13.8. Stø - nochmal eine Seal Safari
Gegen 7:00 Uhr weckte uns eins der Kids (ich verrate nicht wer!) mit einer rießigen Pfütze im Bett. Mist, das war schon sehr lange nicht mehr passiert, es bereitete sehr viel Arbeit, die Polster halbwegs sauber zu bekommen. Nun hatten wir aber eine große Tüte voller muffelnder Wäsche, die der Reinigung bedarf und zwar Pronto!

frühmorgens im Hafen von Stø

eine gutgelaunte Maria erzählt den Leuten, was sie auf der Waltour alles sehen können
Ich lief morgens nach vorne ins Walzentrum um Maria, die die Waltouren als Biologin begleitet und die wir letztes Jahr kennengelernt hatten, zu treffen. Das Licht war gar nicht schlecht, ich war in der Eile jedoch ohne Kamera losgelaufen. Schade! Jedenfalls war das Büro voll, die junge Frau beschäftigt, so lief ich wieder zurück und holte die Kamera und wieder nach vorne. (es sind nur ungefähr 600m aber, wenn man dauernd hin und her läuft summiert es sich!). Dann traf ich Maria, gab ihr schnell ein paar Photos vom letzten Jahr und photographierte ein wenig im Hafen. Das Büro war nun leer, ich wurde gleich auf die Angeltour angesprochen - heute wäre das Wetter besser, Fischfang sei relativ sicher. OK, dann um 12:00 Uhr nochmal in Zodiac. So hetzte ich zurück, denn die Kids und Gunter wußten nichts von ihrem Glück.
Schnell war es soweit, wir schlüpften, oder besser quälten uns wieder in die Anzüge - ich bin immer noch ganz baff, daß das mit den Kindern so klappt:-) Dann trafen wir unseren heutigen Führer, er ist Hurtigruten Steuermann, er kennt sich also aus. So fuhren wir hurtig nach Nyksund und warfen eine Angel raus, man konnte wieder auf dem Bildschirm sehen, daß viele Fische da waren. Und heute bissen sie sogar an:-) Gunter zog beim ersten Mal 3 Dorsche hoch, dann nochmal einen. Schließlich wollte Esra die Angel nochmal rauswerfen und auch er hatte Glück. Er gab jedoch die Angel schnell ab, denn die Dorsche sich schwer hochzuziehen. Gunter war schon etwas müde, er meinte ich solle ran. Uff, das war Schwerstarbeit. Ich hatte 2 große Dorsche an der Leine und war klatschnaß geschwitzt als die beiden im Boot waren. So, das würde reichen. Wir hatten gerade mal 10 Minuten geangelt:-) Hätten wir noch eine Stunde weitergemacht, das Zodiac wäre voll gewesen! Die Berge sahen toll aus, so im Regen und in den partiellen Sonnenstrahlen. Auf Landschaftsphotos konnte ich mich jedoch nicht konzentrieren.

Sieht man mir die Arbeit an?

ich war froh, daß wir die Fische nicht töten mußten!
Ich bat unseren Führer nochmal zu den Seals zu fahren, denn die hatten wir gestern nicht gesehen. Auch Puffins hatten wir gar nicht zu Gesicht bekommen. Es kam mir vor, als sei der Führer etwas in Eile, trotzdem fuhr er uns nochmal zur Insel Anda Fyr. Diesmal waren die Seehunde da. Toll, wie sie auf den Felsen vor der Insel lagen. Dann fuhren wir um die große Insel herum und siehe da: noch viel mehr Seehunde. Mindestens 20 Stück. Toll, wir konnten sehr nah ran und gute Photos machen. Etwas mehr Zeit hätte ich gerne gehabt, mein Photofinger ist nicht zu beruhigen. Nach 2 Stunden waren wir jdeoch wieder zuück. Wir hatten keinen Behälter für die Fische mitgebracht, so liehen wir uns die Wanne vom Boot. Die Fische wurden im Hafen noch ausgenommen, da bekamen wir auch gezeigt, daß die Norweger gerne die Zunge des Dorschs aßen und der Herr zeigte uns, wie man die herausschneidet. Wieder hatten wir viel gelernt über das Angeln. Und Fisch hätten wir nun genug für die nächsten Tage. Das Filetieren bereitete uns einige Schwierigkeiten, denn es gibt am Bobil Camp keinen Platz dafür:-( So mußten wir dieser Arbeit im Womo machen. Übrig blieben sicher 5 kg, Filet vom Besten:-) Lecker, denn einen Teil davon gab es sogleich zum Mittagessen.

