2.8. Abschied von Slettenes und Fahrt Richtung Alta

Wir genossen den sonnigen Morgen, die Kids wollten nochmal zum Strand wandern. Da sah ich jedoch eine Nebelbank hereinrollen und die war schnell - schupps: da sah man den Leuchtturm nicht mehr. Remco packte schnell sein Zelt weg, damit es nicht naß wurde. Wir sahen Dieter nicht und da es nun so kalt wurde machten wir uns Sorgen um ihn, denn er war mit dem Rollstuhl mit einem T-Shirt unterwegs. Doch dann kam er, fröhlich wie immer! Er wollte mit dem befreudeten Ehepaar (siehe 2 Seiten vorher, vor der Sonne) angeln gehen und dazu etwas westlich weiterfahren. Wir wollten jedoch viel weiter fahren, denn wir haben ja nur 6 Wochen! Alle, die wir hier trafen haben mindestens 3-4 Monate! Ach, das wär was. Remco entschied sich dafür, mit uns zu fahren, denn er wollte Richtung Alta. Zu gerne würde ich mir noch das große Gebiet weiter östlich ansehen, Gunter ist jedoch dafür das für die nächste Reise "aufzuheben" und weiter nach südwesten zu fahren. Nun, dann verabschiede ich mich von dem tollen Gebiet und weit kamen wir nicht:-) Roy und Birgitte's Wagen stand vor der Tür, so hielten wir um uns zu verabschieden. Ich fragte nochmal wegen Internet, denn es wäre schön einen weiteren Teil des Berichts online zu haben und letztens klappte es ja leider nicht. Jetzt ging ich mit meinem Rechner online, Roy lies mich den Internetzugang benutzen. Wow! So viel Gastfreundschaft. Mit unserem Notebook stimmt jeoch was nicht - die ersten paar Dateien überträgt er, dann geht nichts mehr. Ich kann, wenn ich online bin nicht mal unsere Webpage aufrufen?! Komisch! Es sah so aus, als hätten wir wieder sofort einen Wurm gefangen, ich wollte schon aufgeben. Aber Roy meinte, ich solle ruhig das FTP Program auf seinem Rechner installieren. So machte ich das mit einem einwandfreien Programm und diesmal klappte alles. Obwohl die Verbindung über Modem geht, übertrugen die Daten recht schnell. Wir konnten uns noch unterhalten, was mir sehr gut gefiel. Ich würde so gerne noch bleiben - viel länger. Dann könnte ich viel besser photographieren. Ach, ich glaube dieser Ort hat mich verzaubert! Hier komme ich wieder her - ganz bestimmt. Dann werde ich mir auch mehr Zeit für die Vögel nehmen.

Schließlich schaute Gunter auf die Uhr: es war schon wieder 15:40Uhr. Hier gibt es kaum Tankstellen und wenn dann schließen sie sehr früh. Und zwar um 16:00 Uhr in Menhamn, für die Strecke von Gamvik nach Menhamn brauchen wir aber eine halbe Stunde. Roy rief also die Tankstelle an und sagte, wir kämen, er solle warten! Super - wir hätten es nicht gepackt. Mir hätte es nichts gemacht zu bleiben:-) So tankten wir und dann fuhren wir hinaus in den Nebel. Die Landschaft war, im Vergleich zur Herfahrt, völlig verändert. Logisch: strahlender Sonnenschein und tiefhängender Nebel, welch ein Kontrast. Die Fahrt zog sich dahin, mir kam die Strecke nicht mehr so holprig vor wie zu Beginn der Reise, wahrscheinlich gewöhnen wir uns an die schlechte Straßenqualität. Wir machten nur wenige Photostopps und fuhren stundenlang. Wir brauchten für 250 km ca. 5 Stunden! Heftig, was? Wir hatten aber auch eine Straße Abseits der Route angesehen: kurz vor Kunes gibt es eine kleine Straße für den Service des Kraftwerks, die kann man fahren, und man kommt zu einer Seenlandschaft. Roy hatte und die Strecke empfohlen. Wir furhen lange rein, die Nebelschwaden hingen tief, es sah sehr schön aus, wir wollten jedoch noch etwas weiter in Richtung Alta übernachten, so fuhren wir weiter. Es war schließlich schon nach 22:00 Uhr als wir einen Platz für uns und Remco fanden. Remco hatte Probleme, das Zelt aufzubauen, denn die Heringe wollten nicht. Zu der Zeit standen wir übrigens wieder mitten im Nebel. Wir kochten noch eine Suppe und aßen Leberwurstbrote, dann gings ins Bett, schon wieder nach Mitternacht und das, obwohl das Licht so schlecht war. Ich schrieb dann doch noch bis 2:30 Uhr am Bericht und träumte die ganze Nacht nur Quatsch. Erschöpft kroch ich am nächsten Morgen aus dem Bett.

Nebel

ein rotes Holzhaus im Nebel im Hafen von Mehamn

Möwen

Möwen

Zirkus

Zirkuszelt mit Kirche im Hintergrund - Menhamn

Felsenküste

Felsenküste mit Blumen im Vordergrund

Langzeit

die einzige Langzeitaufnahme des Tages

mysitsch

geheimnisvolles Licht

Womo

die Straße zum See - Ausweichbuchten gab es keine und das über Kilometer!

Fluß

ein Fluß im Nebel

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