4.8. Oksfjordgletscher und Sørstraumen

Wieder versuchten wir lange zu schlafen, aber es ging nicht. Die Sonne knallte auf's Mobil.Das Wetter ist weiterhin toll - strahlend blauer Himmel, strahlend türkise Fjorde, grüne Berge.....

Wir kletterten morgens auf den Felsen herum, schauten uns die Vögel an. Es ist schwierig hier überhaupt vorran zu kommen, selbst auf den Wegen kommt man kaum vorwärts, denn es geht über viele holprige Steine, die von Gras verdeckt sind. So war ich morgens schon müde und naß geschwitzt, denn die Sonne brennt. Wir fuhren wieder zurück und kamen aus dem Staunen nicht heraus. Die Farben waren einfach grandios. Der Gletscher hängt hoch oben, dazu passend die kleinen weißen Wölkchen. Dann sahen wir wieder Rentiere, die weißen finden wir besonders hübsch. Noch eine Kurve und noch einen neue, immer tollere Aussicht. Und plötzlich muß ich halten. Eine ganze Rentierherde steht im Fjord, ein weißes an der Spitze, der Gletscher hängt über dem Ganzen. Schade, daß ich über ein Privatgründstück hätte laufen müssen um die Rentiere ordentlich abzulichten. Da niemand zum Fragen da war, tat ich es nicht. Es war auch ohne Photo so richtig toll! Dann rief Esra: "Wale". Und ja, zwei Schweinswale ganz nah. So schön!

Fjord am frühen morgen

Der Fjord am frühen morgen. Die Farben sind toll, was?

Möwen

die Drei vom Felsen:-)

Stellplatz

unser Stellplatz

badende Rentiere

badende Rentiere

Schweinswale

Schweinswale

Rentiere

diese Photosession klappte, was? :-) Hier im Hintergrund zu sehen: der einspurige Tunnel

So fuhren wir dann weiter. Bis wir zum einzigen Festlandgletscher kamen, der direkt ins Meer kalbt. Dort angekommen machten wir erstmal Pause. Es gab Rentierhackfleisch - man muß es ja mal versuchen, oder? Dazu Nudeln. Die aßen wir, weil das Wetter so toll war im Freien, dann machten wir uns für die Wanderung fertig. Die soll 3-4 Stunden dauern und 7,5 km einfach lang sein. Das war uns zu viel, denn es war sehr warm und der Weg sehr schwierig zu Beginn. Wir kamen sehr ins Schwitzen, zogen so nach und nach alle überzähligen T-Shirts aus, die Esra im Rucksack tragen mußte. Das Gewicht verringerte sich trotzdem für ihn, denn die Wasserflasche leerte sich schnell. Amy rannte los wie der Wind, immer wieder mußte ich rufen, damit sie langsamer wurde. Zu gerne wären die Kinder die ganze Strecke bis zum Gletscher gegangen, aber es war einfach viel zu warm.Man muß bei solchen Strecken ja auch immer den Rückweg einplanen - und da werden die Füße dann schwer und schwerer. Auf dem Rückweg wurden wir also überholt und nach einer kleinen Steinewerfpause überholten wir wieder. So langsam waren wir also nicht. Wir lernten ein nettes deutsches Rentnerehepaar kennen und unterhielten uns noch eine Stunde lang während die Kinder im Wohnmobil bastelten. Wieder sah ich im Fjord Schweinswale - alle anderen Wohnmobilisten entdeckten sie nicht.

Häuser und Gletscher

ein schöner "Postkartenblick!":-)

Die Kinder bei der Wanderung

Kids und Gletscher - alle schon ohne T-Shirt

Heidelbeeren

Heidelbeeren

Ich war nun eigentlich ziemlich müde. Aber wir fuhren noch ein Stückchen. Als ich nach ca. 2 Stunden gar nicht mehr konnte, hielten wir an und schliefen eine Stunde. Irgendwann holt einen der Schlaf dann doch ein. Dann nur wenige Kilometer weiter sahen wir einen Stellplatz mit Angelmöglichkeit am Sorstraumen. Wow! Der Platz kostete 90 Kronen, ohne Strom, Gunter zahlte sogleich mit Briefumschlag und die Kinder kamen schon begeistert mit der Angel gerannt. Nun - Fisch sei fast garantiert hier, so zahlreich wäre er. Es war leider gerade Ebbe, man konnte erahnen, welche Fischmassen es geben mußte, denn die Möwen kreischten in einem Höllenlärm bei ihrem Festschmaus auf dem Fjord. So ein Spektakel. Wir probierten unser Angelglück vom Strand aus, der Campingplatzbesitzer hätte uns auch mit dem Boot mitgenommen, aber wir trauten uns nicht, was wohl ein Fehler war. Wir bekamen von einem norwegischen Angler einen Blinker geschenkt, den versuchten wir dann später von der Brücke aus und verloren ihn glatt. Schade! Wir hatten kein Glück - sollten wohl lieber bei der Photographie bleiben? Unser Blinker ging einfach nicht unter, die Fische schienen überall zu sein, nur nicht in der Nähe unserer schwedischen Angel. Nun: wir würden morgen früh das Boot mieten und es dann nochmal versuchen. Der Campingplatzchef kam zurück, er hatte eine große Kiste voller großer Fische, mehr als 20 Stück! Beeindruckend. Da würden wir morgen sicher wenigstens einen Fisch fangen können, wenn das hier so einfach ist!

Zurück am Platz sah uns ein finnischer Angler mit Angel, ohne Fisch, so schenkte er uns das Schwanzstück eines 14 kg Dorsches. Das war dicke genug für uns. Er zeigte uns noch, wie man es filetiert, würzt und schenkte uns dann noch einen Flubberwurmhaken samt Gewicht! Wow - wir bedankten uns mit zwei Bieren, die gerne angenommen wurden. Es war wieder sehr spät, das Licht eigentlich recht schön, ich war jedoch photographisch etwas erschöpft und nur dahinter zu lernen, wie man auch mal einen Fisch fängt. Ich aß Abends noch ein Stückchen vom Dorsch, dann fiel ich müde ins Bett, nicht ohne immer wieder aus dem Fenster zu schauen und die tolle Lichtstimmung unphotographiert zu genießen. Über dem Land hing der Nebel, die Berge strahlten rot.

Und wieder schlief ich eher schlecht als recht, die Kinder schlafen morgens bis 10:00 Uhr durch, Gunter ist auch früh mal wach, er hat aber eine Uhr, merkt dann schnell, daß wir noch liegen bleiben können und schläft sogleich weiter. Ich habe keine Uhr und bin völlig orientierungslos. Oft denke ich es müßte schon sooo spät sein und werde dann mit einer "Matschbirne" wach, weil ich die letzte Stunde der morgendlichen Ruhe nicht recht weis, ob ich wach bin, wach sein sollte, oder besser noch schlafe, weil ich noch müde bin......

Haus in der Abendsonne

ein Haus im letzten Sonnenlicht

Angeln zur Nacht

im besten Photolicht versuche ich mich mit der Angel auf der Brücke, ich fing jedoch nichts

Campingplatz

das ist der Campingplatz - unter dem Boot ist die "Fischküche", da kann man den Fang waschen und filetieren. Ein wirklich schöner Campingplatz!

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