18. und 19. Oktober, Vorbereitungen und Le Treport
Eigentlich muß ich es ja nicht mehr schreiben, es ist hektisch bei uns vor einer Reise. Aber diesmal war es besonders schlimm, finde ich. Es gab so viel zu tun, erstmals haben wir zwei Schulkinder, mir ging es irgendwie nicht ganz so gut, hatte eine leichte Halsentzündung eine Blasenentzündung (oder was es auch immer in Wirklichkeit ist) und war etwas ausgepowert.
Das Womo hatten wir von einem Freund kontrollieren lassen, dummerweise trat bei dieser Probefahrt das Rüttelproblem nicht auf. Irgendwas ist faul, nur was? Den Hersteller hatten wir versucht zu kontaktieren, jedoch mal wieder niemanden erreicht, es war aber einfach zu viel los und wir verfolgten diesen Fall nicht mit der nötigen Vehemenz. Mit Noah und auch mit Esra hatte ich noch einige Arzttermine, bis alle Knochen (siehe Reisebericht Nowegen Sommer 2003) wieder heil waren dauerte seine Zeit. Auch meine Knochen sind nach den Stürzen in Norwegen noch malad. Wieder mal war das Notebook zu voll, es ist viel Arbeit die Bilder von 5 Wochen Norwegen und Schweden zu sortieren.
Unser Reisebericht über die Normandie und die Bretagne im Reisemobil International war gerade rechtzeitig vor unserer Reise veröffentlicht worden. Schön sieht er aus, die Bilder kommen gut rüber. Ich packte ein Heft ein, es geht mit auf unsere 4. Normandie/Bretagne Reise! Wir fuhren also wieder erst am Samstag abend los, packten es bis einige Kilometer vor Reims, und übernachteten dann doch auf einem Rastplatz an der Autobahn. Auf dieser Strecke gibt es leider kaum Stellplätze, und wenn mehr als 50 Kilometer von der Autobahn entfernt. Gunter meinte, er passe auf, schlafe nur mit einem Auge, ich solle mir keine Angst machen. Ha, die mache ich nicht, die ist einfach da. Wir haben in den letzten Jahren zu viele Leute getroffen, die überfallen wurden. Gunter schnarchte schließich friedlich, ich war mehr wach als träumend. Eine Decke ist mir zu wenig, ich fror, stellte die Heizung höher, suchte eine weitere Decke, kam nicht zur Ruhe. Nachts kam ein Lastwagen, der rangierte ewig neben uns daher - wie lästig. Entsprechend gerädert war ich am morgen, wir trödelten bis nach 10:00Uhr, die Kinder malten, wir frühstückten ausgiebig. Auf der gesamten Fahrt heute konnten wir Jäger gesehen, auch zwei Beagles hatten sich auf die Autobahn verirrt, ich hätte gerne angehalten und sie eingeladen, aber so schnell konnte ich von Tempo 80 km/h nicht stoppen.
Dann machten wir wieder eine länger Pause zum Mittagessen, und ich holte eine Stunde des fehlenden Nachtsschlafs nach. Erst gegen 17:00 Uhr kamen wir in Le Treport an, das Wetter hatte sich zum Schlechten gewendet, kein Sonnenschein war mehr zu sehen. Es war diesig und sehr kühl, und das im Zusammenhang mit Wind. Unser Tank war leer, so ziemlich jedenfalls, aber eine Tankstelle fanden wir nicht. Nochmal ohne Diesel stehen bleiben wollte ich nicht, der Schock sitzt. Schließlich standen wir in einer langen Schlange an einer Tankstelle, die nur mit einer Karte funktioniert, unsere EC Karte und die Kreditkarte funtionierten jedoch nicht, das Diesel wurde knapper. Ich bat Gunter, einfach mal die Autofahrerin hinter uns zu fragen, auch ohne funktionierende sprachliche Verständigung packten wir es, Ihr für 20 Euro Diesel auf ihre Karte abzukaufen:-) Danke!

Das erste Baguette schmeckt immer am Besten:-)

Die Steinewerfer Amy und Noah, wie immer, die große Freude am Kieselstrand

Häuserfront (teilweise leider sehr zerfallen, die meisten für den Winter über zugenagelt)
Beruhigt kauften wir in Les Bains, direkt gegenüber von Le Treport Baguette (klappt auch Sonntags) und liefen am Kieselstrand. Wieder wurden unzählige Steine geworfen, einige wanderten mal wieder in die Jackentaschen. (zum Glück sind wir nicht in der Türkei) Ohne Mützen und Stirnbänder hält man es nicht aus, es ist zu kalt. Wir liefen fast bis nach Le Treport (ist natürlich durch das Hafenbecken nicht erreichbar) und waren dann sehr kalt und müde bis wir wieder das Wohnmobil erreichten. Jetzt stehen wir oben an der Steilküste, es stürmt, war schon um 19:20 Uhr dunkel. Ich bin mal gespannt, wie es wird, so spät im Jahr. Hoffentlich können wir ein bißchen was unternehmen ohne uns die Finger und Nasen abzufrieren. Auf einem offiziellen Stellplatz würde ich mich wohler fühlen, aber es sind noch ca. 30 km bis nach Dieppe und es ist stockdunkel. Außer uns stehen noch drei Wohnmobile hier.