29. September, Vorbereitungen und erster Teil der Strecke

Nachdem meine kompletten Norwegen-Diafilme bei der Entwicklung in der Fotowerktstatt-Mainz viel zu hart entwickelt wurden, so daß die Lichter ausfraßen und ich die Dias kaum noch nutzen kann, entschloss ich mich "ernsthafter" auf Digital umzusteigen. Ich kaufte mir die Canon D 60, was zur Folge hatte, daß ich auch Objektive brauchte, denn wir haben Olympus und Contax. Der Kauf bereitete mir Bauchschmerzen - so viel Geld. Und dabei habe ich eine sehr gute Ausrüstung, welcher ich eigentlich treu bleiben wollte:-( Nun gut, der Kamerakauf machte Stress, denn zumindest die mechanische Qualität ist nicht mehr das, was sie mal war. Die Objektive oder die Kamera stellte nicht exakt scharf. Wir mußten also mehrfach nach Mainz. Erst wenige Tage vor Reisebeginn bekam ich mein Telezoom. Daher ging die Kamera landschaftsmäßig ungeprüft auf die erste Tour. Im Studio hatte ich ausgiebig getestet und war absolut begeistert. Diese Tatsache hat nun auch hier in den Berichten größere Auswirkungen: Die Bilder werden wahrscheinlich eine bessere Qualität haben. Außerdem kann ich nun hier schon längere Langzeits zeigen. Es werden also mehr Bilder im Bericht sein! Aber - es gibt halt auch keine Überraschungen mehr, wenn ich zuhause bin (aber auch keine schlechten, wie nach Norwegen!) Laßt Euch überraschen.

Mit unserem Gefährt gab es auch Ärger! Wir liesen alle Reifen, die uns gefährlich werden könnten, überprüfen. Ein Reifen wurde uns dabei vom Fiathändler ersetzt. Der Ersatzreifen, mit dem wir ca. 8000 km gefahren waren, war eigentlich viel zu alt gewesen. Wir hätten nicht damit fahren dürfen. Und das, obwohl uns zwei Reifenhändler in Flensburg versichert hatten, er wäre OK! Warum das Fahrzeug so stark nach rechts zieht sollte geklärt werden, der Flair Hersteller schaltete einen Gutachter ein. Uns läge sehr daran, wenn man das Problem endlich finden würde. Die Lenkstange und das Lenkgetriebe wurde ausgetauscht. Wir warteten und warteten, Gunter rief immer und immer wieder an. Eigentlich hätten wir das Wohnmobil diesesmal gerne früh gepackt, damit es vor der Abfahrt nicht zu stressig wird. Doch zusätzlich bekamen wir noch Stress, denn wir mußten nach Koblenz und unser fahrendes Häuschen holen. Und zwar am Donnerstag, denn Mittwochs und Freitags hatten wir Schwimmkurs in Mainz. Das Fahrzeug zog nach wie vor stark nach rechts, erreichen konnten wir bei Niesmann jedoch Niemanden. Außerdem konnten wir das Gaswarngerät immer noch nicht einbauen (einen Aufkleber haben wir schon mal an der Scheibe) und auch den Spannungswandler hätten wir gerne fest montiert, zusätzlich funktioniert seit langem die Amarturbrettbeleuchtung nicht und auch das konnte wir nun vor der Abreise nicht mehr beheben:-(

Überhaupt waren die Wochen zwischen Norwegen und Frankreich sehr anstrengend. Vier Wochen lang 3 mal pro Woche Schwimmkurs in Mainz, zwischendrin immer wieder Kamera oder Filme holen, tauschen. Und Wohnmobil hin und her fahren. Außerdem hatte ich viele Termine bezg Grußkarten usw. Zusätzlich brach mein Computer gerade dann zusammen, als ich alle unsere Bilder griffbereit hatte und loslegen wollte. Für ein paar Fotowettbewerbe hatten wir extra fotografiert und nun wurde nichts draus. Außer nochmehr Fahrerei und einiges an Geld, nichts gewesen. Irgendwie haben wir einen ganz schönen Urlaubsstress:-) Samstags wollten wir schon unterwegs sein, aber Isabelle Wolf bat mich, die Weinprobe abzulichten, damit ein Bild davon auf die Webpage wandern kann. Wir sind ja flexibel, also fuhren wir am Sonntag. Samstags hatte Amy Geburtstag, Marion und Johannes besuchten uns und im Haus war Trubel, eigentlich alles wie immer. Ich hatte heftige Kopfschmerzen. Also packten wir nicht sehr viel am Samstag.

Am Sonntag wachte ich mit Migräne auf, MIST! Noah schüttelte mich und meinte, ich solle bitte packen, er wolle los! Ich nahm eine Tablette und legte mich bis 11:00 Uhr hin, damit ich es vielleicht noch packen würde mit dem Packen. Es klappte halbwegs. Wir waren jedoch ziemlich hektisch beim letzten Zusammenräumen, denn mit dem Kamerazeugs müssen wir immer sehr aufpassen. Den Kindern nahm ich viele warme Sachen mit, ich rechne mit Wind und Kälte. Erst um 16:00 Uhr gings los.

gabi

Gabi am Steuer

Ticket

hier zieht man ein Ticket , damit man später die Mautgebür zahlen kann

Die Sonne lachte, es machte Spaß loszuziehen. Seltsamerweise haben die Kinder Hunger, sobald sie das Wohnmobil sehen. Immer gen Westen, in die untergehende Sonne. Recht schnell waren wir also in Frankreich. Ich hatte mir überlegt, was wir wohl dieses Mal vergessen würden? Nach 2 Stunden fiel es mir ein: die Pässe der Kinder! Und die Zahnpasta-Tuben. Wir kehrten nicht um, bisher hatten wir die Pässe nie zeigen müssen. Kurz nach Metz nahmen wir unser Abendessen ein. Die Wurst von Isabelles Bruder, die ich kurz zuvor eingekauft hatte, mußte dran glauben. Und der Riesenhunger der Kinder überrascht uns immer wieder auf Reisen, denn wir brauchten sogar 2 Dosen. Nun, Frankreich ist glücklicherweise nicht so teuer wie Norwegen:-) Gegen 22:00 Uhr hielten wir kurz hinter Reims. Wir entschlossen uns, doch auf einem Autobahnrastplatz zu parken, denn im Reisemobil International Stellplatz Führer fanden wir zwar Stellplätze, aber auf der Karte die Dörfer dazu nicht. Und wir hatten keine Lust lange in der Nacht über einsame Landstraßen und durch enge Gässchen zu irren. Wir sicherten das Wohnmobil vorne mit einem Gurt zusätzlich, brachten den Aufkleber für das Gaswarngerät an, das Warngerät selbst hatten wir ja nicht einbauen können, weil das Fahrzeug so spät aus der Werksatt gekommen war. Und wir legten die Kindersitze als "Abschreckung" nach vorne. Ich konnte vor Kopfweh nicht schlafen und nahm noch eine Tablette mitten in der Nacht. Gegen morgen wurde es sehr kalt und wir mußten die Heizung anwerfen.

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