10.8. ein richtiger Regentag in Sortland - Bowling am Abend
Wir wachten morgens vor der Kirche stehend im Nieselregen auf, also: nichts Neues wettermäßig. Eigentlich kann man das so nicht sagen, denn ich hatte gedacht, es könne nicht schlechter werden: kann es aber. Es kann noch mehr regnen und zudem noch kälter werden. Beides trat ein. Es regnete bis zu Abend. Selbst beim Stadtspaziergang in den Geschäften wurde man patschnaß. Irgendwie muß man ja von einem Geschäft zum nächsten kommen:-) Wir fuhren also nach Sortland, schauten uns dort die Läden an, kauften jedoch nicht viel. Die Angeln sind uns zu teuer, wir fahren nicht oft genug zum Angeln raus. Einen Schulranzen für Esra wollten wir evtl noch kaufen, aber dazu müssen wir erst Preise vergleichen. Irgendwann fanden wir einen Europrix, diese Läden sind lustig, denn die Sachen sind viel billiger als sonst und es gibt alles mögliche. Wir kauften dann auch alles mögliche und der Kassierer lachte sich eins, weil wir eine Norwegenfahne kauften und nicht mal die wenigen Worte norwegisch verstanden, als er fragte, ob wir eine Tüte wollten. (Zwei Tage später konnte ich diese Frage dann eindeutig mit einem: "Nei, tusen takk" beantworten:-) Man lernt ja nicht aus. Wir fuhren an einem Bowling Center vorbei und wir hatten in Erinnerung, daß Torgier und Kirsten, die wir letztes Jahr in Sto getroffen hatten, hier ein solches Geschäft haben. So ging ich hinein um nach ihm zu fragen. Torgiers Eltern waren da und beide sehr nett, sie riefen ihn an und wir redeten, verabredeten uns evtl für den Abend. Dann fuhren wir wieder in die Stadt, denn ich wollte Annbjorg anrufen, ob es mit der Waltour klappt. Ich erreichte sie beim 2. Versuch und ja, die Tour um 8:45 Uhr würde klar gehen. Wow - wir gehen wieder auf Waltour. Hoffentlich würde das Wetter besser sein als heute!
Wir aßen schließlich vor dem Bowling Center zu Nachmittag, Torgier wollte irgendwann am späten Nachmittag kommen. Ich ging nach dem Essen nochmal rein, sah den Bowlern zu, sah mir die Preise an. Hm, ein Spiel könnten wir doch mal machen. Es hatte den ganzen Tag nur geregnet, die Kinder wollten mal was tun! OK, ich überredete Gunter, denn der hatte keinen "Drive". So waren wir gerade dabei die Schuhe anzuziehen, als Torgier und Kirsten (der Name wird sehr "seltsam" ausgesprochen) ankamen, denn Torgier würde gegen jemanden im Bowling antreten. So warfen wir ab und zu eine Kugel nach vorne, redeten zwischendrin und zeigten Bilder, schauten welche an. Viel Input auf einmal. Die Kinder hatten so viel Spaß, daß sie einfach weiterspielten, wir bemerkten es zu spät. Nun - es war wahrscheinlich keine so gute Idee gewesen, Amy und Noah zusammenspielen zu lassen, denn Amy war so begeistert, daß sie nicht warten konnte, bis sie dran war und so immer wieder die Reihenfolge durcheinanderbrachte. Jedenfalls wurde es spät, wir wollten noch nach Andenes fahren, was ungefähr 1,5 - 2 Stunden dauern würde und es war mittlerweile schon 20:00 Uhr. Wir verabredeten uns für den nächsten Tag, Torgier wollte uns auf einen Kaffee in sein Haus einladen und uns seinen neuen Drucker zeigen.
Amy spielt Bowling, das Bild wurde mit Torgiers Mark II aufgenommen - eine tolle Kamera!!
Es hatte ausgehört zu regnen, zumindest zeitweise. So staunten wir über die Landschaft, immer wieder gab es kleine, von der Sonne beschienene Stellen in den Bergen, ganz kurz tauchte die Sonne unter den Wolken auf. Dann war sie wieder weg. Wir machten also Photostopps unterwegs, was die Reise verlängerte. Erst um kurz vor 00:00 Uhr waren wir dann in Andenes. Direkt beim Walzentrum hatten wir einen Platz gefunden, und wir machten uns gerade bettbereit, als ich aus dem Fenster sah: der Leuchtturm leuchtete, die Wolken hingen sehr tief, ein kräftiger, kalter Wind wehte. Also gut: ich sprang nochmal in die Hose, schnappte mir das Stativ und zog vom warmen Mobil in die kalte Nacht hinaus. Es sah sehr schön aus, der Leuchtturm und die weißen Holzhäuser. So machte ich Langzeitaufnahmen und fror so vor mich hin. Schließlich siegte die Vernunft, ich sollte am nächsten Morgen besser ausgeruht sein, aber die Bilder sollte ich noch runterladen und auch im Bericht bin ich immer hinterher. So lud ich in später Nacht die Bilder runter, machte die Kamera für den nächsten Tag bereit, schrieb am Bericht weiter, und sicherte noch die Daten auf die externe Festplatte. Uff, das dauerte, denn dieser neue Adapter, den wir als USB 2 Anschluß kauften, funktioniert nicht. Schade! So lud ich bis 2:30 Uhr die Bilder runter und las, meine Augen wurden sehr schwer. Der Wecker stand auf kurz nach 7:00 Uhr, ich sollte besser ins Bett. Draußen wurde es aber wieder heller und die Dreizehenmöwen machten einen tierischen Lärm - schlafen konnte ich nicht, war auch sehr aufgeregt.

der Blick in den Spiegel

Schafe in der Nacht

Berge, Meer und tiefhängende Wolken, eine Langzeitaufnahme

die Wolken und das Licht

Zwei Minuten Sonne am späten Abend

der Leuchtturm in Andenes nach Mitternacht