11.8. Waltour in Andenes - heftiges Bootsgewackel!
Anscheinend schlafe ich immer sehr schlecht, wenn wir was in aller Frühe vorhaben. In dieser Nacht war ich ja sowieso schon sehr spät ins Bett gekommen, nun wurde es wieder heller, und die Möwen kreischten die letzten paar Stunden, die ich hätte schlafen können. Morgens erschreckte ich dann, als wir noch müde und ohne Frühstück im Bett saßen und die ganzen italienischen Nachbarn schon eine Stunde früher, als von Annbjorg angegeben, ins Büro gingen. Da wurde ich hektisch und so gingen wir auch schnell los. Wir bekamen einen sehr großen Rabatt von Annbjorg und wollten später nochmal miteinander reden. Die Einführung war sehr ausführlich - ein wenig wie Schule, denn unsere dänische Leiterin stellte immer wieder Fragen. Am Ende sahen wir eine Multivisionsshow - da waren die Kinder schon ungeduldig, sie wollten nun Wale sehen.

die Führung im Museum war ausführlich - wir lernten noch was und wir sind eigentlich schon recht gut informiert.

Esra und Noah vor dem Walschädel - so kann man sich die Größe des Pottwals vorstellen

im Museum ist nachgebaut, wie es in etwa in bis zu 3000m Tiefe aussehen könnten (wenn es da unten Licht gäbe!)
Das Meer war richtig wild. Wir hatten Probleme uns überhaupt auf den Beinen zu halten. Die Gischt spritzte, die Kinder freuten sich darüber. Nach einer Weile wollten die Drei hoch auf das Vorderdeck, da war es plötzlich sehr kalt, der Wind kam hier mit voller Kraft. Zum Glück waren wir warm eingepackt, nur die Handschuhe hatte ich nicht mit, weil ich dachte, daß sich die Kinder damit nicht mehr gut festhalten könnten. Sie wären jedoch nötig gewesen! Die Geländer waren kalt und naß.

Wo ist der Wal?

hier stehen wir auf dem oberen Deck im kalten Wind, dann kam eine heftige Welle und Noah, ich und zwei Kameras waren triefend naß! ih hoffe, das Gerät hält es durch!! Die Nässe drückte sich nach kurzer Zeit auch durch die langen Unterhosen, dumm, dann wird es einem richtig kalt! Glücklicherweise waren die Hosen aus Kunstfaser, die trocknet schnell.
Schließlich warteten wir an einer Stelle, denn der Kapitän hatte einen Wal geortet. Das Boot hat ein Mikrofon an Bord, so wußte er, daß zwei bis drei Wale unter uns sein mußten. Wir warteten also eine ganze Weile. Dann kam der erste Wal etwa 400m von uns entfernt hoch und es gab Probleme mit dem Motor. Der Wal war weit weg - man konnte ihn kaum sehen. Aber der Motor sprang nicht mehr an. Schade!
Es gab aber noch die Möglichkeit Wale näher zu sehen. Zweimal sahen wir den Wal "Miou" (ich bin mir nicht ganz sicher), die weiße Maserung war wunderschön. Ich hatte Probleme mit dem Fokusieren und der Schnelligkeit, schnell ist der Speicher überlastet, man darf sich nicht dazu hinreißen lassen, schon beim Blas zu viele Bilder zu machen.

da bläst er ..

das große Blasloch - an diesem Wal waren wir sehr nah dran, ich brauchte die Telekapazität nicht

und der Fleck an der Seite (das ist übrigens kein Bildausschnitt!)

ein gebeugter Rücken vorm Abtauchen

die gemusterte Walfluke von unten

ein Eissturmvogel

die Kinder auf dem schaukelnden Boot

die Reine - das zweite Boot der Andenes Waltouren
Insgesamt hatten wir 5 Wale gesehen. Zwei etwas weiter weg, 3 recht nah. Eisssturmvögel hätte ich gerne noch mehr aufgenommen, aber das Licht war einfach nicht so gut, schade. Ein wenig Sonne hätte dem Meer Farbe gegeben. Die Tour hat uns sehr angestrengt durch den hohen Wellengang, Gunter hatte diesmal die Tablette genommen und Durchfall davon bekommen, danach wurde er heftig seekrank:-( Nun, wir schaukelten ja auch wie wild auf dem Wasser rum. Den Kindern ging es gut, sie wurden von der Tablette nur sehr müde. Noah war zwischenzeitlich etwas grün um die Nase, er erholte sich aber bald. Die Fahrt zurück war ja nicht lange, so hatte wir bald wieder festen Boden unter den Schuhen. Annbjorg war leider nicht mehr da, als wir gegen 15:00 Uhr ankamen. Ich hinterlies ihr eine Nachricht, dann ging es weiter Richtung Sortland. Nun hatte die Tablette auch bei mir die müdemachende Wirkung, so machten wir ein Stündchen Pause zum Schlafen und Essen. Wir riefen Torgier an, denn da wollten wir auf eine Tasse Kaffee vorbeischauen, er hätte so gegen 19:00 Uhr Zeit. Gunter ging nochmal in den Europrix, ich lud derweil die Bilder runter. So gut wie letztes Jahr sind sie nicht, aber es sind ein paar ganz gute dabei. Diesmal hatte ich mit dem Aufnehmen der Fluke Probleme, wahrscheinlich auch, weil das Schiff so schwankte. Dann ist ein 600mm Tele schwierig zu positionieren:-)
Wir redeten mit Torgier und Kirsten, tranken Kaffee, die Kinder spielten. Die Beiden renovierten gerade ihr Wohnzimmer, so störten wir etwas. Sorry! Wir sahen uns Torgiers Büro mit dem großen super Drucker an. Sehr beeindruckend! Außerdem durfte ich mal die Mark II ausprobieren. Wow - die hätte ich auf der Waltour gebraucht! Der Autofokus so schnell, das Abspeichern der Bilder! Wahnsinn! Es war nun doch spät geworden, ich hatte die Webpage übertragen - leider mit Problemen, das FTP Programm scheint nicht recht funktionieren zu wollen:-( So wußte ich dann nicht, was geklappt hatte und was nicht, denn nach der ersten Fehlermeldung ging gar nichts mehr. Ich konnte nicht mal unsere Seite aufrufen. Kirsten bot uns an, einfach vor der Tür stehen zu bleiben, zum Fahren hatte ich nun auch keine Lust mehr. So stellten wir noch eine Waschmaschine an, warteten, bis wir die Wäsche in den Trocker räumen konnten, ich schrieb noch ein wenig und dann versanken wir alle nach einem langen, anstrengenden Tag in den tiefen Schlaf.