20. Oktober 2003, von Le Treport nach Honfleur
Ich hatte wieder schlecht geschlafen diese Nacht, mein Hals kratzte und ich war die Alkove nicht gewohnt, es war jedoch etwas wärmer da oben. Nur achte ich viel zu viel auf alle möglichen Geräusche und komme nicht zur Ruhe. Amy war mit Noah unten in der zum Bett umgebauten Essecke eingeschlafen, sie weckte mich mitten in der Nacht, als sie hoch kam, Esra weckte mich dann später, als er runterging. Ein ziemlicher Verkehr, was? Der Blick am morgen war schön, das Licht eher diesig, trotzdem kam irgenwann ein klein wenig Sonne raus, und es sah schön aus. Ich machte also ein paar Aufnahmen, obwohl ich schon welche im besseren Licht habe (siehe Reiseberichte vom Okt 2002 und Frühjahr 2003). Nach dem Frühstück fuhren wir nochmal in die Stadt, kauften dort als erstes Muschelkästchen (für Noah's Freund Thilo, der bald Geburtstag hat) erkundeten den Hafen und die engen Gassen. Der Wind pfiff uns um die Ohren, so beschlossen wir nochmal in die Eglise Sainte Jacques zu gehen. Diesmal gab es keine Fischernetze, keinen Blumenschmuck und keine leise, lateinische Kirchenmusik. Seit dem letzten Mal wurde wohl auch nichts getan, der Zerfall war sehr sichtbar. Frustierend! Diese schöne Kirche. Die Beichtstühle gaben uns jedoch wieder einen Anlass zu einem tiefgründigen Gespräch - warum gibt es katholische und evangelische Kirchen und welche gibt es sonst noch? Was ist der Unterschied?

der Leuchtturm an der Hafeneinfahrt von Le Treport - eine Stunde später standen wir da unten und mußten uns die Nase zuhalten - so stank es:-( Übrigens ist die ganze Stadt nur so von Hundekackern übersäät, es ist schwierig sauberen Schuhes vorranzukommen, vor allem mit drei Kindern.

und noch ein Bild, denn Noah mag die Möwe auf diesem Bild so gern.

Unsere Kinder auf dem Weg zum Phare

Meeresmuster, ziemlich farblos

Ein Möwe im Sturm

und nochmal mit einem Kumpel

ein Möwenportrait

ein Fischerboot fährt in den Hafen ein

Boje am Fischerboot
Gegen Mittag erreichten wir das Wohnmobil, kauften am Ortsrand gelegenen Supermarkt ein (wir hatten uns schon drauf gerfeut - es gibt so viele leckere Sachen hier und für Esra brauchen wir unbedingt Hosen, denn er ist gewachsen und ihm paßt nichts mehr). Der Einkauf war also ausgiebig, wir hatten uns ein Mittagessen verdient. Es gab belegte Baguette - aber so richtig mit Salat, Remulade, Schinken .... Zum Abendessen hatten wir Fisch eingekauft. So machten wir uns gesättigt auf den Weg weiter Richtung Westen.
In Dieppe hing eine sehr dunkle Wolkenwand über dem Meer, die lichtete ich mit dem 1000 fach Graufilter ab. Schnell war die Lichtsstimmung jedoch wieder verschwunden.

rollende Kieselsteine - Wellenmusik

schwere Wolken über Dieppe
Dann fuhren wir noch bis nach Honfleur, nutzten ein Stück Autobahn um vorran zu kommen und stehen mal wieder auf dem 7 Euro teuren Platz, diesmal zwischen zwei deutschen Mobilen. Die Kinder waren sehr munter heute abend, das Wohnmobil wird langsam etwas eng für unsere Familie.Wahrscheinlich liegt es am Wetter, man kann nicht nicht so lange im Freien aufhalten. Noch bis spät am Abend wurde gemalt, geschieben und gespielt. Doch irgendwann kehrt Ruhe ein, nur mein Hals kratzt schlimmer als zuvor, ich habe schon Bauchweh von den vielen Hustenbonbons:-( Ich lese nun besser noch ein wenig und ruhe mich aus.

Auf der Pont den Normandie, die diesesmal 5 Euro kostete