ein Seeadler im Flug

die Robben ruhen sich auf den Felsen aus, von hinten spritzt das Meer

Kormorane auf den Felsen

heute waren die Robben noch alle da - etwas kritisch wurden wir beäugt. Wir hielten jodoch Abstand - die Bilder sind alle mit 600mm vom schwankenden Zodiac aus aufgenommen!

Seals auf den Felsen

unser Fang - 6 Dorsche

noch ein Gruppenbild mit dem Mittagessen in der Wanne:-)

Gunter bei der Arbeit - wir mußten die Fische leider im Wohnmobil filetieren, was nicht zum guten Raumklima beitrug:-)
Als wir noch mit den Fischen vor dem Mobil herumstanden kam ein freundliches Moin Moin. Ein netter junger Deutscher rief uns zu. Ob wir wohl Waschpulver hätten? Ja, haben wir, geben auch gern was ab. Aber moment: gibt es hier eine Waschmachine? Toll! Dann könnten wir uns ja vor ungemütlichen Düften bewahren. Leider stellte Stefan die Maschine gleich an so mußten wir warten - und diese Maschine ist gründlich! Sie dauert mindestens 1,5 Stunden. So warteten wir, luden dann unsere Wäsche rein und warteten weiter. Das Licht war plötzlich gut, wir wollten loslegen mit dem Photographieren, denn durch das blöde Wetter bekommen wir so wenige Möglichkeiten dazu. Die Frau im Restaurant (welches zum Camp gehört) war sehr nett. Sie bot an, die Wäsche in den Trocker zu räumen, wenn die Waschmaschine fertig wäre. So zogen wir los zum Hafen und machten beide Aufnahmen von Spiegelungen, Booten und was sich so anbot.

gegen Mittag bekamen wir Besuch - die beiden netten Leute hatten wir schon in Slettnes und auf Senja gesehen - am besten tauscht man sich aus, wenn man eine Langkarte in der Hand hat:-)

die norwegische Fahne und Stø im Hintergrund

die Leonora kommt zurück im Hintergund zu sehen: Anda Fyr

eine Spiegelung im Hafen

ein Bootsdetail
Wir trafen schließlich die Crew der Leonora wieder. Die Leute die auf der Tour gewesen waren, waren absolut begeistert. Das Wetter war super gewesen, Sonne bei den Walen, das Schiff recht ruhig im Wasser. Schade - wir hätten heute mitfahren sollen!!! Per Ole meinte, meinte, daß das Wetter morgen gut sein werde, wir sollen doch mitkommen. So schauten wir im Büro den Wetterbericht an. Das Meer würde ruhiger sein, aber mit Sonne könne man eher nicht rechnen. Hier in diesem Gebiet sind Wettervorhersagen jedoch nicht so zuverlässig. Ok, dann gehen wir morgen auf Waltour. Toll! Ich kann nicht genug bekommen davon!
Da wir uns mit Per Ole im Büro getroffen hatten, hatten wir das Womo genommen. Ich suchte ein Telefon und so fuhren wir nach Myre, vielleicht könnten wir unterwegs Bilder machen?! Das Licht war gar nicht so schlecht, die Sonne kam immer mal wieder raus, beschien Berge, andere lagen weiterhin im Schatten. Gute Photos konnten wir nicht machen. Wir fuhren den Litfjorden ab, dort war das Wasser spiegelglatt, die Felseninsel darin spiegelten sich fast perfekt. Aber auch hier photographierten wir eher wenig. Die Fahrt dauerte schließlich zu lange. Erst gegen 23:00 Uhr waren wir wieder zurück am Campingplatz, zahlten nochmal für die Nacht und legten uns müde ins Bett. Ich bearbeitete noch ein paar Bilder, aber nicht zu viele, denn wir hatten am nächsten Tag ja wieder was Großes vor!

Berge am Abend

Haus im Regen

die Leonora im Hafen von Stø