12.8. Sortland und Stø

Wir hatten abends beschlossen gerade da stehen zu bleiben, wo wir waren, nämlich vor der Haustür von Torgier und Kirsten. Wir stellten eine Waschmachine mit muffeliger Wäsche an. ich sichtete die Walbilder und beruhigte mich etwas: es sind doch ein paar Gute dabei.

Torgier

Torgier - aufgenommen mit seiner Mark II - tusen takk Torgier

Feuer

Torgier geht durch den dichten Qualm um Photos zu machen

Da die Kinder einen sehr langen Tag gehabt haben, schliefen wir alle bis 10:00 Uhr! Uff, das packen wir wirklich selten. Wir trödeln zwar oft, aber, daß wir so spät aufwachen?! Vielleicht macht einen auch das Wetter fertig? Torgier und Kirsten waren mit dem Anstrich des Wohnzimmers beschäftigt, trotzdem packten wir es irgendwie nicht loszukommen und die beiden mit ihrer Freundin endlich fertig streichen lassen. Ich hatte mich entschieden, doch noch ein Bild ausdrucken zu lassen, denn Torgiers Gerät ist so toll! Diese Qualität hat einfach was. Wir einigten uns auf einen guten Preis: ich bekomme zwei Panos, er druckt für sich selbst eins aus. Ja, das ist sehr gut für mich! Danke Torgier! Das Bild dauerte sehr lange, denn er wollte die bestmögliche Qualität haben. Während wir warteten, hörte ich dauernd die Sirenen, dachte erst, es sei im Fernsehen. Doch dann meinte Esra, es stinkt, und ich sah die Qualmwolken am Himmel. Ein großes Feuer! Schnell sagte ich Torgier Bescheid, für ihn als Photograph mußte das doch interessant sein? Ja, ziemlich hektisch sprangen alle ins Auto, ich schnappte die Kameratasche und sprang auch rein. Wir kamen an der "faschen" Seite an. Zu viel Qualm überall. Torgier war schwupps darin verschwunden, ich zögerte, kam mir als Tourist hier fehl am Platze vor und wartete. Die beiden Damen waren wieder weggefahren, ich sah mir dem Qualm an und hielt mich zurück, Flammen konnte ich von der Stelle aus nicht sehen und aufdringlicher wollte ich nicht werden. So lief ich den Hügel wieder rauf, in der Hoffnung, den Weg auch zu finden. Zurück bei Gunter und den im Garten spielenden Kindern, überlegten wir, was wir tun sollten. Die Sonne schien, es war ein schöner Tag. Das Bild war fertig ausgedruckt, es lag unten im Drucker. Ich wollte gerade loslaufen und sehen, ob ich Torgier beim Feuer finden könne, da kam er angefahren. Seine Bilder waren super gut! Er konnte sie gleich an die Zeitung weiterleiten, auch ein TV Sender war interessiert. Wir verabschiedeten und und entsorgten die Toilette an der Esso Tankstelle (die haben einen versteckten Deckel im Boden), das Dumpen ist jedoch kostenlos! Wieder frisch mit Wasser versorgt und voller Toilettenkapazität, zogen wir los und merken an der ersten Kreuzung, daß wir gar nicht abgesprochen hatten, wohin wir nun zuerst fahren sollten?!? Das Wetter war immer noch recht gut, die Sonne kam durch, viele Wolken hingen tief am Himmel. Kurz entschlossen fuhren wir nach Stø. Wenn wir die Papageitaucher Tour machen wollten, dann sollten wir das sehr bald tun, denn die sind fast fertig mit dem Brüten. In Myrte kauften wir noch Lebensmittel, dann waren wir auch schon wieder in Sto! Wow. Mein Lieblingsort der letzten Reise. Hoffentlich habe ich nicht zu viele Erwartungen? Ich ging ins Büro, eine junge Dame war da. Ich informierte mich über die angebotenen Touren und die Puffin und Seal Photosafari im Kombination mit dem Angeln war "recht günstig" (1400 Kronen für die ganze Familie). Die Sonne schien, das Meer sah glatt aus. OK, in einer halben Stunde sollte die Tour losgehen, das war knapp. Außer uns hatte aber niemand gebucht, so verschoben wir die Abfahrt um 60 Minuten auf 18:00 Uhr. Wir zogen die Kids warm an, trafen dann einen sehr netten Herrn in der Anmeldung, und der meinte, das genüge nicht. So zwängten wir die Kids in die sehr großen, sehr warmen und gleichzeitig als Schwimmwesten dienende Anzüge. Das war ein Geknuddel! Die Kids sahen lustig aus danach:-) Konnten aber noch bis zum Boot laufen. Das Boot ist ein sehr schnelles Zodiac. Man hat zwischen den Beinen so ein Sitzkissen und vorne einen Haltegriff. Die Wellen sahen nun aber sehr hoch aus! Die Sonne versteckte sich hinter dicken, dunklen Wolken und die Papageitaucher waren einfach nicht mehr da! Ich hatte extra im Büro gefragt, die Puffins hatten jedoch vergessen, dort Bescheid zu geben bevor sie die Insel verliesen! Ich denke, wir hätten noch welche gesehen, wenn die Wellen nicht so hoch gewesen wären. So konnten sie sich sehr gut verstecken. Entweder wir schaukelten hoch und dann nieder oder die Vögel und Seehunde. Die Fahrt war rauh, gestern hatten wir gedacht, wir hätten hohe Wellen gehabt? Es geht noch besser. Vor allem wirkt es im kleinen Bootchen etwas bedrohlicher. Uff, was für ein "Auf und Ab". Allein "das-auf-dem-Boot- Halten" war sehr anstrengend. Die Anzüge waren glücklicherweise sehr warm, die Kinder hätten in ihren, zwar doppelten, Klamotten sehr gefroren.

