24. April, von der Cote Sauvage nach Erquy
Ich wachte wieder mit Kopfschmerzen auf - so ein Mist. In der Nacht hatte es geregnet, am morgen war es jedoch trocken, das Licht aber für Photos völlig uninteressant. Erst gegen 9:00 Uhr sind wir aufgewacht und ich sah mir ausgerüstet mit Kamera und Stativ die Wellen und Felsen an, kehrte schließlich ohne ein einziges Photo gemacht zu haben zu den anderen zurück. Mein Kopf lies auch keine kreative Konzentration zu. Unsere Toilette war voll, also fuhren wir Richtung Quiberon und leerten sie, in der Stadt war es wieder schwierig einen Parkplatz zu finden, wir hätten uns gerne informiert, was die Fähre zur Belle Ile mit dem Wohnmobil kosten würde - das ist für die nächste Bretagne Reise unser Ziel. Gunter kaufte Brot während ich spülte, dann ging ich mit den Kindern an den Strand, während Gunter genüßlich frühstückte. Die Kinder hatten Flakes gegessen, mir reichte etwas Brot. Das Wetter war für Langzeitaufnahmen immer noch nicht gut, das Meer hatte kaum Farbe, weil ein leichter Wind das Wasser stark kräuselte, so fuhren wir zu den Dolmen de Mane-Kerioned. Mir war es mittlerweile richtig schlecht - also noch eine Migräne:-( Gunter nahm die Dolmen auf, ich legte mich hin, die Kinder spielten im Wohnmobil - sie waren noch stranderschöpft. Ich versuchte ein homöopathisches Mittel, nahm jedoch eine Weile später noch eine Migränetablete, was bedeutet, daß ich mich hinlegen muß. Damit die anderen was tun konnten fuhren wir zurück, um einen schönen Strand zu finden. Auf einem Parkplatz, ich fuhr schwungvoll drauf und merkte dann erst, daß ich in weichen Sand gefahren war. Nichts tat sich mehr, ein Surfer hatte mich gewarnt, als ich schon mittendrin stand. Eine nette Frau bot uns Bleche an, wir packten es nach einer Weile mit Mühe auch ohne. Gerade gestern hatte ich mich darüber unterhalten, daß Hinterradantrieb besser ist - in diesem Falle wäre es sehr hilfreich gewesen. Ziemlich fertig erreichten wir den Strand, an dem wir auch gestern waren, ich war patsch naß geschwitzt, mir ging es richtig schlecht. Gunter und Kids spielten am Strand, sie verloren meine 20 Jahre alte Frisbee Scheibe, was mich traurig stimmte. Mir ging es mittlerweile etwas besser, aber irgendwie fehlt mir der Antrieb - keine Power mehr!


einer der Dolmen

eine der schönen Napfschnecken

so sah es heute am Pointe de Beg-En-Hod aus, das Wasser war ziemlich gekräuselt, daher kam die Farbe nicht raus

die wilde Küste mit den diesmal zahmen Wellen - es war auch Ebbe
Langzeitaufnahmen machten wir heute gar keine. Heute war sowieso der photoärmste Tag - aber ich denke, wir haben bisher ein paar ganz gute Photos gemacht. Perfekt kann man es nicht machen auf einer so kurzen Reise, denn man kann nicht das ideale Wetter abwarten, nicht optimal auf Ebbe und Flut eingehen. Zudem brauchen wir immer größere Zeiträume ohne Photos für die Kinder. Ach, diese Photosucht, sie läßt mich nicht mehr los.
Der Weg zurück nach Hause ist uns an der Loire entlang zu weit - ohne Meerkontakt:-) Diesmal entschieden wir uns, wieder so zurückzufahren, wie wir gekommen sind - nämlich über die Normandie. Wir fuhren also quer durch die Bretagne, hätten uns gerne noch den Wald, die Salzgwinnung, ein paar Kirchen, Calvarien, Dolmen und Menhire und dies und das angesehen, aber die Zeit reicht einfach nicht. Eine richtige Muschelsuchtour vermisse ich auch, ach, ich glaube, die Bretagnesucht hat uns nun auch befallen und sie läßt uns nicht mehr los! Dabei gibt es noch so viele andere interessante Gebiete Frankreichs, noch andere Länder in Europa und vor allem noch andere Kontinente. Ach, die Reisesucht, sie läßt uns nicht mehr los! Der Weg nach Erquy war anstrengend, einmal verfuhren wir uns mittendrin, dann schon ziemlich nahe an der Küste. Es war schwierig aus den spärlich beschilderten Dörfchen herauszufinden. Erst und 20:30 Uhr erreichten wir den Stellplatz in Erquy, der 2 Euro kostet, wir fanden gerade noch einen Platz. Das Meer war nah, ich zog mit der erholten Amy und Noah los ins Watt. Mensch, so viele, so große Wattwurmkacker haben wir noch nie gesehen. Und es gab auch ein paar Muscheln, Krebse, Pferdeaktinien und eine ganze Menge nassen Sand:-) Die beiden redeten ohne Unterlaß gleichzeitig, ich hatte eine gute Unterhaltung. Machte sogar mit der Coolpix noch ein paar Photos. Wir aßen spät zu abend, Amy ist jetzt nach 12:00 Uhr immer noch wach, der Schlaf während der Fahrt hat sie durcheinander gebracht, ich bin immer noch nicht fit kopfmäßig und gehe jetzt besser ins Bett.

mit Amy im Watt

und hier ist Noah mit im Bild