28.7. endlich Norwegen, Alta: Rentiere, Samen und Felszeichnungen
Von Finnland sahen wir nicht viel, wir haben jedoch sehr schnell gemerkt, daß es sehr viele Stechmücken gibt. Recht schnell waren wir in Norwegen, wir hatten uns wieder morgens nicht beeilt, weil es heftig regnete. So scheint fast jeder Tag anzufangen, nun, wenn es nicht den ganzen Tag lang so bleibt, ist es mir recht. Norwegen ist auch hier oben so, wie wir es gewohnt sind! Absolut atemberaubend. Und das fing ziemlich schnell schon an. Wir folgten einem Fluß, sahen einen größeren Wasserfall, den Pikefossen, fuhren durch eine beeindruckende Schlucht und kamen schließlich in Alta an.

Dort sahen wir eine Rentierfarm und ein samisches Touristendorf, nun, das sahen wir uns gleich an. Wir wollten endlich mal was erfahren und dazu war das kleine Dorf sehr gut. Der nette Same erzählte uns einiges, die Zelte waren so aufgebaut, daß man die ursprünglichen zuerst sah und dann immer moderner wurde. Die Kinder konnten alles erkunden, außer uns waren kaum Leute da, und die saßen in einem anderen Zeit beim Essen. Kinder kosteten 15 Kronen Eintritt , Erwachsene 30 Kronen, das war eigentlich OK. Beim Ausgang kauften wir noch ein Souvenir für Mathilde (ich verrate es aber nicht) dann fuhren wir die letzten Kilometer Richtung Meer oder besser gesagt Fjord. Ah, die frische Luft, die leichte Brise, der Duft nach Tang und Meer! GUUUUT!

die Kinder im ältesten Samenzelt

bei der Ausstellung der Kleidung

Fellschuhe

ein Rentier aus der Nähe, so erkennt man das flauschige Geweih sehr gut

von diesem netten Herrn erfuhren wir viel
Wir erreichten also Alta und der Blick auf den Fjord war berauschend: das Licht, das Wasser, die Wolken. Es stimmt einfach alles hier. Und die Stechmücken hat es weggeweht. Darum sind auch die meisten Rentiere auf den Inseln, im Land würden sie zu sehr verstochen werden. Das halten sogar die Tiere nicht aus!!

Blick über den Altafjord und auf die dunklen Wolken
In Alta sah ich einen Computershop. Da die Karten so langsam runterladen und auch die Übertragung auf die exterme Festplatte, die ich gekauft habe, um nicht dauernd cd's brennen zu müssen, sehr lange dauert, schaute Gunter, ob es einen Adapter gäbe, der uns einen USB 2 Anschluß ermöglicht. Den gab es. Zwar recht teuer, aber er wird uns sehr viel Zeit sparen. Wir photographieren wohl doch beide digital (Gunter hat zwar mal einen Film eingelegt, aber noch kein Bild mit seiner Kamera gemacht) und da wird die Bilderflut recht groß. Nun haben wir also einen schnellen Anschluß aus Alta. Ich hatte im Reiseführer gelesen, daß es um Alta herum 5000 jahre alte Felszeichnungen gäbe. So fuhren wir westlich an das Museum und machten den Rundgang auf den Holzplanken, um die alten "Comics" anzusehen. Auch das Museum war sehr interessant, die Kinder freuten sich, mal öfter rauszukommen. Es gab auch einen kleinen Spielplatz, den wir natürlich besuchten, doch hatte Esra Pech und stolperte in einem nachgebildeten Labyrinth über einen Stein und schlug sogleich mit dem Kopf auf. Uff, eine heftig dicke Beule. Ich habe glücklicherweise Arnica in der Tasche, so konnten wir Schlimmeres verhindern. Nach einer Ruhepause auf der Bank mit Blick über die Fjorde über denen sich dicke Regenwolken abregneten, konnten wir den Rest der Zeichnungen ansehen. So hatten wir viel frische Meeresluft atmen können, diesmal ohne Schuhplattnertanz zum Vertreiben der blutsaugenden Plagegeister. Ach, wie angenehm.

Blick vom Museum aus über eine malerische Fjordlandschaft

ein Biber im Museum aufgenommen

das Labyrinth in dem Esra stürzte - hier wird es gerade von Noah erkundet

eine 5000 Jahre alte Rentierzeichnung

Zeichnungen und Blick über den Fjord

die Kids über dem Fjord

Farbenrausch
Wir redeten am Parkplatz mit Frankenthalern, die fanden das Nordkap wunderbar - dann suchten wir eine kleine Straße entlang eines abgelegenen Fjordes, um einen schönen Platz zum photographieren und übernachten zu finden. So stehen wir nun hoch über dem kühlen Fjord bei Elvebukta an der Landstraße 883. Die Straße hierher war schon etwas heftig, die Löcher erschreckend. Da der Verkehr fast nicht existiert, kann man ja langsam machen. Ich legte gleich mit Photos los, jetzt juckt er wieder der Photofinger. Da kam ein älterer deutscher Herr vorbeigelaufen. Der verbringt den Sommer immer in Norwegen, so redeten wir einen Weile und ich erfuhr viel! Das war sehr nett. Wir aßen Fisch und Reis mit Gurke zu abend, und, da wir so toll stehen, gingen wir immer mal wieder raus und machten Aufnahmen. Luden zwischenzeitlich die Bilder runter, installierten diesen Adapter, die Kinder spülten das Geschirr. Um mich herum schnarcht es jetzt überall, sogar Amy hat es gepackt (nein sie redete noch um 1:00Uhr!) Ein Stich hinterm Ohr macht ihr Probleme, das werde ich nun verarzten und dann auch was schnarchen. Die Heizung brummt übrigens, es ist sehr kalt.

kurz nach 23:00 Uhr kam die Sonne nochmal unter den Wolken hervor, eine Bergkette verdeckt den Blick zur Mitternachtssonne

eine Langzeitaufnahme