(jetzt gehe ich erst mal schlafen, es ist schon 1:40 Uhr, mir fallen die Augen zu!)

So, nun geht es hier endlich weiter. Wir fuhren dann durch die wilden, hohen Wellen nach Nyksund und versuchten dort vor der Küste zu angeln, was nicht funktionieren wollte. Es waren Fische da, was man am Sonar erkennen konnte, jedoch war keiner zum Meeting in unserer Pfanne bereit. Unser Führer mußte das Boot ständig manövrieren, denn wir trieben viel zu schnell ab. Fischlos rasten wir schließlich zum Hafen zurück. So Küstennah waren die Wellen nicht so hoch und der nette Herr wollte uns zeigen, wie schnell das Zodiac fahren kann. Denn Kindern wackelten die Wangen, die Augen tränten - was für eine Geschwindigkeit. Uns war es trotzdem noch warm, diese Anzüge sind spitze. Da wir recht wenig hatten sehen können, würden wir nochmal auf Tour gehen dürfen. Im Büro trafen wir dann den Kapitän der Leonora, auf der die Waltouren von Stø aus gemacht werden. Das war toll, denn mit ihm wollte ich mal reden. Ich fand das Poster, welches ich für ihn abgegeben hatte und wir unterhielten uns blendend, nach und nach holten die restlichen Photos aus dem Wohnmobil. Per Ole (so heißt der Kapitän) war begeistert. Er bot uns sogleich an, nochmal mitzufahren, sagte, wir sollten auch unbedingt zum Tysfjord kommen im Winter, um die Orcas zu sehen. Ah, das ist ein Traum von mir! Unbedingt möchte ich mal hierher, wenn es kälter ist, die Orcas da sind und das Nordlicht die Nacht erhellt.

Später trafen wir Per Ole und einen Fischer, Johnny, auf dem Bobil Camp.Auch da redeten wir noch.

Womo und Brücke

Unser Womo vor der Brücke in Sortland, der blauen Stadt (die Häuser am Hafen/Fjord sind fast alle blau)

auf dem Boot

Die Reicherts auf dem Boot, vorne unser sehr netter Kapitän!

Anda Fyr

Anda Fyr im dramatischen Licht

die Insel

hier zu sehen: die Insel samt Leuchtturm, und viele kreisenden Adler

Adler

ein Adler auf der Vogelinsel

Kormoran

ein einzelner Kormoran

Wellen

Insel, wilde Wellen, dunkle Wolken

wild

hier kann man erahnen, wie wild das Meer war und wie schlecht das Licht:-)

vorm Boot+

unser Kapitän, die Kids und Gunter neben dem Boot

eine Langzeit

nachts machte ich noch Langzeitaufnahmen -die Landschaftsphotographie kommt zur Zeit etwas kurz. Schade - aber das Wetter will nicht besser werden:-(

weiter - zurück - index - home