, dann ist eine Migräne im Anmarsch. Ich hätte es gestern merken können, denn ich hatte Sehprobleme. Ich will jetzt aber keine blöde Migräne. Also nahm ich eine Aspirin, in der Hoffnung, daß es nur Kopfschmerzen wären, zog mich an und war erstmals ohne Kamera schon vor Sonnenaufgang unterwegs. Ich hätte vielleicht doch die Coolpix mitnehmen sollen:-) Diese Sucht - den Photofinger meine ich! Es war noch Ebbe, das Wasser also recht weit weg, ich hätte ein wunderschönes Bild vom Leuchtturm machen können. Denn der Steg, von dem aus man Hafen und Leuchtturm sehen kann, war gerade noch frei von Wasser, man konnte weit rauslaufen und hätte Boote, Steg und Phare im weichen Licht draufgehabt. Stellt es Euch also vor, ich hab das Bild nur im Kopf gemacht und das kann ich nicht ganz so gut zeigen:-) Die Vögel kreischten, die Boote lagen im orangenen Licht, die Luft war kalt. Ich holte meine Kamera und lief nochmal los, denn die Kinder schliefen noch, Gunter lag auch noch im warmen Bett. Ich machte das 100-400er Tele drauf und nahm sicherheitshalber das Stativ und die anderen Objektive mit. Am Wasser versuchte ich die fliegenden Möwen und Strandläufer aufzunehmen, war aber nicht ganz so zufrieden. An die kleinen Vögel kam ich nicht nah genug heran. Auch die Fischer, die vom Meer zurückkamen oder hinausfuhen nahm ich auf, das Licht war einfach schön. Mein Kreuz tat nach einer Weile weh, die Kamera und das Objektiv sind richtig schwer.

einer der Fischer geht ...

einer kommt

frühmorgens am Wasser

auch von oben kommt Gekreische
Als ich zum Wohnmobil zurückkam, war Amy sehr knatschig, denn Gunter hatte sie geweckt, Noah schlief noch, Esra frühstückte. Zwei Bauarbeiter arbeiteten direkt neben unserem Wohnmbil mit dem Presslufthammer, sehr idyllisch. Ein Schild wurde für die Wohnmobile angebracht: man dürfe von 9:00 - 9:00 Uhr stehen bleiben. Für mich machte das Schild irgendwie keinen Sinn. Später fand ich heraus, daß es wohl von 19:00 - 9:00 Uhr heißen soll! Der Platz ist gut, denn man ist direkt vor Ort, ich habe mich da recht wohl gefühlt. Gunter zog es heftig an die Cote Sauvage, denn er mag Strände, die voller Tang sind und wo das Wasser die meiste Zeit woanders ist, nicht. So beschlossen wir ohne große weitere Stopps genau dorthin zu fahren. Unterwegs photographierte Gunter eine Kirche von außen.

Etwa drei Stunden später erreichten wir die Cote Sauvage, unterwegs hatten wir uns zweimal verfahren. Die Kids durften wieder lange an einer großen Sandburg bauen, ich holte Eimer, damit die Sandmatsch machen konnten. Die Burg wurde mit Muscheln und Steinen und Stöcken verziert, aber da ich früher gegangen bin, gibt es nun kein Bild davon, was die Kinder sehr bedauerten. Ich wollte ja mal nichts tun, aber da waren so hübsche kleine Vögel, die abgelichtet werden wollten. Es könnte sein, daß es sich um Zwergstrandläufer und Steinwälzer handelt. Ich bin mir nicht ganz sicher.

ein Steinwälzer sucht im Tang nach Kebsen und war erfolgreich

ganz schön dick, mann :-)

Sorry, ich hoffe, es sind nicht zu viele Bilder - meine ersten Wildlifebilder machen mich stolz - ich habe mich dafür gebückt angeschlichen, habe immer wieder lange verweilt, damit sie sich gewöhnen und tastete mich langsam ran, dann stand/hockte ich lange im eiskalten Wasser.

ein Strandläufer (ich weiss nicht genau welche Gattung), streckt den Kopf unter Wasser

und schwupps, da hat sie einen Krebs und nochmal schwups, da hat sie ihn verschluckt!
![]() Amy und |
![]() Esra am Wasser |
Im Wohnmobil lud ich die Compact Flash Karten runter - wenn man Vögel aufnimmt braucht man viel Speicherplatz, bei Langzeit hält es sich dagegen sehr in Grenzen, denn die dauern ja sehr lange:-) Also, meine beiden großen Karten waren voll, ich wollte auch am Bericht weiterschreiben, zudem bekam mir die grelle Sonne mit, mit dem Kopfweh. Nach einer Weile kamen auch die restlichen Reicherts, sandig, aber glücklich. Gunter hatte gelesen, er hat immer so spannende Bücher. Ich war aber kaum weitergekommen. Meinem Kopf gings schlechter. An einem anderen Strand, aßen wir zu mittag: Gemüsesuppe und bean burritos, danach nahm ich eine Migränetablette und legte mich eine Weile hin, während die Kinder spielten und Gunter Langzeitaufnahmen machte. Gegen 19:00Uhr fuhren wir an den nächsten Strand - hier gibt es viele, wunderschöne, und dort gingen wir wieder alle los, mit Stativen und was dazugehört. Ich konnte mich anfangs nicht gut konzentrieren, nach eine Weile ging es jedoch. Erst nach 21:00 Uhr kamen wir zurück, wir hatten uns noch mit Homburger Flair Fahrern, die wir in den letzten Tagen öfters gesehen hatten, unterhalten und die Kinder mit großer Freude mit dem quirligen Jack Russel Terrier gespielt. Bis wir dann Alle die letzten Reste des Brotes und des Gemüses gegessen hatten, war es wieder viel zu spät, jetzt sitze ich hier wieder während alle schnarchen - da kann man sich schlecht konzentrieren. Jetzt kommen noch ein paar der Aquart Bilder (malerische Langzeitaufnahmen:-)) und dann ist's genug für heut'!

am späten Nachmittag mit dem 1000 fach Graufilter und Polfilter aufgenommen

später am Abend, auch mit dem 1000 fach Graufilter - 74 sekunden belichtet
![]() hier zwei Aufnahmen im Vergleich, obwohl |
![]() es hier schlecht ist, weil die Lichtsstimmung sehr schnell wechselte |

Felsen und Wasser

nach Sonnenuntergang mit dem 64 fach Graufilter