3.8. Fahrt nach Alta und Oksfjord
Wir kamen erst um 11:00 Uhr los, denn die Nacht war wieder mal zu lang gewesen. Remco baute das Zelt ab und weiter gings. Wir machten einmal Pause an einem Rastplatz, um was zu Essen, die Kinder hatten den ganzen Tag großen Hunger. So ist das, wenn man wieder im Womo sitzt:-) Wir kauften endlich ein samisches Messer in Lederscheide, die schauen wir schon seit 3 Jahren immer wieder an. In Lakselv gab es endlich mal ein Telefon, ich rief zu Hause an. Meine Mutter hatte den Bericht schon gelesen:-) Ich konnte fast nichts berichten! Dann rief ich noch die Schwiegermutter an: daheim ist alles in Ordnung, nichts außergwöhnliches. Die Gespräche machten mir Spaß. Zu gerne hätte ich meine Mutter hier -die photographiert nämlich auch sehr gerne und das hier wäre ideal!!!! Vielleicht sollte sie mal auf die Lofoten fliegen und uns dort eine Woche begleiten?

on the road again...
Die Pause dauerte nicht lange, wir fuhren weiter bis nach Alta, dort kauften wir Lebensmittel ein. Remco hatte genauso Spaß am Laden wie wir: Angel und Outdoorzubehör:-) Die heißen Hähnchen waren nicht so teuer, so gab es zwei zum Abendessen. Die Kids waren begeistert. Mit Remco im Mobil hatten wir auch keine Probleme alles restlos wegzuputzen. Die Jugendherberge, in der er übernachten will, lag in der Stadt, wir fanden sie recht schnell und verabschiedeten uns nun nochmal: ich glaube wir hatten uns vorher schon zweimal verabschiedet:-) Es war nun schon 19:30 Uhr. Ein Stückchen wollten wir noch packen, so ging es immer weiter nach Westen, natürlich nicht, ohne vorher noch getankt zu haben. Im Finmark Prospekt, den man hier an jeder Touristeninformation bekommt, stand, daß die Straße zum Oksfjord sehr schön sein soll. Sie ist um 1900 erbaut und schön in die Landschaft eingefügt. Das Fahren war nun anstrengend, denn es gab wieder unangekündigt Bodenwellen. Das schaukelt einen dann ganz schön durch. Ich war schon so richtig müde und wollte eigentlich längst halten, da überraschte mich ein 4,5 km langer Tunnel. Ich mag die Dinger nicht (steht schon in den beiden ersten Reiseberichten), und dieser war besonders "schön" - einspurig und naß mit einem Rentierwarnschild am Eingang und einer Ampel. Glücklicherweise mit vielen Haltebuchten. Nach ca 6 Minuten waren wir wieder raus. Uff! Nun sah der Fjord sehr schön aus, so kräftig türkisfarben, der Gletscher hoch oben im Berg. Alles sah wunderschön aus im Abendlicht. Es gab zahlreiche Rentiere und knallige Boote. Die Straße wurde auch recht eng so gegen Ende. Wir kamen nun tatsächlich wieder durch Gamvik (scheint es hier öfter zu geben!) und landeten schließlich in einem "recht großen" Dorf: in Oksfjorden. Auch da fuhren wir ans Ende der Straße, so, wie wir es immer machen. Und genau da konnten wir unweit der letzen Häuser auch stehen bleiben. Ein norwegisches Wohnmobil war da, der Herr führte zwei Hunde aus. So redeten und streichelten wir, betrachteten dabei den Sonnenuntergang, der wieder lange, lange eine flache Scheibe über den Horizont schweben lies - doch schließlich war sie weg!

ein interessanter Sonnenuntergang
Mir ging es an diesem Tag photographisch nicht gut: ich hatte noch kein "richtiges" Bild gemacht. So beschloss ich, um mich noch vom Womofahren zu entspannen, um kurz vor 12:00 Uhr nochmal zu Hafen zu laufen. Sogleich hörte man 3 Kinder rufen:"Ich will mit!" Ich nahm Esra und Noah mit, denn ich hatte vor, flott zu laufen. Es war dann doch sehr weit. Nun 2,5 km sind zwar nicht so viel aber schnell mitten in der Nacht mit zwei plabbernden Jungs und dem schweren Rucksack samt Stativ. Und dann das gleiche wieder zurück - mit nun doch müden Jungs um 1:30 Uhr. Ich lud dann noch die Bilder runter. Sah so gegen 2:30 Uhr die Hurtigrute reinkommen, sprang in die Hose und Schuhe und war wieder draußen. Die Kids waren da übrigens noch wach - sie verschlangen Unmengen!! von Brot, so hungrig habe ich sie lange nicht gesehen. Wahrscheinlich haben wir in Slettenes nicht genug gegessen bei all den Wandertouren:-) Die Sonne kam schon sehr früh wieder hinter den Bergen hervor - ich schreckte um 6:00 Uhr hoch, dachte, wir liegen schon ewig im Halbschlaft und wollte raus. Es waren über 30 °C im Womo. So heiß, man findet keine Ruhe.

ein ach so stiller Fjord

der Hafen in der Nacht

Ein besonderer Kontrast: Boote und Gletscher

bis auf zwei erzählende Jungs und ein paar kreischende Vögel, absolute Ruhe!

durch die Spiegelung bekomme ich auch annähernd die Maße des Berges ins Bild:-)

direkt vorm Wohnmobil finden sich weitere Motive
So, nun gehe ich schnell ins Bett, die Sonne ist mal weg, aber nicht lange und so langsam brauche ich mal mehr als nur 2-3 Stunden Schlaf! Hier die Bilder der Nacht: