26. Oktober, Ile de Vierge, Brigongan

Leider war der Sonnenaufgang ganz unspektakulär, das Licht war schlicht weg langweilig. So frühstückten wir alle zusammen ganz gemütlich, zogen dann alle die Gummistiefel an, sogar Gunter, und liefen los. Die Ebbe war später dran als wir erwartet hatte, der Weg war noch nicht so frei, wie wir es erwartet hatten. Zudem war der Wind wirklich sehr heftig kalt. Es blies uns bis auf die Knochen, brrr! Wir fingen im Hafen an, die Boote sehen immer so schön aus, wenn sie auf dem Boden liegen, die Fähnchen wehen im Wind, das Wasser zieht sich immer weiter, wie von magischer Hand gezogen, zurück, immer größere Wattgebiete werden frei. Die Vögel fanden das auch ganz toll, sie trampelten mit den Beinen, was lustig aussah, anscheinend steckten dann die Würmer den Kopf raus und schwubs das waren sie schon weg, im Magen! Es gab sehr viele verschiedene Vögel, was ich besonders genoß. Die Kinder waren mit dem Kecher und zwei Eimern ausgestattet, ich zeigte, was ich mir in den letzten Jahren von den Bretonen abgeschaut hatte - man fängt die Garnelen unter dem Tang, da, wo noch recht viel Wasser steht. Das klappte wunderbar, die Eimer waren alsbald mit lebenden Wesen gefüllt. Leider ist das Wasser für Amys Stiefel noch recht hoch, so lief es denn hinein und kühlte zusätzlich zum sehr kühlen Sturm die Füße unangenehm. Ich hatte leider auch so viel getrunken, daß ich mich mit voller Blase nicht konzentrieren konnte, so machten wir uns nach etwa 2 Stunden wieder auf den Weg zum Wohnmobil. Wir brauchten frische Hosen, eine Toilette, etwas Warmes. Und wir hatten Glück, denn die Wolken, die die ganze Zeit über sehr photogen am Himmel gehangen hatte, beschlossen genau zu diesem Zeitpunkt sich auch ein wenig zu erleichtern, wir saßen im warmen Trocknen:-) Es regnete sich regelrecht ein. Die Touristen kamen alle ziemlich naß aus dem Watt zurück, die Bretonen scheinen mit dem Wetter besser klarzukommen, vor allem paßt bei denen die Kleidung zum Gebiet. Wir waren nun satt und schwer, die Kinder beschäftigten sich ruhig, malten mal wieder wie die Weltmeister und wir ruhten und liesen. So ein Regen hat also auch Vorteile - man kann völlig ohne schlechtes Gewissen mal NICHTS machen.

Vierge

wir machten sogar ein paar Langzeitaufnahmen - hier kam genau zur rechten Zeit die Sonne raus und beschien die Leuchttürme

Boot

hier noch eine, ohne Sonne aber mit Boot

Moewen

diese Beiden trippelten im Gleichschritt im Watt rum - es sah lustig aus

fette Moewe

eine recht dicke Möwe

vierge
einmal mit
vierge
...und ohne Sonne

Kinder

die Kinder im Watt

Gunter und Kids

ERSTMALS - Gunter mit Stiefeln im Watt:-)

Jetzt hatten wir uns eine ganze Weile ausgeruht, ich hätte auch eine weitere Nacht hier geschlafen, Gunter wollte lieber ein anderes Gebiet photographisch unsicher machen im besten Abendlicht. Uns hatten die Felsen in Brigongnan bisher am besten gefallen, der Himmel sah sehr vielversprechend aus, also machte wir uns auf den Weg zurück, denn da waren wir ja hergekommen. Das Licht wurde dann doch nicht so toll, irgendwie hängen hier um diese Jahreszeit dauernd Wolken am Horizont die die Sonne ausgerechnet zur besten Zeit vom Strahlen abhalten. Schade, es hätte absolut genial werden können. So vergnügten wir uns mit Stativen zwischen den Felsen, die Kinder erkundeten die Felsen absolut begeistert. Leider bekam diesmal Noah nasse Stiefel, er hatte eine Welle unterschätzt. Dann wußten wir nicht recht, wo wir am besten übernachten sollten - ich fahre am liebsten auf die offiziellen Stellplätze, Gunter wollte einfach hier stehen bleiben. Wir taten schließlich letzteres, ich war müde und hatte keine Energie mich durchzusetzen, zudem waren ja schon einige unserer beliebten Stellplätze dann doch geschlossen gewesen. Wir standen also direkt am Meer, vor uns nur wenige bewohnte Häuser - es scheint viele Ferienhäuser zu geben hier, die schon die Fenster zugenagelt haben. So, jetzt noch ein paar abendliche Langzeitaufnahmen, dann reichts für heute:

Lang

Felsen im Abendlicht

Lang

lang

so, jetzt langts mit den Langzeits:-)

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