22. Oktober, Von Barfleur nach Mont St Michel
Schlaf fand ich wieder nicht, komisch. Ich schaute sehr oft aus dem Fenster, das Licht war unspekrakulär, so lies ich mich nach 8:00 Uhr, noch müde von der Nacht, wieder in die Kissen sinken. Plötzlich meinte Gunter, ich solle doch mal rausschauen - aahhhh, das Licht, die Sonne bestrahlte die Wolken, innerhalb küzester Zeit war ich draußen, zwar noch in Schlafjogginghosen, mit Piratentuch auf dem Kopf, damit man nicht sieht, wie mir morgens die Haare gen Berg stehen. Ich hatte jedoch kaum Zeit, so schnell das Licht gekommen war, war es auch wieder weg. Nun, wenigstens die paar Bilder sind schön, denn der Rest des Tages war von Regen und Sturm bestimmt.

Barfleur, frühmorgens im wunderbaren Photolicht

nochmal die ganze Pracht - aus 5 Bildern zusammengesetzt

Schade, das Loch in der Wolkenschicht war nicht groß

alles grau in grau - trotzdem eine Langzeitbelichtung

Nach einem Minifrühhstück fuhren wir zum Leuchtturm von Gatteville, zuvor hatten wir Baguette besorgt. Es stürmte und war kalt, aber noch war es trocken. Wir frühstückten mit Blick auf den Leuchtturm, doch als wir fertig waren fing es an sehr nass zu werden von oben. So spielten wir mit den Kindern, lasen und ich legte mich schließlich unter die Decke, weil es mir kalt war. Zudem hatte ich dummerweise Andreas Eschbach zu lesen begonnen (Der letzte seiner Art) und das Ding ist spannend. Schlecht auf Reisen. Aber gut, wenn es regnet. So verweilten wir auch ohne Langeweile ein paar Stunden. Ich nutzte schließlich eine Regenpause, die eigentlich keine war, denn es nieselte weiterhin, um den Leuchtturm zu erkunden, die Kinder waren zum Malen übergegangen - gut, daß denen immer was einfällt. So merkte ich dann gar nicht, daß ich eine Stunde weg gewesen war, leider hatte ich kein Stativ und Filter mitgenommen, konnte leider keine Langzeitaufnahmen machen und die Wolken zogen so schön. Also machte ich unweit des Wohnmobils noch ein paar Bilder mit Filter und dabei wurde ich dann heftig nass - was dazu führte, daß ich danach nicht mehr warm wurde. brrrr. Es regnete und regnete. Wir kauften unterwegs ein - diesmal ging Gunter mit den Jungs, denn die brauchen neue Stifte und Blöcke und der Spitzer war so stumpf, daß er nicht mehr brauchbar war. Amy spielte mit ihrem Norwegenorcakuscheltier, ich las in meinem spannenden Buch. Wieder zog und Mt St Michel magisch an - nun, warum auch nicht. Bald soll es ja eine Brücke geben anstelle der Straße und vielleicht ist es die letzte Möglichkeit nochmal auf dem Platz davor zu übernachten. Wir trafen noch ein paar Kilometer vor St Michel das kanadische Ehepaar von gestern und unterhielten uns eine ganze Weile. Schön, sich mal unterhalten zu können.

ein typisches Bild

enge Gassen, fast Menschenleer, auch ohne Graufilter verschwommenen Gestalten

schöne Schilder gibt es überall

nochmal eine Nachtaufnahme mit Spiegelung in einer Pfütze
Das Licht sah vielversprechend aus, verlor sich aber schnell, zu schnell. Wir konnten keine tollen Stimmungsbilder machen. Schade - aber, wir haben ja auch schon Einiges. Gunter wollte den Klosterberg vom weitem mit Wasser im Vordergrund aufnehmen, ich wollte lieber näher dran. Also schnappte ich mir Amy und Die Jungs gingen mit Gunter. Recht spät waren wir alle wieder im Mobil, es gab noch was zu essen und die Kinder waren wieder viel zu lange munter. Ich war frustriert, weil das Notebook nicht funktionierte, ich konnte keine cd's brennen. Gunter installierte das Brennprogramm neu, aber es klappte trotzdem nicht, so schrieb ich auch nichts mehr sondern legte mich mit dem spannenden Buch unter die kuschelig warme Decke.