25. April, der lange Rückweg fängt an, von Erquy nach Rouen

Ziemlich früh zogen wir weiter. In Erquy fotografierte ich kurz den fotogenen Hafen, hier ein Panorama. Das Wetter war dazu eigentlich ideal, dunkle Wolken hingen am Himmel, weiches Licht schien auf den Leuchtturm.

der Hafen von Erquy

das Hafenpanorama - die Flut kam gerade rein

Leuchtturm

der Leuchtturm im Hafen

Da das Wetter eher schlecht war, es sah sehr nach Regen aus, die Sonne kam immer seltener raus, beschlossen wir, nochmal eine kurze Muscheltour in der Nähe von St Jacut zu machen. In St Briec fanden wir eine besonders Muschelreiche Stelle leider nicht, verloren dadurch eine wichtige halbe Stunden, denn in St Jacut de la Mer, wo wir schon zweimal erfolgreich gewesen waren, war das Meer gerade über den interessantesten Spülsam hinweg. Wir sammelten trotzdem ca. 1 Stunde lang, diese abgeschliffenen Austern mag ich so sehr gerne und die findet man hier am besten. Gunter hatte Hähnchenbrustfilet besorgt und bereitete diese vor, während ich mit den Kids unterwegs war. Mir wurde es unterwegs so schlecht, noch ein Tag Migräne - so eine Sch... Ich versuchte es nochmal homöopathisch, und mit einer positiven Vorstellungskraft und nahm dann eine der ganz starken Migränemedikamente. Ach, wie gerne würde ich darauf verzichten! Ich denke fast, es fällt mir zunehmens schwerer mich vom Meer zu lösen. So gerne würde ich weiterfahren, immer weiter, Neues kennenlernen, mit Leuten reden, photographieren. Aber länger, viel länger, ohne Hetze dort verweilen, wo es einem gefällt, das beste Licht mit der Kamera genießen, mit den Kindern die Welt erforschen, in Ruhe! Und nun hetzen wir wieder zurück, mitten ins Land, in die schlechte Luft und den Stress.

Nun, zurück in die Bretagne: viele Muscheln haben wir nicht mehr sammeln können, ich denke aber es sind ein paar sehr schöne dabei. Den Kinder gefiel es jedenfalls, besonders Noah und Amy, denn abends haben sie wieder das Muschelbuch studiert und ich mußte alle Namen vorlesen. Der Stellplatz in St Jacut ist leider auch viel kleiner geworden - hier stehen nun auch diese Balken mit 1,9m, der Platz für Wohnmobile ist sehr begrenzt worden. Schade! Das war einer unserer Liebingsplätze!

Ich versuchte nach dem leckeren Essen und der Tablette zu ruhen, was mir nicht gelang. Gunter wollte mit den Kindern ins Dorf laufen, denn wir hatten eine schöne Kirche gesehen, die Tür war jedoch kaum hinter ihnen zu, da fielen die ersten Regentropfen auf's Dach. Die Vier waren also nach spätestens 5 Minuten wieder wild plappernd zurück. Wir machten noch Dumping, da fühlt man sich immer erleichtert, so mit voller Kapazität, dann fuhren wir nach Cancale, denn ich wollte mir das Städchen ansehen. Das Licht war für den Pointe du Groin leider viel zu schlecht, es regnete leicht. In Cancale wurden wir enttäuscht! Keine stadtnahen Wohnmobilparkplätze - auch hier überall diese Balken mit 1,9m!

Cancale

Gefrustete fuhren wir weiter, machten von außerhhalb im strömenden Regen Aufnahmen der Stadt - der Photoapparat hatten hinterher eine Wartung nötig! Ich hätte die letzte Nacht sehr gerne am Meer verbracht, Gunter zog es bei diesem Wetter zurück nach Hause. Schade! Wieder einmal konnte ich mich nur sehr schwer lösen. Die Schilder nach Honfleur, Dieppe usw verfolgten mich noch lange, und immer wieder muß ich mich zusammenreißen, daß ich ihnen nicht folge. Wenn es nach mir ginge, würde ich jetzt immer weiter entlang des Meeres bis nach Portugal fahren. Da will ich schon lange mal hin! Im Sommer ist es aber wahrscheinlich viel zu voll - wie fast überall, wo es schön ist.

Unterwegs versuchten wir noch einzukaufen, denn Noah wollte seinen Schulranzen in Frankreich kaufen. Da eifert er mir nach, denn ich kaufe Sachen des täglichen Bedarfs auch sehr gerne im Ausland, denn man wird dann immer wieder an die schöne Reise erinnert. Wir fanden jedoch keinen Laden, der sowas hat. Ich habe nun schon während der ganzen Reise Ausschau gehalten, doch ohne Erfolg. Schweren Herzens fuhren wir also auf der Schnellstraße nach Rouen und noch ein kleines Stückchen weiter, wo wir in einer kleinen Stadt Probleme hatten den Womostellplatz der im Stellplatzführer beschrieben ist, zu finden. Erst kurz vor 22:00 Uhr waren wir erfolgreich.

regenautobahn

"angeheme Fahrt"

So, ich hoffe, ich kann mich heute nacht gut entspannen, damit ich morgen mal wieder einen klaren Kopf habe und wir die lange Heimreise hinter uns bringen, dann hat uns der Alltag wieder - der Terminkalender ist schon voll. Der wartet nur auf mich:-(

26. April, die Heimreise

fahren

Regen, Regen, Regen

Kirche

nochmal eine schöne Kirche - die Details waren einfach faszinierend!

Das Wetter war eigentlich ideal zum Heimfahren - wir wurden sozusagen rausgeschmissen, bei strahlendem Sonnenschein fällt es schwerer zu gehen! Aber nach Stunden des heftigsten Regens wird es anstrengend, der Scheibenwischer hatte alle Wischerblätter voll zu tun, ziemlich hektisch vollbrachte er seine Arbeit. Nach einigen Stunden auf der Straße, wir fuhren diesmal nicht nur Autobahn, was zwar länger dauerte, aber viel schöner war! Schließlich fanden wir einen großen Laden und shoppten für 1,5 Stunden, so langsam mögen wir auch die Supermärkte richtig gerne. Erst gegen Abend kamen wir an, luden noch einen Großteil aus dem Wohnmobil und brachten unseren Freunden frisches französisches Baguette. Tja, und ich bin mir sicher, daß wir bei nächster Gelegenheit wieder in der Normandie und Bretagne landen werden - es gibt immer noch so viel zu entdecken!

Einige Panoramen werden noch folgen - ich habe wohl noch ein paar Tage dran zu tun:-) Das war meine bisher photoreichste Reise! 3600 Bilder in 2 Wochen, wobei die Panoramen kräftig an der großen Anzahl der Photos schuld sind!

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